Erinnerungen an Erstliga-Zeiten

Zweimal Gastgeber: Der SV Fellbach erwartet am Samstagabend in der zweiten Bundesliga das Team vom ASV Dachau und am Sonntagnachmittag die VYS Friedrichshafen.


01.02.2013

Der SV Fellbach gegen den ASV Dachau: Vor rund 15 Jahren war das mal ein Erstliga-Vergleich mit Namen, die in der Branche ausnehmend gut klangen. Michael Dornheim, Holger Werner oder Paul Duerden auf der einen Seite, Sandor Kantor, Matthias Häberlein oder Frank Reimann auf der anderen. Längst vorbei die Profizeiten. Beide Vereine haben krachend und mit finanziellen Folgen Abschied nehmen müs sen vom bezahlten Sport. Jetzt gehört der eine wie der andere unter ganz anderen Begleitumständen der zweiten Bundesliga an: Es ist nun eher - intensive - Freizeitgestaltung. Am Samstagabend (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) kommen die Volleyballer des ASV Dachau nach Fellbach, und die Gastgeber müssen schauen, dass sie auch nächste Saison zu dem erinnerungsreichen Schlagabtausch mit dem baye rischen Gegner antreten dürfen. Ein Sieg am Samstag wäre dafür sehr hilfreich. Ein Sieg im zweiten Heimspiel des Wochenendes am Sonntag (15 Uhr, Gäuäckerhalle I) gegen die VYS Friedrichshafen ist wohl unumgänglich, will der Aufsteiger nach einer starken Hinrunde nicht doch noch als Absteiger enden.

Ein Blick zurück: Sandor Kantor vom ASV Dachau langt in Fellbach hin. Foto: Archiv

Während der SV Fellbach den Anschluss nach unten nicht mehr vermeiden kann, hat der ASV Dachau den Anschluss nach oben verloren. Nach der 1:3-Niederlage gegen den b(l)ockstarken Tabellenzweiten L. E. Volleys hat der Verbund um den versierten Spielmacher Lucian Jachowicz, im Sommer 2012 mit Dachauer und anderen Gefährten vom Universitätsstandort München deutscher Hochschulmeister, in der zweiten Liga keine Titelchance mehr. Der Mangel an Perspektive beim Gegner kann generell eine Chance für das nominell unterlegene Team sein. Dafür muss das nominell unterlegene Team aber am oberen Rand seiner Möglichkeiten spielen. Und das ist den seit Dezember fünfmal in Folge sieglosen Fellbachern zuletzt nicht mehr gelungen. Sie haben nicht anhaltend schlecht gespielt, zuweilen sogar gut, nie aber anhaltend gut. Und das hat eben nicht mehr gereicht für einen Erfolg in der zweiten Bundesliga. 'Grundsätzlich ist in solch einem Spiel wie am Samstag gegen den ASV Dachau etwas möglich', sagt der Fellbacher Trainer Diego Ronconi. 'Das hängt aber davon ab, wie wir spielen. Die Gäste werden uns nichts schenken.'

Der SV Fellbach wiederum hängt sehr von seiner Personalsituation ab. Anhaltend gut gespielt hat der Aufsteiger bis dahin nur in der Hinserie. Nur mit Lars Lückemeier. Auch der 18-Jährige war ja nicht in jeder Begegnung anhaltend gut. Aber oft genug, um an sechs Siegen Anteil zu nehmen. Seit einigen Wochen muss er wegen seiner Schulterprobleme pausieren. Ohne den Hochbegabten hat der SV Fellbach nicht mehr gewonnen. Ob der junge Außenangreifer auf die Schnelle zurückkehren kann, ist fraglich. Sicher wird er auf die Schnelle - wie der erkrankte Jonas Hanenberg - nicht in Bestform auflaufen können.

Diego Ronconi darf in der Not wieder auf Alexander Haas hoffen, vor sechs Tagen bei der 1:3-Niederlage gegen den TSV Grafing einer der Auffälligsten. Der ehemalige Erstliga-Angreifer, seit dem vergangenen Sonntag Vater des Töchterchens Emma, will am Wochenende dabei sein - wenn es irgendwie geht. Der 30-Jährige muss - wenn es irgend wie geht - ebenso wie seine Gefährten dann aber auch die Kräfte geschickt einteilen, um nicht die Aussichten am Sonntag zu trüben. Die VYS Friedrichshafen haben zwar erst eine Partie für sich entschieden, sie haben aber lauter Lars Lückemeiers in ihren Reihen. Ähnlich talentiert wie der Fellbacher Junior, nur eben noch etwas jünger: 17 im Schnitt. Dafür können sie gar nicht absteigen, weil sie außer Konkurrenz mitmischen.

Die zweimaligen Gastgeber des Wochenendes müssen dem Abstieg erst noch entrinnen. Sie sollten dafür rasch etwas tun. Andernfalls kann es passieren, dass in der nächsten Saison ganz andere Gäste in der Gäuäckerhalle I auftauchen werden. Keine Volleyballer mehr aus der zweiten Liga. Aus Dachau: zum erinnerungsreichen Vergleich.

Quelle: Artikel aus der Fellbacher Zeitung von Thomas Rennet.


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