Einbruch nach den besten Sätzen der Saison

Volleyball Der SV Fellbach führt bei den Volleys Eltmann mit 2:0, verliert die Partie dann aber noch mit 2:3. Harald Landwehr


07.12.2015

Die Volleyballer in Deutschland müssen hin und wieder besonders kreativ sein, um mit ihrer Sportart gegenüber dem Fußball und anderen Konkurrenten zusätzliche Aufmerksamkeit zu erhaschen. Der Zweitligist Volleys Eltmann hat sich deshalb besonders eng an die Seite seines Hauptsponsors, eines Zulieferers der Auto- und der Luftfahrtindustrie, gestellt und bewirbt seine Saison unter dem Motto „Take Off“ mit Fachbegriffen aus der Flugzeugsprache: Die Fans wurden dadurch zu „Passagieren“, der Spielplan ist der „Flugplan“ – und die heimische Sporthalle wurde kurzerhand zum „Hangar“ gekürt. In diesem Hangar ist es dem SV Fellbach am Samstagabend zumindest zwei Sätze lang gelungen, den heimischen Düsenjet vor knapp 450 Zuschauern am Abheben zu hindern. Als die Unterfranken dann aber doch noch einen überraschenden Zusatzantrieb zündeten, musste sich der amtierende Meister nach einer 2:0-Satzführung noch mit einer 2:3-Niederlage (25:15, 25:15, 19:25, 18:25, 11:15) auf die Heimreise machen und die Tabellenführung an die L.E. Volleys aus Leipzig abgeben.

„Der Spielverlauf ist unserer angespannten Personalsituation geschuldet. Wir haben die beiden besten Sätze der Saison gespielt, dann ist uns aber die Kraft ausgegangen“, sagte der Fellbacher Trai- ner Markus Weiß nach der Niederlage im Spitzenspiel beim Tabellenvierten. Trotz des Fehlens von Valters Lagzdins, des kurzfristigen Ausfalls von Valentino Nadale (Fieber) und obwohl in Patrick Köder, Florian Sellner und Jonas Hanenberg ein Trio angeschlagen ins Spiel ging, dominierten die Gäste die ersten beiden Durchgänge klar. 

Das Ende der Serie der Volleys Eltmann nach bis dahin sechs Heimsiegen in dieser Saison schien nach gut 40 Spielminuten schon beschlossene Sache zu sein. Dann überraschte Jozef Janosik seinen Trainerkollegen Markus Weiß jedoch gleich doppelt. Zum einen brachte er seinen slowakischen Landsmann Rudolf Dedic ins Spiel, zum zweiten tauchte im Rumänen Mircea Peta, eigentlich der zweite Zuspieler der Unterfranken, plötzlich ein nicht einkalkulierter Diagonalspieler auf. „Die personellen Umstellungen haben uns aus dem Konzept gebracht. Zudem haben bei uns die Kraft und die Konzentration nachgelassen, und wir haben deutlich mehr Eigenfehler gemacht“, sagte der Fellbacher Coach. 

In der Konsequenz drehte die „Kabinen-Crew“ der Gastgeber sehr zur Freude ihrer lautstarken ein- heimischen „Passagiere“ ein schon verloren geglaubtes Spiel in einen 3:2-Sieg um. In der Tabelle ist das Spitzenquartett damit bis auf vier Punkte Abstand zusammengerückt. Markus Weiß’ Team ist damit vorläufig auf Platz zwei zurückgefallen, mit einem Spiel Rückstand gegenüber den Leipzigern kann es aber trotzdem die Herbstmeisterschaft noch klarmachen. Der Trainer glaubt an ein spannendes Meisterschaftsrennen bis zum Schluss: „Ich denke nicht, dass am Ende der Saison einer dieser vier tatsächlich den Sprung in die erste Liga wagt ich glaube aber, dass alle vier Meister werden wollen und können.“ Auf die Fellbacher warten vor der Weihnachtspause nun noch zwei Heimpartien: Am Samstag (20 Uhr) gegen den ASV Dachau und eine Woche später dann das erste Rückrundenspiel gegen den TSV G. A. Stuttgart. „Wenn sich unsere Personalsituation entspannt hat und wir auf die komplette Breite des Kaders zurückgreifen können, dann werden wir ein gewichtiges Wort im Rennen um Platz eins mitreden“, sagte Markus Weiß. SV Fellbach: Sellner, Klaue, Mattig, Hanenberg, Köder, Winter, Klass, Tomic, Howe, Koch, Harms.

Harald Landwehr Fellbacher Zeitung


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