Feine Zuspiele und krachende Schmetterbälle

Die Männer des SV Fellbach gewinnen am Samstagabend in der zweiten Bundesliga gegen die Gäste der FT Freiburg mit 3:2 und können sich dabei auf bewährte Kräfte verlassen.


20.11.2017

Foto: Maximilian Hamm

Der finale Punkt war dem besten Spieler am Samstagabend vorbehalten: Mit einem krachenden Schmetterball sicherte Valters Lagzdins den Volleyballern des SV Fellbach nach gut zwei Stunden Spielzeit den 3:2-Sieg (25:21, 25:17, 22:25, 28:30, 15:11) gegen die Gäste der FT Freiburg. Zunächst schien es so, als könnten die Gastgeber diese Begegnung in der zweiten Bundesliga in nur drei Sätzen für sich entscheiden. Doch die Mannschaft aus Freiburg um den 17-jährigen Tom Kaufhold, der den etatmäßigen Zuspieler Marc Zimmermann in bemerkenswerter Weise vertrat, stemmte sich vehement gegen die Niederlage. Sie wehrte im vierten Durchgang gar einen Matchball ab und verlegte die Entscheidung damit in den fünften Satz. Wenn man es genau nimmt, war es Valters Lagzdins, der das Spiel mit einem Aufschlagfehler beim Stand von 24:23 im vierten Satz in Richtung Verlängerung schickte. Es sollte jedoch die einzige nennenswerte Fehlleistung des ansonsten überragenden Akteurs sein. „Er ist ein Mann mit sehr viel Erfahrung, er hat das gut gemacht“, sagte der Fellbacher Trainer Thiago Welter.

Gut gemacht kann in diesem Fall durchaus als Untertreibung verstanden werden. Der 28-jährige Diagonalangreifer war mit seinen Schmetterbällen fast immer erfolgreich, zudem stellte er die Gegner mit seinen Aufschlägen, die nicht minder rasant über das Netz flogen, oftmals vor unlösbare Aufgaben. Die Zuspiele beim SV Fellbach kamen von Patrick Köder, der am Samstag vor den rund 400 Zuschauern in der Gäuäckerhalle I ebenfalls bestens aufgelegt war und seine Mitspieler in Szene setzte. Dazu gehörten auch Jan Jalowietzki, Manuel Harms oder der erfolgreiche Beachvolleyballer Tim Holler. Der jedoch hatte gegen die FT Freiburg einen nicht so guten Tag erwischt, das spürte er und teilte es seinem Trainer schon frühzeitig mit. Gelungene Aktionen wechselten sich häufig mit ungewohnt leichten Fehlern ab. Thiago Welter nahm ihn im dritten Satz vom Feld. Nachdem er etwas betrübt auf der Bank gesessen hatte, kam Tim Holler später zurück, allerdings gemeinsam mit seiner unbeständigen Leistung. Doch an diesem Tag sollte dies die Mannschaft des SV Fellbach nicht entscheidend beeinträchtigen.

Patrick Köder fand sich zu Beginn des finalen Durchgangs ebenfalls inmitten der Reservisten wieder. Das lag aber keinesfalls an seiner Leistung, sondern an seinen Mitspielern, die in ihrer Angriffskraft nachgelassen hatten. Und so überlegte Thiago Welter, die Spielzüge mit Felix Klaue als Zuspieler zu variieren. Der Erfolg gab ihm am Ende recht, und von draußen jubelte auch Patrick Köder. „Vielleicht haben wir im dritten Satz schon an einen 3:0-Sieg gedacht und deshalb etwas nachgelassen“, sagte der 27-jährige Kapitän, der einst beim TV Oeffingen mit dem Volleyball angefangen hatte. Am Samstagabend glänzte er nicht nur als Zuspieler, sondern war auch als Blocker und Angreifer erfolgreich. In einer besonders auffälligen Szene erreichte er mit einem Hechtsprung einen scheinbar unerreichbaren Ball und bereitete im Anschluss den nächsten Punktgewinn für das Zweitliga-Team des SV Fellbach vor.

Im dritten Satz ließen die Gastgeber ein wenig nach, die Volleyballer der FT Freiburg nutzten ihre Chancen und kamen zurück ins Spiel. „Davor haben wir den Gegner nicht spielen lassen, uns dann aber selbst unter Druck gebracht, als wir die entscheidenden Punkte nicht mehr gemacht haben“, sagte Thiago Welter. Doch ganz am Ende war da ja noch Valters Lagzdins, der beste Spieler an diesem Abend, der die Begegnung mit einem krachenden Schmetterball zugunsten des SV Fellbach beendete.

 

SV Fellbach: Köder, Lagzdins, Holler, Manuel Harms, Mättig, Nadale, Leipert, Klaue, Koch, Jalowietzki, Tomic, Schön, Filo, Pfeffer.

 

Maximilian Hamm   Fellbacher Zeitung 


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