Eine Widerstandsgruppe tritt anders auf

Die Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach zeigt ihre schlechteste Saisonleistung und verliert bei der TGM Mainz-Gonsenheim folgerichtig mit 0:3. Diego Ronconi: 'Wir waren nicht in der Lage, etwas zu investieren.'


15.01.2013

Das Hinspiel Ende September hatten die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach noch mit 3:0 für sich entschieden. Im Rückspiel hat die TGM Mainz-Gonsenheim an diesem Sonntag mit einem 3:0-Erfolg gekontert. Dreieinhalb Monate trennen die beiden Treffen. Zeit genug offenbar für ausgeprägte Veränderungen. Denn die Aufsteiger verbindet jetzt im Januar viel weniger als im September des vergangenen Jahres. Dieses 3:0 ist ein ganz anderes als das 3:0 am zweiten Spieltag. Dieses 3:0 ist dazu angetan, dem Trainer des Verlierers Sorgen zu bereiten.

Im Herbst waren sich die Volleyballer des Gastgebers SV Fellbach und der TGM Mainz-Gonsenheim auf Augenhöhe begegnet. Die Mannschaft des Trainers Diego Ronconi konnte sich in den ersten beiden Sätzen nur knapp durchsetzen und dann im dritten Abschnitt noch absetzen. Die Fellbacher waren an jenem Tag dank einer beherzten Vorstellung vor allem in den entscheidenden Momenten besser. Der Gastgeber TGM Mainz-Gonsenheim dagegen hat sich nun beim Wiedersehen im Winter bald ab- und ziemlich problemlos durchgesetzt. Die Mainzer sind gestern gar nie nennenswert in Schwierigkeiten geraten. Sie waren bei diesem 3:0 (25:15, 25:21, 25:22) in allen Belangen besser als die Gäste aus Fellbach, die erst im dritten Durchgang überhaupt mal in Reichweite des Gegners kamen. 'Der dritte Satz war ordentlich', sagte Diego Ronconi auf dem Heimweg. Nur der dritte Satz.

Erklärungsbedarf: Der Fellbacher Trainer Diego Ronconi im Gespräch mit Markus Hainich (rechts: Patrick Köder). Foto: Patricia Sigerist

Im Gesamten ging der erste Auftritt des Jahres ordentlich daneben. 'Das war unsere mit Abstand schlechteste Saisonleistung', sagte der Fellbacher Trainer. Bedingt auch durch personelle Einschränkungen. So konnte der 27-jährige Daniel Wolfram, bis dahin der beste Blocker des Aufsteigers, wegen einer Magen-Darm-Erkrankung gar nicht mitfahren nach Mainz. Lars Lückemeier, 18 und bei guter Gesund heit schon ganz und gar unverzichtbar, hat nach einer famosen Hinserie mit einer Schulterverletzung zu kämpfen. Und Jonas Hanenberg, 23, musste dieser Tage erst noch eine Bänderdehnung am rechten Sprungge lenk überstehen, die er sich beim teaminternen Fußballspiel zugezogen hatte. Er kam gestern - wie Lars Lückemeier - erst im dritten Satz (für Markus Hainich) aufs Spielfeld und hatte gleich starke Szenen.

Ansonsten allerdings überwogen bei den Gästen an der Weserstraße in Mainz die Schwächen. Die Reisegruppe laborierte dabei auch an Problemen, die mit dem Personalstand nicht direkt in Zusammenhang stehen. Die Reisegruppe gab am Sonntagnachmittag zum Beispiel keine Widerstandsgruppe ab. Eine Widerstandsgruppe tritt anders auf. 'Die Mannschaft ist atmosphärisch total eingebrochen', sagte Diego Ronconi: 'Wir waren nicht in der Lage, etwas zu investieren.' Kaum zog der gar nicht so übermächtige Konkurrent ein wenig an, wie etwa beim Stand von 12:12 im ersten Satz, ließ man ihn gewähren: Ein paar Ballwechsel später führten die Mainzer Männer mit 18:12. 'Wir können in der zweiten Bundesliga gewinnen. Aber dahinter steckt viel Arbeit', sagte Diego Ronconi: 'Manche Spieler haben wohl vergessen, wie wir in der Hinrunde die Spiele gewonnen haben.'

Und das waren ja immerhin sechs Spiele. Die Volleyballer des SV Fellbach haben nun aber rund um die Weihnachtspause auch schon drei Niederlagen am Stück angesammelt. Das ist - mit jetzt 12:16 Punkten - noch zu verschmerzen. Wenn sie sich allerdings so präsentieren wie gestern in Mainz, wird diese Serie am kommenden Samstag (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) gegen den Tabellensechsten TuS Durmersheim unbedingt ihre Fortsetzung finden - und eher kein weiterer Sieg mehr hinzukommen in der laufenden Zweitliga-Saison. SV Fellbach: Klass, Nadale, Abele, Stanimirovic, Oefner, Hainich, Köder, Hanenberg, Lückemeier, Strohbücker, Peéry, Lepthin.

Quelle: Artikel aus der Fellbacher Zeitung von Thomas Rennet.


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