Ein Mitspieler zum Fürchten

Vielleicht kann Jonas Hanenberg die zuletzt schwache Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach am Samstagabend im Heimspiel gegen den TuS Durmersheim mitreißen.


18.01.2013

Jonas Hanenberg kann es auf dem Spielfeld ganz schön krachen lassen. Wenn der 2,05-Meter-Mann am Netz zum Angriff übergeht, dann hat das keine Ähnlichkeit mit einem Friedensangebot. Wenn er wie eine lebendige Wand zum Block hochsteigt, dann darf sich der Gegner auch mal fürchten. Das kann im Zweifel sogar den Mitspielern passieren, weil der sonst eher aufgeräumte Gefährte die Punkte mit bedrohlicher Mimik zu bejubeln vermag. 'Jonas bringt Aggressivität ins Spiel. Er kann sich aufbäumen', sagt Diego Ronconi, der Trainer des Volleyball-Zweitligisten SV Fellbach, vor dem Heimspiel am Samstag (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) gegen den TuS Durmersheim. 'Das kann die Mannschaft im Moment sehr gut gebrauchen.

 Jonas Hanenberg will es am Samstagabend richtig krachen lassen. Foto: Maximilian Hamm

 

'Diese Mannschaft hat vor fünf Tagen beim Mitaufsteiger TGM Mainz-Gonsenheim mit 0:3 verloren. Sie war nicht gut, und sie war nicht aggressiv. Aufgebäumt hat sie sich erst im dritten Durchgang. In diesem dritten Durchgang ist Jonas Hanenberg wieder ins Team gerückt. Der 23-Jährige hat geblockt und gekämpft wie ein Berserker. Es hat am vergangenen Sonntag nicht mehr wirklich geholfen. Aber der Mann der Mitte, der beim TV Bühl schon in jungen Jahren Erstliga-Erfahrung gesammelt hat, ist zurück. Morgen Abend wird er wohl erstmals nach einer langwierigen Knieverletzung und mehr als drei Monaten im Wartestand wieder die Fellbacher Startformation bereichern. Das kann helfen. 'Wir müssen Spirit aufs Feld bringen, Jonas kann das', sagt Diego Ronconi.

Vielleicht kann der vitale Vielflieger überm Netz die Formation des SV Fellbach aus der Lethargie reißen, mit der sie in den zweiten Teil der Saison gestartet ist. Im September des vergangenen Jahres hatte sie - mit Jonas Hanenberg - die TGM Mainz-Gonsenheim nach couragierter Vorstellung noch mit 3:0 besiegt. Zum Auftakt 2013 gaben die Gäste in Mainz von Beginn an klein bei. Erst spät konnten sie sich zum Widerstand aufraffen - zu spät. Der SV Fellbach war in der Hauptstadt von Rheinland-Pfalz weit weg von seinem siebten Saisonsieg, und ohne eine erhebliche Steigerung wird er diesem siebten Saisonsieg auch nicht näher kommen. 'Wir müssen die Dinge jetzt wieder in den Griff bekommen', sagt der SVF-Trainer Diego Ronconi.

Dafür kann der A-Lizenz-Inhaber mit der ausgeprägten Erfahrung in der zweiten Bundesliga der Männer (FT Freiburg, Eintracht Wiesbaden, TV Bühl, SV Fellbach) wieder mit Daniel Wolfram planen, der zuletzt wegen einer Magen-Darm-Erkrankung pausieren musste. Um Personalsorgen kommt Diego Ronconi aber auch vor dem ersten Heimspiel des Jahres nicht herum. Lars Lückemeier, 18 erst und in der Hinrunde schon eine - mitunter herausragende - Stammkraft, kann wegen seiner Schulterprobleme wohl eher nicht mitmischen. 'Die Gesundheit geht vor', sagt Diego Ronconi. Auch beim erkrankten Sasa Stanimirovic, der diese Woche seine Trainingsbemühungen aussetzen musste.

'Es ist eine schwierige Situation', sagt Diego Ronconi vor dem Vergleich mit dem TuS Durmersheim, dem die Fellbacher bei erster Gelegenheit im Oktober mit 1:3 unter lagen. Aber es kann ja gut sein, dass sich jetzt Jonas Hanenberg dieser schwierigen Situation annimmt. Und es am Samstagabend von Anfang an richtig krachen lässt.

Info Das zweite Team des SV Fellbach spielt am Samstag in der Regionalliga beim VfB Ulm. Beginn ist dort um 19 Uhr in der Ballspielhalle.

 

Quelle: Bericht aus der Fellbacher Zeitung von Thomas Rennet.


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