Herren 1: Am Ende jubeln tatsächlich noch die Gastgeber

Die Volleyballer des SV Fellbach haben am Samstagabend ihre Ambitionen auf den Meistertitel in der Regionalliga unterstrichen. Vor heimischer Kulisse bezwang die Mannschaft von Trainer Diego Ronconi den davor noch unbesiegten Tabellenführer DJK Aalen nach einem dramatischen Spielverlauf knapp mit 3:2 (25:16, 18:25, 25:23, 21:25, 17:15)


14.11.2011

Von Uwe Abel, aus Fellbacher Zeitung vom 14.11.2011

Die Schlagmänner des SV Fellbach wehren in der Regionalliga schon wieder Matchbälle ab und bezwingen vor 250 Zuschauern den Tabellenführer DJK Aalen nach spektakulären Rettungstaten mit 17:15 im fünften Durchgang.

Die Volleyballer des SV Fellbach haben am Samstagabend ihre Ambitionen auf den Meistertitel in der Regionalliga unterstrichen. Vor heimischer Kulisse bezwang die Mannschaft von Trainer Diego Ronconi den davor noch unbesiegten Tabellenführer DJK Aalen nach einem dramatischen Spielverlauf knapp mit 3:2 (25:16, 18:25, 25:23, 21:25, 17:15).

Um 22.13 Uhr war es am Samstagabend in der Fellbacher Gäuäckerhalle I, als die rund 50 mitgereisten Fans der DJK Aalen von ihren Sitzen aufsprangen. Sie wollten den Sieg ihrer Mannschaft bejubeln, denn gerade flog der Ball bei einer 14:13-Führung im fünften Satz nach einer misslungenen Aufschlagannahme der Fellbacher über den Anschreibertisch in Richtung von DJK-Trainer Frieder Henne. Die Partie war für die Gäste quasi gewonnen - aber nur quasi. Mit einem letzten Kraftakt hechtete der SVF-Spielführer Sasa Stanimirovic dem Ball hinterher. Auf der Seite der Aalener spielte er das blau-gelbe Sportgerät dann kurz vor der Bodenberührung wieder zu den Seinen zurück. Die SVF-Volleyballer waren wie aus dem Nichts wieder im Spiel - konnten tatsächlich zum 14:14 ausgleichen. Wenige Momente später hatten die Gäste dann ihren zweiten Matchball, und wieder riss es beim folgenden Ballwechsel die Anhänger der Aalener von ihren Sitzen. Wieder schien die Partie gewonnen, denn wieder schwächelte die Annahme des SVF. So wurde Fellbachs Angreifer Sergej Henkel vom Block der Aalener abgefangen. Blitzschnell bewegte sich der Ball senkrecht nach unten in Richtung des SVF-Feldes. Aus und vorbei für die Hausherren, so schien es erneut. Doch wie auch immer es gelang, mit vereinten Kräften hielt die Angriffssicherung der Gastgeber den Ball nochmals im Spiel. Mehr noch, die Hausherren schafften tatsächlich den Ausgleich zum 15:15. Um 22:15 Uhr jubelten dann die Anhänger der SVF-Volleyballer. Dieses Mal aber abschließend, denn die Fellbacher hatten kurz zuvor unumstößlich den finalen Satz mit 17:15 gewonnen. "Man hat gesehen, dass es sich lohnt, bis zum Ende zu kämpfen", sagte der Trainer Diego Ronconi. "Wir haben nie aufgegeben und sind dafür belohnt worden."

Dass es am Ende so eng werden sollte, war im ersten Abschnitt nicht abzusehen. Denn die Fellbacher Volleyballer um den Blockspezialisten Valentino Nadale starteten fulminant in die Partie. Den lautstarken 200 Zuschauern (Diego Ronconi: "Das Publikum war sensationell und zweitligareif") wurde eine einseitige Partie geboten, vom Tabellenführer war nichts zu sehen. Doch bereits gegen Ende des ersten Durchgangs schalteten die Fellbacher bei einer 22:11-Führung zurück. Eine schwere Nachlässigkeit. So verschliefen sie selbst den Auftakt im zweiten Satz - gleichzeitig brachten sie damit die Gäste voll ins Spiel. Diego Ronconi dazu: "Unser Ziel muss sein, dass wir nach einem guten ersten Satz danach konsequent weiterspielen." Am Samstagabend taten die SVF-Volleyballer dies eben nicht. Es entwickelte sich dadurch von Ende des ersten Satzes an ein Duell auf Augenhöhe, das die Fellbacher Schlagmänner aber spätestens bei einer 2:1-Satzführung und einem Vorsprung von 8:3 im vierten Abschnitt hätten zu ihren Gunsten entscheiden müssen. Den möglichen 3:1-Sieg verschenkten sie jedoch leichtfertig, am Ende halfen ihnen eine lautstarke Kulisse, großer Kampfgeist und eine gehörige Portion Glück.

SV Fellbach: Stanimirovic, Köder, Peéry, Hesse, Oefner, Walkenhorst, Henkel, Abele, Hanenberg, Nadale, Hainich, Wolfram.


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