Einseitiges Geschehen ohne Aufreger

Die Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach unterliegt bei der FT Freiburg mit 0:3 und spürt die Umstellungen. Der Hauptangreifer Valters Lagzdins fehlt, auch deshalb, weil er unpräzise Spielsituationen erfolgreich abschließen kann.


26.02.2018

Diesmal nicht Libero, sondern Außenangreifer: Sebastian Mättig Foto: Patricia Sigerist

Mit einer klaren 0:3-Niederlage (20:25, 24:26, 18:25) im Gepäck mussten die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach am Samstagabend die Heimreise aus Freiburg antreten. Bei der deutlichen Pleite im Südbadischen war den Fellbacher Gästen um den Außenangreifer Sebastian Mättig nur phasenweise Erhellendes eingefallen. „Wir waren nur im ersten Satz am Anfang und im zweiten Abschnitt bis gegen Ende im Spiel“, sagte Sebastian Mättig: „Leider haben wir aber immer wieder den Faden verloren.“ So ergab sich eine oftmals recht einseitige Begegnung im Breisgau. Einseitig in der Form, dass in der Regel die Hausherren den Ton angaben. Der Fellbacher Zweitliga-Verbund rannte oft, zu oft hinterher und konnte so die Volleyballer der Freien Turnerschaft aus Freiburg nicht dauerhaft gefährden. Sebastian Mättigs Fazit: „In Summe war das einfach zu wenig von uns.“

Vor dem Kräftemessen im Badischen hatten viele an ein spannendes und emotional aufgeladenes Duell geglaubt, eines mit Derbycharakter. So wie im Hinspiel, als die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach knapp mit 3:2 gewonnen hatten, das eine oder andere Wortgefecht über das Spielfeld geschwappt und das Schiedsgericht drei Verwarnungen ausgesprochen hatte. Am Samstagabend war von aufgeheizter Stimmung jedoch wenig zu spüren. Zu einseitig gestaltete sich das Geschehen auf dem Volleyballfeld. „Es ging ruhig zu“, sagte Sebastian Mättig: „Das Spiel war irgendwie auch zu klar, als dass sich Aufreger hätten ergeben können.“

Wobei sich die Gäste zu Beginn der Partie durchaus als ebenbürtiger Gegner erwiesen. Aber als SVF-Trainer Thiago Welter beim Stand von 9:10 die erste Auszeit nahm, konnte er bereits erkennen, dass seine Formation mehr und mehr die Kontrolle über das Geschehen verlor. Die Hausherren um den Trainer Jakob Schönhagen waren im ersten Satz zusehends die Besseren, „und wir hatten keinen Zugriff mehr“ (Sebastian Mättig). Deutlich hoffnungsvoller durfte die Gäste dann zunächst der zweite Durchgang stimmen. Sie starteten gut, schoben sich mit 16:11 nach vorne und hatten den 1:1-Satzausgleich in Sichtweite. Aber nur in Sichtweite, und die Chance wurde vertan. „Wenn wir den zweiten Abschnitt gewonnen hätten, wäre wohl mehr möglich gewesen“, sagte Sebastian Mättig. „Aber dann haben wir kollektiv nicht mehr viel Positives gebracht.“ Nichts ging mehr bei der SVF-Vertretung. So schlossen die Hausherren zunächst auf und sicherten sich schließlich den zweiten Durchgang.

Gleichbedeutend mit der Vorentscheidung am Samstagabend. Denn anschließend waren die Fellbacher endgültig nicht mehr in der Lage, mit den Freiburgern Schritt zu halten. Nach den aus Fellbacher Sicht enttäuschenden 77 Minuten Spielzeit fand Sebastian Mättig dann noch einige erklärende Worte: „Wir haben heute nicht in der gewohnten Aufstellung spielen können. Man merkt, wenn gewisse Automatismen unter Wettkampfbedingungen nicht eingespielt sind.“ So agierte Sebastian Mättig am Samstagabend auf der Außenposition, den Liberoposten übernahm in Alleinverantwortung Daniel Schön. Und die Gäste vermissen ihren etatmäßigen Diagonalangreifer Valters Lagzdins, ganz besonders in Begegnungen wie jenen in Freiburg. Der 28-Jährige ist einer, der auch unpräzise Spielsituationen zu einem erfolgreichen Abschluss nutzen kann, der von Zeit zu Zeit über schwächere Phasen im Mannschaftsspiel hinweghilft. Doch Valters Lagzdins fehlte am Samstagabend in Freiburg. Und er wird wegen einer Verletzung im linken Knie auch noch bis zum Saisonende fehlen. SV Fellbach: Köder, Jalowietzki, Tomic, Nadale, Filo, Klaue, Koch, Mättig, Pfeffer, Harms, Schön, Leipert.

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung


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