Erster in der zweiten Bundesliga

Meisterlich: Der SV Fellbach bezwingt den SV Schwaig mit 3:0 und die VYS Friedrichshafen mit 3:1.


09.03.2015

Valters Lagzdins ( links) lässt dem Schwaiger Tim Rosenow keine Chance. Foto: Holger Strehlow

 

Anstrengend war das Wochenende für die Volleyballer des SV Fellbach. Und angenehm. Erst setzte sich die Zweitliga-Mannschaft um den Trainer Diego Ronconi am Samstagabend daheim mit 3:0 (25:19, 32:30, 25:20) gegen den SV Schwaig durch und bei der Gelegenheit schon an die Tabellenspitze. Dann setzte sie nach und am Sonntagnachmittag den VYS Friedrichshafen zu. Mit dem 3:1-Erfolg (25:21, 21:25, 25:16, 25:17) am Bodensee haben die Fellbacher die soeben erst erworbene Tabellenführung direkt mal ausgebaut.
Der dritte Durchgang gegen den SV Schwaig war für die Volleyballer des SV Fellbach so etwas wie die Kür nach dem spät eroberten zweiten Satz. Mal gelang dem Kapitän Marvin Klass eine famose Abwehraktion, und Tim Kreuzer pritschte die vor dem Bodenkontakt bewahrte Murmel offenbar unkontrollierbar ins gegnerische Feld. Mal drosch der Fellbacher Spieler mit der Nummer 3 dem Schwaiger Spieler mit der Nummer 3 den Ball in besorgniserregendem Tempo auf den Körper; Valters Lagzdins, keine Bange, hat den wackeren Tim Rosenow nicht beschädigt, aber halt doch und immer wieder die Verteidigung der Gäste. Und kurz vor Schluss enttarnte Valentino Nadale eine List des Schwaiger Zuspielers Mirko Schneider, weshalb dem die eigene List prompt um die Ohren flog.
Der SV Fellbach war in diesem dritten Abschnitt wie schon im ersten weithin überlegen. Dennoch war der Sieg am Samstagabend gegen die Schlagmänner aus dem Frankenland nicht ungefährdet, weil die sich nach mäßigem Start Vorteile erarbeitet hatten. 'Normalerweise müssen wir den zweiten Satz gewinnen', sagte Anto Juric, der Trainer des SV Schwaig. Der zu diesem Zeitpunkt noch Tabellenfünfte lag mit 24:21 vorn; er war in diesem zweiten Satz fast am Ziel, aber er kam doch nie ans Ziel.
Für die Fellbacher Volleyballer ist in heimischer Halle ein Rückstand halt nur ein vorübergehender Zustand. Am Samstagabend befreiten sie sich vor den 315 Zuschauern in der Gäuäckerhalle I zum wiederholten Male in dieser Saison aus einer misslichen Lage und waren danach auch in ihrem neunten Heimspiel nicht mehr zu stoppen. Es war eine Mischung aus Glück, Geschick und dem Glauben an die Wende. 'Wir wissen auch wenn wir zurückliegen: Der Satz ist noch nicht zu Ende', sagte Diego Ronconi. Zu Ende ist er erst mit dem letzten Punkt. Der letzte Punkt im zweiten Abschnitt war Tim Kreuzer und Valentino Nadale per Block vorbehalten. Es war der Punkt zum 32:30. 'Der SV Fellbach war unglaublich stabil in Abwehr und Ballannahme, hat zudem sehr gut aufgeschlagen', sagte Anto Juric: 'Wenn du hier verlierst, ist das kein Beinbruch.' Fand auch Mirko Schneider. 'Die Fellbacher haben komplett ein super Spiel gemacht', sagte der 20-jährige Passgeber, der in Bad Cannstatt wohnt wie auch - als Beachvolleyballer - trainiert und am Samstag zum Besten seines fränkischen Hallenteams gekürt wurde. Aber die Besseren waren auf der anderen Seite des Netzes: Marvin Klass zum Beispiel. Oder der Hauptangreifer Valters Lagzdins, der erneut - zum siebten Mal bereits in der laufenden Zweitliga-Saison - die Auszeichnung als wertvollster Fellbacher Akteur erhielt.
Am Sonntag bekam der 26-Jährige für seine 20 Volltreffer in der Arena in Friedrichshafen den Preis gleich noch zum achten Mal überreicht. Die Gäste gaben freilich im Gesamten wieder eine starke Vorstellung - in der Besetzung des Vorabends. Mit dem immens präzisen Zuspieler Patrick Köder, mit dem Kapitän Marvin Klass, mit Tim Kreuzer, mit Valentino Nadale, mit Sebastian Mättig - und mit dem Jüngsten: Florian Sellner. Der 19-Jährige war gegen die Bundesstützpunkt-Talente vom Bodensee 'überragend', wie Diego Ronconi fand. 'Die sieben haben gespielt wie aus einem Guss', sagte der Fellbacher Trainer: 'Wir hatten den Gegner mit Ausnahme des zweiten Durchgangs im Griff.' Und bis auf Weiteres hat das Team - als Tabellenführer - jetzt tatsächlich die gesamte Liga im Griff. 'Wir haben uns eine sehr gute Position erarbeitet', sagte Diego Ronconi am Ende eines ebenso anstrengenden wie angenehmen Wochenendes für ihn und die SVF-Spieler. SV Fellbach: Lagzdins, Klass, Köder, Kreuzer, Nadale, Sellner, Mättig, Winter, Bergmann, Klaue, Koch, Hanenberg, Heermann, Peéry.

 

Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


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