Hüttengaudi zur Hallengaudi in Herrsching

Nach der 0:3-Niederlage gegen den ASV Dachau tritt die Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach am Samstagabend beim einzigen Aufstiegskandidaten an.


01.02.2014

Die Volleyballer des SV Fellbach, zuletzt arg geknickt, sind bei den Partygängern am Ammersee zu Gast. Foto: Patricia Sigerist

Zur Hallengaudi veranstaltet der Gastgeber eine Hüttengaudi. Wer will, kann es beim TSV Herrsching schon vor dem Zweitliga-Spiel am Samstag (20 Uhr, Nikolaushalle) gegen den SV Fellbach ordentlich krachen lassen: Die Party gehört am Ammersee zur Partie. Die aufstrebende Volleyballgemeinde in Bayern hat ja auch allen Grund zur guten Laune.

Denn dieser Aufsteiger, der sich selbst ganz unverzagt für den geilsten Club der Welt hält, steht mitten in der Saison quasi schon wieder als Aufsteiger fest - wenn er denn möchte. Der TSV Herrsching hat sich im Gegensatz zur Konkurrenz dem Verfahren der Vorlizenzierung unterzogen und damit allein die formale Grundvoraussetzung für die Beförderung in die erste Bun desliga erfüllt (wir haben berichtet). Weil der Vierte das Recht auf den Aufstieg ungeachtet der Vorlizenzierung verwirkt, müssen die Akteure um den ehemaligen Nationalspieler Sebastian Prüsener dazu mindestens noch den dritten Platz erreichen. Dann ist ihnen unter den gegebenen Vorzeichen der Sprung nach oben sicher - sofern den Beteiligten dieser Sprung nach oben aufgrund der ungleich höheren Anforderungen nicht doch zu unsicher vorkommt. Derzeit logiert das Team hinter dem Ligaprimus L. E. Volleys aus Leipzig und vor der TG Rüsselsheim, aufstiegsunwillig die beiden wie alle anderen auch, auf dem zweiten Platz - mit sieben Punkten Vorsprung auf den Tabellenvierten SV Fellbach. Der TSV Herrsching kann sich nur noch selbst stoppen. 'Wir haben uns die Aufstiegsoption offengehalten', sagt der Abteilungsleiter Fritz Frömming: 'Unsere Entscheidung hängt von einigen Faktoren ab.' Dabei geht es um finanzielle und strukturelle Rahmenbedingungen. 'Diese Hürden müssen erst genommen werden', sagt Fritz Frömming. Die sportlichen Hürden schmücken eher die Feierlichkeiten - zehn Spieltage vor dem Saisonende. 500 bis 600 Zuschauer werden am Samstag erwartet. Es soll halt Spaß machen in Bayern. 'Ohne den Hallenmief', sagt der Volleyballchef des TSV Herrsching. Dafür mit Hüttengaudi.

Der Spaß ist den Schlagmännern des SV Fellbach zuletzt abhandengekommen. Vor sechs Tagen haben sie eher unentschlossen Gegenwehr geleistet und den bis dahin stark abstiegsbedrohten Gästen vom ASV Dachau einen 3:0-Erfolg erlaubt. Die nachlassende Trainingsbeteiligung wegen Studium, Verletzung und/oder Beach-Verpflichtungen ist dem Fortgang des Geschehens in dieser zweiten Saisonhälfte nicht unbedingt förderlich. Zudem hat im Spiel gegen den ASV Dachau Raimund Abele vorzeitig die Runde beendet; den 29-jährigen Diagonalangreifer zieht es heute in Diensten eines Stuttgarter Autobauers nach Australien (wir haben berichtet). Morgen fehlt auch Felix Klaue wegen eines Universitätstermins. Der Beach-Auswahlspieler Lars Lückemeier, der am vergangenen Samstag trotz seiner Schulterprobleme ver sucht hat, die zweite Mannschaft des Vereins (0:3 gegen den TSV Speyer) im Ab stiegskampf zu unterstützen, wird wohl mit nach Herrsching fahren. So schlägt die SVF-Abordnung nach Lage der Dinge mit zehn Spielern in Bayern auf. 'Dass wir dort in der momentanen Konstellation Außenseiter sind, ist keine Überraschung', sagt der Teammanager Stephan Strohbücker. Doch immerhin haben die Fellbacher Volleyballer gute Erinnerungen an das erste Treffen mit dem klasse Gegner. Das Hinspiel Mitte Oktober gewannen sie nach ihrer bis heute besten Saisonleistung mit 3:2.

Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


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