Herren 1: Derbysieg im Pokal

Das Regionalliga-Team des SV Fellbach bezwingt im Pokal den vermeintlichen Favoriten TSV G. A. Stuttgart mit 3:1 (23:25, 25:18, 25:20, 25:23).


20.01.2012

Aus der Fellbacher Zeitung, von Thomas Rennet.

Nach zwei vergeblichen Anläufen hat Jonas Hanenberg im dritten Versuch dann doch den Matchball verwandelt. Aber die Freude hielt sich in Grenzen - nicht nur beim stärksten Fellbacher Blocker. Zwar hatte der 22-Jährige eben mit seinen Teamgefährten vom Volleyball-Regionalligisten SV Fellbach in der dritten Runde des württembergischen Pokalwettbewerbs den TSV G. A. Stuttgart mit 3:1 (23:25, 25:18, 25:20, 25:23) besiegt. Doch der an sich höherklassige Gegner war an diesem Mittwochabend nicht wirklich ein Zweitligist. Die Stuttgarter waren mit einer gemischten Formation nach Fellbach gekommen. Einige der Spieler gehören für gewöhnlich gar nicht zur ersten Mannschaft, und einige der Besten waren gar nicht erst dabei in der Gäuäckerhalle I.

So schauten die Verlierer hinterher sehr entspannt aus. Und die Gewinner um Jonas Hanenberg oder den angreifenden Assistenztrainer Sergej Henkel konnten ihren Erfolg nicht recht genießen. In der gegebenen Konstellation war der vermeintliche Außenseiter der klare Favorit gewesen, und für einen klaren Favoriten hatte der Verbund des SVF arg schlecht begonnen. Den ersten Satz mussten die Fellbacher Schlagmänner tatsächlich den Gästen überlassen, obwohl die allenfalls mit einer Serie an Aufschlagfehlern auffällig wurden. Daher blieb dem Trainer Diego Ronconi selbst in dieser Begegnung keine Wahl: Nach diesem ersten Durchgang musste sich Alexander Walkenhorst seiner Trainingsklamotten entledigen. Dabei hatte der Beach-Profi zweieinhalb Stunden zuvor am Olympiastützpunkt in Bad Cannstatt noch mit dem Bundestrainer Jörg Ahmann auf Sand gearbeitet - sehr hart. Der 23-Jährige, der am vergangenen Wochenende bei einem Satellite-Turnier der Beach-Volleyballer im niederländischen Aalsmeer mit seinem angestammten Nebenmann Thomas Kaczmarek den neunten Platz erreicht hatte (wir berichteten), war ziemlich kaputt. Aber das hinderte ihn am Mittwoch nicht daran, das Geschehen zu wenden. "Alex muss nur auf dem Feld stehen. Er hat eine unglaubliche Präsenz", sagte Diego Ronconi. Mit dem 2,06 Meter langen Hauptangreifer war das Spiel für die Gastgeber dann nicht mehr zu verlieren. Jetzt waren sie dem Zweitligisten ohne Zweitliga-Niveau überlegen, souverän waren sie meist aber immer noch nicht. "Wir dürfen dabei nicht vergessen: Für alle außer Jonas und Alex war unser erster Tabellenplatz zu Weihnachten in der Regionalliga bisher der Höhepunkt ihrer Volleyball-Karriere. Da fehlt einfach auch noch die Erfahrung", sagte Diego Ronconi.

An Erfahrung gewinnen Akteure wie der gut aufgelegte Zuspieler Patrick Köder, Daniel Wolfram oder Stephan Peéry auch in einem Pokalspiel wie an diesem Mittwochabend hinzu. "Das war zumindest ein gutes Trainingsspiel", sagte Diego Ronconi. Zur Vorbereitung auf das nächste Ligaspiel am Samstag (19.30 Uhr, Karl-Weiland-Halle) bei der DJK Aalen. Auf der Ostalb will die Mannschaft den jüngsten Negativtrend in der Regionalliga stoppen. Sie hat zuletzt zweimal in Folge den Konkurrenten gratulieren müssen. "Mit diesen Niederlagen haben wir unseren Puffer aufgebraucht", sagte Diego Ronconi. Eine Woche nach der 1:3-Niederlage gegen den VC Offenburg ist es an seinem Team, mal wieder ein Spitzenspiel erfolgreich abzuschließen. Doch vor sechs Tagen war Alexander Walkenhorst noch in Aalsmeer und nicht in Fellbach. In Aalen wird er für den SVF auflaufen - und wohl nicht erst nach dem Eingangssatz.


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