Erstligareifes Spitzenspiel

Können, Konstanz, Klasse: Der Tabellenführer SV Fellbach gewinnt in der zweiten Bundesliga beim bis dahin hartnäckigsten Verfolger TV/DJK Hammelburg mit 3:1. von Uwe Abel Foto Patrizia Sigerist


15.02.2016

Fingerzeig: Der Trainer Markus Weiß weist dem SVF den Weg zum Sieg. Foto: Patricia Sigerist

Zu einem sogenannten Spitzenspiel der zweiten Bundesliga sind die Volleyballer des SV Fellbach am Samstagabend zur TV/DJK Hammelburg gereist. Sie mussten sich als Tabellenführer beim bis dahin – ersten direkten Verfolger beweisen. Der Nachweis, dass der SVF im Klassement zu Recht ganz oben steht, gelang. Mit 3:1 (23:25, 25:17, 25:18, 25:18) konnten sich die Fellbacher durchsetzen.

Wer kennt das nicht? Große Erwartungen bergen die Gefahr von großen Enttäuschungen. Oft gesehen in allerlei Sportarten, wenn die ganz vorne platzierten Mannschaften der Liga aufeinandertreffen. Dann werden Ausnahmeleistungen erwartet. Genau im Duell mit einem Gegner auf Augenhöhe soll Außergewöhnliches passieren. Im Vorfeld wird meistens die Spannung immer höher gesteigert. Die Konkurrenten treiben sich gegenseitig an, es wird ein besonderes Spiel mit besonderen Momenten erwartet. Doch oftmals folgt dann nicht zuletzt aufgrund des selbst auferlegten Drucks eine eher zerfahrene und nicht unbedingt ansehnliche Partie. Am Samstagabend in Hammelburg hätte man etwas Ähnliches erwarten können. Die Hausherren sprachen vorab davon, dass ihr „Adrenalinpegel Rekordhöhen erreicht“ und dass es ein „Blockbuster- Wochenende“ geben wird. Gegen die SVF-Volleyballer die sich selbst den Namen „Rotes Rudel“ gegeben haben wollten sie auf „Wolfsjagd“ gehen. Und was wurde daraus? „Es war ein Spiel, das die Bezeichnung Spitzenspiel verdient hat“, sagte der Fellbacher Trainer Markus Weiß. „Ich habe tollen Aktionen auf beiden Seiten gesehen.“ So kamen die mehr als 600 Zuschauer tatsächlich auf ihre Kosten. Und Markus Weiß geriet nicht nur wegen der spielerischen Darbietung, sondern auch wegen des Drumherums ins Schwärmen: „Es gab eine Lasershow, es war eine irre Stimmung in der Halle. Das war erstligareif.“ Und wo der Coach des SVF schon so gut in Stimmung war, da wollte er gleich weiterloben: „Die Hammelburger haben klasse gespielt und uns alles abverlangt.“ So mussten die Fellbacher im ersten Satz am Ende klein beigeben, und auch in den Folgedurchgän- gen war das Spiel entgegen der deutlichen Satzergebnisse keineswegs eine einseitige Angelegenheit zu Gunsten der SVF-Volleyballer. „Es waren Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten“, sagte Markus Weiß. „Etwa im vierten Satz, als die Hammelburger vom 18:18 an plötzlich nicht mehr präzise waren und ihre Angriffe nicht mehr sauber zu Ende gespielt haben.“ Oder anders ausgedrückt: Die Fellbacher zeigten in den wichtigen Phasen des Spiels ihr Können. Ihre Konstanz. Ihre Klasse. Sie hielten ihr Niveau und fabrizierten keine Aussetzer.

So gewannen die SVF-Volleyballer verdient das Spitzenspiel in Hammelburg. Ein Spitzenspiel, das hielt, was man sich von ihm versprechen durfte. SV Fellbach: Klaue, Köder, Mättig, Klass, Harms, Winter, Tomic, Nadale, Howe, Hanenberg, Sellner, Koch, Lückemeier.

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung    Foto Patrizia Sigerist

 


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