Herren 1: Ein Einbruch beendet die Hoffnungen

Die Regionalliga-Volleyballer des SV Fellbach haben am Samstagabend die Tabellenführung in der dritthöchsten deutschen Liga eingebüßt. Im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten VC Offenburg unterlagen die Fellbacher mit 1:3-Sätzen (29:27, 15:25, 21:25, 25:27).


17.01.2012

Aus der Fellbacher Zeitung vom 16.01.2012, von Uwe Abel:

Nach dem letzten Ballwechsel in der mit 150 Zuschauern gut besuchten Gäuäckerhalle I hörte man unter den Fellbacher Zuschauern auf der Tribüne oftmals das Wort "schade". Es war aus Sicht der Gastgeber tatsächlich schade, dass die Schlagmänner des SVF im vierten Abschnitt eine 18:10-Führung in fahrlässiger Art und Weise mit acht Gegenpunkten in Serie verspielt hatten. Wer weiß, wie das Kräftemessen gegen die Gäste aus der Ortenau im Tiebreak geendet hätte. Alles Theorie, alles hypothetisch. Diego Ronconi, der Trainer der Fellbacher Regionalliga-Volleyballer, wollte davon nach Spielende sowieso nichts wissen. Der 47-Jährige war, vorsichtig ausgedrückt, verärgert und wischte alle Gedanken über einen möglichen Sieg seiner Formation im Tiebreak beiseite. "Was heißt hier schade?", sagte der SVF-Vordenker. "Es war einfach schlecht, was wir geboten haben. Der A-Lizenz-Trainer zeigte sich desillusioniert vom Verhalten seiner Akteure: "Wir verfallen immer und immer wieder in die gleichen Verhaltensmuster. Was erzähle ich denn nun seit zwei Jahren? Das Spiel war auf einem guten Niveau, das ist in Ordnung. Aber ich kann es einfach nicht fassen. Das war in Summe einfach schlecht von uns."

Dabei hatte der Abend für die Gastgeber ganz gut begonnen. Zwar hatten die Männer um den erfahrenen Angreifer Sergej Henkel im ersten Satz eine 14:10-Führung leichtfertig vertan (19:22), in der Satzendphase zeigten sie aber gute Nerven. So brachte Jonas Hanenberg mit einem Ass zum 29:27 den SVF nach vorne. Anschließend fand das Spiel der Fellbacher für rund 20 Minuten nicht mehr statt: Der zweite Durchgang ging ohne Gegenwehr an die Gäste. Der dritte Abschnitt gestaltete sich wieder ausgeglichen, sollte aber in der Endphase die Schwächen der Fellbacher an diesem Tag verdeutlichen. Bei einem 19:20-Rückstand schenkte man den Gästen die restlichen fünf Punkte zum Satzgewinn. Zunächst gingen zwei Aufschläge ins Netz, anschließend griff der Offenburger Block einen in bedrängter Situation geschlagenen SVF-Angriff ab. Dann folgten zwei Aussetzer in der Fellbacher Annahme, der Satzverlust war besiegelt. Der vierte Durchgang endete schließlich mit dem Einbruch der heimischen Formation. Ob das jetzt schade war oder bloß schlecht - das ist Ansichtssache. Keine Ansichtssache ist das, was Diego Ronconi, da bereits wieder etwas gefasster, in seinem Resümee noch ansprach: "Heute hat uns Alexander Walkenhorst sehr gefehlt, ohne ihn muss schon sehr viel passieren, dass wir solche Spitzenspiele gewinnen können."


Bereits am kommenden Samstag können die SVF-Volleyballer wieder mit dem diesmal auf Sand beschäftigten Beach-Profi und so in Bestbesetzung auflaufen. Gut für die Fellbacher, denn da müssen die Spieler um Diego Ronconi zur DJK Aalen reisen. Ein weiteres Spitzenspiel steht an. Die Aalener stehen wie die SVF-Volleyballer mit sechs Minuspunkten weit oben in der Tabelle und spielen um den Titelgewinn mit.

SV Fellbach: Hesse, Peéry, Oefner, Henkel, Ehrhardt, Nadale, Hainich, Hanenberg, Wolfram, Köder, Stanimirovic, Abele.


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