Fortgeschrittene Planungen

Patrick Pfeffer ist der erste Zweitliga-Zugang. Der 22-Jährige trifft zumindest elf Teamgefährten an, die sich an seiner neuen Wirkungsstätte beim SV Fellbach gut auskennen.


14.06.2017

Foto: Patricia Sigerist

Trainingsstart wird im Juli sein, Saisonstart im September. Jonas Hanenberg, der neue Teammanager des Volleyball-Zweitligisten SV Fellbach, ist gerade dabei, all die 1000 Aufgaben zu erledigen, die da vor der nächsten Serie auf zweithöchstem Niveau anstehen. Der 27-Jährige hat noch etwas Zeit für die Vorbereitung, aber an wesentlicher Stelle sind die Planungen weit fortgeschritten. Das Aufgebot ist im Großen und Ganzen – schon seit Jahren – beisammen. So ist Patrick Pfeffer vom Zweitliga-Absteiger TSV G. A. Stuttgart, den Jonas Hanenberg dieser Tage als ersten Zugang bekanntgeben hat, bereits der zwölfte Spieler im Kader für die bevorstehende Runde. Der 22-jährige Blocker trifft zumindest elf Teamgefährten an, die sich ganz gut auskennen beim SV Fellbach. Außer Jan Jalowietzki und Johannes Leipert, die sich im Vorjahr bereits für ein saisonübergreifendes Engagement entschieden hatten, sowie den Beach-Profis Yannick Harms und Philipp Arne Bergmann (wir berichteten) sind das noch: Valters Lagzdins, Patrick Köder, Valentino Nadale, Timo Koch, Sebastian Mättig, Tibor Filo und Tin Tomic. Jonas Hanenberg, bis zum Frühjahr selbst noch Spieler, weiß, woran das liegt: „In der Mannschaft passt es.“

Deshalb stemmen sich auch SVF-Akteure immer wieder aufs Neue – und ohne finanziellen Anreiz – der Konkurrenz in der zweiten Bundesliga entgegen, die lange schon im Berufsleben stehen. Bestes Beispiel dafür ist Valentino Nadale. Er trug bereits in der A-Jugend, in der Bezirksliga, in der Oberliga und in der Regionalliga das Trikot seines Vereins. Jetzt ist er 29 und geht in seine sechste Zweitliga-Saison im Flugzentrum am Netz. „Valentino ist ein Fixpunkt, vom Mannschaftlichen her unglaublich wichtig“, sagt Jonas Hanenberg. Den Arrivierten wie eben Valentino Nadale oder Patrick Köder will der lange Mann hinter der Mannschaft vermehrt junge, entwicklungsfähige Kräfte an die Seite stellen: „Das wird auch ein langfristiges Ziel sein.“ Patrick Pfeffer ist einer, der schon jetzt – wie im Vorjahr Jan Jalowietzki oder Johannes Leipert – unter diese Kategorie fällt. Er hat beim TV Rottenburg angefangen und beim Erstligisten in den hochklassigen Nachwuchsteams gewirbelt, vor dem Wechsel nach Stuttgart auch im zweiten Verbund der Männer. „Ich möchte weiterhin in der zweiten Liga spielen, und der SV Fellbach hat ein cooles Team auf sehr hohem Niveau, von dem man viel lernen kann“, sagt Patrick Pfeffer.

Seine neue Adresse ist eine angesehene in der zweiten Bundesliga. Nach den Meistertiteln 2015 und 2016 hat der SV Fellbach auch die zunächst von einer Verletzungsmisere geprägte, überaus komplizierte vergangene Saison noch auf dem vierten Tabellenplatz abgeschlossen. Die trittfeste Rückkehr aus dem Tal ist nicht geringer einzustufen als die Gipfelpräsenz in den beiden Jahren zuvor. Damit die Klettergemeinschaft des SVF auch künftig eher oben als unten mitspielen kann in der zweiten Liga, will Jonas Hanenberg die Rahmenbedingungen weiter verbessern – und dazu eben die richtigen Leute ins sportliche Gefüge integrieren. Die Trainerfindung nähert sich dem Abschluss. „Wir sind da auf einem guten Weg“, sagt der ehemalige Erstliga-Volleyballer des TV Bühl, als Teenager unter den Talenten am Bundesstützpunkt in Friedrichshafen, der schon auf ein gewachsenes Netzwerk zurückgreifen kann.

All die feinen Querverbindungen in der Fachwelt seiner Sportart können Jonas Hanenberg jetzt und fortan helfen, den einen oder anderen Begabten von einer Zukunft beim SV Fellbach zu überzeugen. Es wird ja auch immer den einen oder anderen geben, der Abschied nimmt. In diesem Frühjahr hat Marvin Klass aufgehört, der herausragende Kapitän. Vorher bereits hat sich Pascal Winter, einer der Jüngeren, zurückgezogen. „Ich kann mich nur für den Einsatz bedanken“, sagt Jonas Hanenberg, der ganz gut überblicken kann, was die beiden in der Freizeit auf sich genommen haben. Der Familienvater, seit 2011 beim SV Fellbach, hat das alles selbst mitgemacht. Jetzt ist er Teammanager und begrüßt den Nachfolger: Patrick Pfeffer übernimmt seinen Platz im Zweitliga-Kader, wenn im Juli das Training beginnt und im September die Saison.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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