Es gibt noch viel Arbeit für den Titelfavoriten

Der Aufstiegsanwärter SV Fellbach startet mit einer überraschenden 0:3-Derbyniederlage beim TSV G.A. Stuttgart in die neue Zweitligasaison. Der Trainer Markus Weiß ist enttäuscht, aber nicht überrascht.


19.09.2016

Foto: Tom Bloch

Das schwäbische Derby zum Saisonauftakt in der Zweiten Volleyball-Bundesliga der Männer ist mit dem in der Höhe erwartet klaren 3:0-Sieg geendet. Jubeln durften nach einer Spielzeit von 75 Minuten allerdings nicht die Gäste vom SV Fellbach, die als haushoher Favorit in dieses Nachbarschaftsduell gestartet waren, sondern der Gastgeber TSV G.A. Stuttgart. Die Vaihinger, die in der vergangenen Saison abgestiegen waren und erst aufgrund des Verzichts der VSG Coburg/Grub wieder ihren Platz in der Liga erhalten hatten, überraschten den Meister der vergangenen beide Jahre mit den Satzergebnissen von 25:21, 25:23 und erneut 25:21.

„Ich bin enttäuscht vom Spielverlauf, aber insgesamt überrascht mich das Ergebnis gar nicht so sehr, weil ich wusste, dass der Gegner um jeden Meter Boden kämpfen würde und dass wir selbst noch einige Anlaufschwierigkeiten haben würden“, resümierte der SVF-Trainer Markus Weiß.

Seine Mannschaft musste das Derby in der Hegelsporthalle ohne zwei Führungsspieler bestreiten: Der Beach-Profi Yannick Harms war an diesem Wochenende bei einem internationalen Turnier in Barcelona am Start und wird erst langsam wieder an die Halle gewöhnt werden. Der Fellbacher Kapitän Marvin Klass nahm zwar auf der Bank neben seinen Kollegen Platz, allerdings in Zivilkleidung. Er wird nach seinem Anfang des Monats erlittenen Leistenbruch noch bis etwa Anfang November fehlen. Von den vier Neuzugängen kamen lediglich Jan Jalowietzki und der Slowake Tibor Filo zum Einsatz. Johannes Leipert und Christian Bura, der vom Nachbarn und gestrigen Gegner unter den Kappelberg gewechselt war, erhielten zum Saisonauftakt keine Spielzeit: „Man hat bei Jan und Tibor gesehen, dass da noch viel Abstimmung mit den Mitspielern fehlt.

Das wird noch ein paar Wochen dauern, bis das zu 100 Prozent passt, aber ich mache mir da keine Sorgen“, sagte Markus Weiß.

Den Hauptgrund dafür, dass das Derby zwar recht einseitig verlief, jedoch nicht mit der von den meisten Zuschauern erwarteten, dominierenden Mannschaft, hatte der Fellbacher Coach nach Spielende schnell ausgemacht: „Die Allianz hat uns mit einem guten Aufschlagspiel sehr unter Druck gesetzt, darauf haben wir eigentlich nie eine Antwort gefunden“, sagte Markus Weiß. Gestützt auf den nach dem Spiel zum wertvollsten Akteur gewählten Neuzugang Alexander Benz, der allein drei Aufschläge als Ass verwandelte, zeigten die Gastgeber ein weitgehend fehlerloses Spiel und kämpften sich auch in den Sätzen zwei und drei wieder ins Match zurück, als die Fellbacher jeweils gegen Mitte des Durchgangs schon mit drei Punkten Differenz in Führung gelegen hatten. Ein allzu großer Rückschlag auf dem Weg zum Saisonziel dritter Meistertitel in Folge und Aufstieg in die Erste Bundesliga wird diese unerwartete Niederlage nicht sein – davon ist Markus Weiß überzeugt. Allerdings sind sich der Coach und sein Team jetzt noch mehr bewusst, dass in den kommenden Wochen noch viel Arbeit auf sie wartet, ehe ein erneuter Titelanwärter fertig geformt ist. Bis zum nächsten Punktspiel am 1. Oktober zuhause gegen die TG Rüsselsheim II, gibt es für die Fellbacher noch zwei Testmöglichkeiten, um an der Abstimmung zu feilen: Am nächsten Wochenende bei einem gut besetzten internationalen Turnier in Straßburg und schließlich am 28. September im Freundschaftsspiel gegen den Drittligisten SSC Karlsruhe, bei dem der ehemalige Fellbacher Meistermacher Diego Ronconi seit einem Jahr als Übungsleiter das Sagen hat. SV Fellbach: Hanenberg, Jalowietzki, Lagdzins, Mättig, Nadale, Leipert, Köder, Winter, Bura, Filo, Tomic, Koch.

Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung


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