Ein rufschädigender Vorwurf

Der Kanadier Christopher Howe ist angesichts der Vorhaltungen im Netz froh, wenn er mit dem SV Fellbach am Netz antreten kann: zum Zweitliga-Spitzenspiel in Hammelburg. Thomas Rennet Foto Patricia Sigerist


12.02.2016

Christopher Howe (im Angriff) will sich auf seine Sportart konzentrieren. Foto: Patricia Sigerist

Solch ein Vorwurf ist von anhaltender Klebrigkeit: Kursiert er einmal in den Tiefen des Datennetzes, ist er nicht leicht wieder wegzubekommen. Christopher Howe, nach allem, was man weiß, ein junger Mann von ausgesuchter Höflichkeit, soll Ende Januar beim 3:0-Sieg der Volleyballer des SV Fellbach beim ASV Neumarkt den Jamaikaner Dennis Donovan Nelson in abstoßender Weise beleidigt haben. So jedenfalls geht die Geschichte, die ein Teil der Mannschaft des ASV Neumarkt, voran Daniel Sebiger, erzählt. Christopher Howe, ein Kanadier, kannte, das darf man glauben, das Wort gar nicht, das ihm angelastet wird. Seine Mitspieler, und zwar alle, sagen, dass dieses Wort nie gefallen ist in Neumarkt. Der Schiedsrichter Frank Zacharias, der nicht weit weg ist von einem Mittelblocker wie Christopher Howe, hat nichts dergleichen gehört. Zudem hat der SV Fellbach aus professioneller Gewohnheit ein Video erstellt, mit Ton, das er dem ASV Neumarkt mittlerweile zukommen hat lassen. Aber der Vorwurf ist in der Welt. In der Datenwelt. Er haftet. Die Gastgeber haben den Vorwurf nicht nur in der Halle lautstark erhoben, sie haben ihn veröffentlicht, verbreitet. Deshalb kann die Fellbacher nun auch die Kunde nicht wirklich zufriedenstellen, dass die Dachorganisation VBL das Verfahren gegen Christopher Howe wie das gegen Daniel Sebiger eingestellt hat. Der Zweitliga-Letzte ASV Neumarkt muss eine empfindliche Geldstrafe bezahlen, weil auch der Schiedsrichter verbal attackiert worden ist. Stephan Strohbücker reicht das nicht. „Darauf können wir es nicht beruhen lassen. Der Vorwurf ist nachweislich haltlos und rufschädigend für Christopher Howe und den SV Fellbach. Wir denken über eine weitere rechtliche Verfolgung nach“, sagt der Teammanager.

Der Kanadier ist angesichts der Vorhaltungen im Netz froh, wenn er am Netz Volleyball spielen kann. Vor sechs Tagen, beim 3:1-Erfolg gegen die VYS Friedrichshafen, war der 24-Jährige nicht so stark wie gewohnt. Überhaupt wird der Tabellenführer um eine Steigerung nicht herumkommen, will er am Samstag (20 Uhr, Saaletalhalle) beim Verfolger TV/DJK Hammelburg bestehen. Das Team um den Trainer Tado Karlovic hat sich nach dem Aufstieg direkt an der Spitze etabliert. Zudem kann der Tabellenzweite daheim auf ein begeisterungsfähiges Publikum setzen. „Uns erwartet ein Hexenkessel. Wir müssen aufpassen, dass wir den Fokus auf uns richten und unsere Stärken ausspielen“, sagt der Fellbacher Trainer Markus Weiß. Das Hinspiel im November gewann sein Team mit 3:0. Damals aller- dings hatten die Bayern wegen dessen Handgelenksblessur auf ihren bosnischen Zuspieler Aldin Dzafic verzichten müssen.

 

Markus Weiß muss meistens in dieser Saison auf Valters Lagzdins verzichten. Der beste Spieler der vergangenen Runde – in der gesamten Liga – hat ganz und gar unglückliche Monate hinter sich. Derzeit plagt ihn ein entzündetes Knie; mit seinem Einsatz in Hammelburg ist eher nicht zu rechnen. Pascal Winter indes hat seine Sprunggelenksverletzung überstanden. „Er nutzt jede Minute, um wieder die volle Fitness zu erlangen“ sagt Markus Weiß. Auch Jonas Hanenberg, zuletzt beruflich verhindert, kann in Hammelburg – mit all seiner Erfahrung – dabei sein. „Das Team ist bereit für die Aufgabe, wir freuen uns aus das Spitzenduell“, sagt der Fellbacher Trainer.

Info Der zweite Verbund des SV Fellbach fährt am Samstag in der Regionalliga zum ebenfalls ab- stiegsgefährdeten TSV Eningen. Beginn in der Arbachtalhalle ist um 19.30 Uhr. 

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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