Ein Titelgewinn als Abschiedsgeschenk

Der SV Fellbach bezwingt im Finale des württembergischen Pokalwettbewerbs den TSV G. A. Stuttgart mit 3:0. Für den Trainer Markus Weiß ist es das letzte Spiel in der Verantwortung, da er sich von nun an mehr Zeit für seine Familie nimmt.


08.05.2017

Foto: Tom Bloch

Die Volleyballer des SV Fellbach haben auf ihren grandiosen Endspurt in der zweiten Bundesliga mit acht Siegen aus den letzten neun Spielen und dem Erreichen des vierten Platzes noch einen draufgesetzt: Sie sicherten sich am Sonntag in Filderstadt-Bernhausen mit einem 3:0- Sieg (27:25, 25:22, 26:24) gegen den Zweitliga-Absteiger TSV G. A. Stuttgart den Titel im württembergischen Verbandspokal. Diese Nachricht geriet jedoch etwas zur Randnotiz, da der Trainer Markus Weiß bekannt gab, dass er den Verein nach zwei Jahren verlässt und in der nächsten Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Für die Verantwortlichen in Abteilung und

 Verein sind die Pläne des Trainers hingegen keine Neuigkeit: „Ich habe ihnen schon vor längerer Zeit gesagt, dass am Saisonende für mich Schluss ist, so dass sie schon die Gelegenheit hatten, sich nach einem Nachfolger umzuschauen“, sagte Markus Weiß.

Dass der 33-jährige A-Lizenz-Inhaber, der vor zwei Jahren vom MTV Ludwigsburg zum SV Fellbach gewechselt war, nach dem Meistertitel im Vorjahr und dem vierten Rang nun einen Schlussstrich zieht, habe keine sportlichen Gründe, betonte Markus Weiß, vielmehr seien es private: „Der Entschluss ist bei mir schon länger gereift, weil ich durch eine berufliche Veränderung und dieses zeitintensive Projekt hier in den vergangenen zwei Jahren viel zu selten zu Hause war. Ich werde jetzt ganz klar der Familie den Vorrang einräumen und vorläufig keine Funktion mehr im Volleyball bekleiden.“ Allerdings kann er sich gut vorstellen, dem SV Fellbach auch in Zukunft zumindest in beratender Tätigkeit zur Verfügung zu stehen. Bei seinem Abschied nach zwei überwiegend erfolgreichen Spielzeiten machte ihm seine Mannschaft in Form des Pokalsiegs noch einmal ein schönes Geschenk. Ein Leckerbissen für die Zuschauer war das Aufeinandertreffen der beiden bisherigen Ligarivalen allerdings nicht: „Ich würde das Gesehene fast schon als Not gegen Elend bezeichnen wollen, aber unser Sieg geht absolut in Ordnung“, sagte Markus Weiß. Dabei war es nicht etwa fehlende Motivation (immerhin hatten die Fellbacher die Punktspiele mit 0:3 und 2:3 verloren), sondern vielmehr ein Mangel an Personal, der sowohl beim SV Fellbach als auch bei den Vaihingern kein besonders sehenswertes Spiel aufkommen ließ. „Was mir gefallen hat, war, dass wir uns immer wieder zurückgekämpft haben, nachdem wir in allen drei Sätzen zwischenzeitlich hintenlagen“, sagte Markus Weiß, der dem Letten Valters Lagzdins noch einmal ein Sonderlob ausstellte. Mit ihrem Sieg haben sich die Fellbacher auch für den Regionalpokal qualifiziert. Im Oktober wird sich dann gegen den badischen Titelträger entscheiden, welches baden-württembergische Team in den nationalen Pokalwettbewerb einzieht. SV Fellbach: Köder, Nadale, Hanenberg, Jalowietzki, Klass, Lagzdins, Koch, Leipert, Welsch, Bura, Filo, Mättig

Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung


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