Ein paar Fehler zu viel auf diesem Niveau

Der Tabellenvorletzte aus Fellbach leistet in Unterhaching mit Herz und Kampfgeist Widerstand, unterliegt aber auch diesmal einem ungleich erfahreneren Zweitliga-Gegner mit 1:3.


11.02.2019

Fast 100 Minuten lang haben die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach am Sonntag mit Herz und Kampfgeist dagegengehalten. Belohnt worden sind sie für ihre Bemühungen allerdings auch diesmal nicht, südlich der bayerischen Landeshauptstadt München. Trotz eines starken Beginns gab es für die Mannschaft um das Trainergespann Thiago Welter und Alexandra Berger auch beim TSV Unterhaching II eine 1:3-Niederlage (22:25, 25:19, 17:25, 19:25). „Wir können trotzdem hocherhobenen Hauptes nach Hause fahren. Es ist eine gute Entwicklung zu sehen. Was uns noch fehlt, ist die Konstanz auf hohem Niveau über ein ganzes Spiel hinweg“, sagte Alexandra Berger.

In den ersten beiden Durchgängen war am Sonntagnachmittag jedenfalls kein Unterschied zu sehen zwischen den Gastgebern, die jetzt mit 28 Zählern auf dem sechsten Tabellenplatz zu finden sind, und den abstiegsgefährdeten Gästen, denen bereits neun Punkte zu jenem zehnten Tabellenplatz fehlen, der am Ende den Ligaverbleib verspricht. Den zweiten Satz dominierten die Fellbacher, angetrieben vom starken Duo Manuel Harms/Alexander Benz, nach Belieben. Und eigentlich hätten sie schon mit 2:0 in Führung liegen können, wären ihnen am Ende des ersten Abschnitts beim Stand von 22:22 nicht zwei einfache Fehler unterlaufen.

„Die Ballannahme war gut, das Zuspiel war gut, an den ersten beiden Sätzen gibt es nichts zu kritisieren“, sagte Alexandra Berger, die keinen Grund hatte, den reaktivierten Cheftrainer Thiago Welter – wie in den vergangenen Partien geschehen – als Spieler aufs Feld zu schicken. Dass trotz des ermutigenden Starts letztlich zum siebten Mal in den vergangenen acht Ligaspielen der Gegner als Sieger das Feld verließ, lag an zweierlei: Zum einen nahm bei den Fellbachern nach dem 1:1-Zwischenstand die Fehlerquote deutlich zu, zum zweiten war bei den Gastgebern in Unterhaching plötzlich die individuelle Klasse des europapokalerfahrenen Rumänen George Zahar oder des US-Profis Connor Lammey zu sehen. Dagegen waren die Gäste, bei denen ein nicht zu geringer Teil der Mannschaft zu Beginn der Saison noch nicht höher als in der dritten Liga Volleyball gespielt hatte, dann doch chancenlos. „Wenn wir so weitermachen und noch etwas konstanter werden, holen wir noch einige Punkte“, sagte Alexandra Berger. Erfolgserlebnisse in der Schlussphase der Saison werden allerdings am Abstieg aus der zweiten Bundesliga nichts mehr ändern können. Zu groß ist der Rückstand auf die Konkurrenz, zu groß war auch der sportliche Substanzverlust in den beiden vergangenen Jahren.

Ein Erfolgserlebnis hatte der (Noch-)Zweitligist bereits am Donnerstagabend erzielt: Da hatten die Fellbacher mit einem 3:0-Sieg (25:21, 27:25, 25:16) beim Regionalliga-Tabellenführer MTV Ludwigsburg das Halbfinale im württembergischen Verbandspokal erreicht. Auf dem Weg ins Endspiel wartet nun der Drittligist TV Rotenburg II als Gegner. SV Fellbach: Harms, Nadale, Leipert, Welter, Spasov, Benz, Klaue, Maser, von Berg, Hirning, Blötscher.

Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung


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