Jan Jalowietzki vor Wechsel zum SV Fellbach

Der begabte Außenangreifer aus der Talentschule in Friedrichshafen, vergangene Saison in Diensten des GSVE Delitzsch, soll beim Zweitliga-Meister auch mit seinen hammerharten Aufschlägen zum nächsten Titel beitragen. Thomas Rennet


29.04.2016

Foto: Günter Kram

Jan Jalowietzki hat in Fellbach schon ziemlich gut Volleyball gespielt. Im Februar 2015, damals noch im Trikot der VYS Friedrichshafen, hat er in der Gäuäckerhalle I ebenso die Medaille für den wertvollsten Akteur seines Zweitliga-Teams erhalten wie im Februar 2016, nun beim GSVE Delitzsch. Es war jeweils die Silbermedaille, weil der Gastgeber die Spiele für sich entschied. Künftig möchte der 20- Jährige mit den hammerharten Aufschlägen offenbar nicht mehr so viele Silbermedaillen hinzugewinnen. Jan Jalowietzki steht dem Vernehmen nach vor einem Wechsel zum SV Fellbach, der dem Titel 2015 den Titel 2016 folgen ließ und bei nächster Gelegenheit auch den Titel 2017 hinzufügen will.

An diesem Samstag muss der Trainer Markus Weiß noch ohne den jungen Draufgänger auskommen. Der Fellbacher Verbund strebt von 13 Uhr an in der Hegelhalle in Stuttgart-Vaihingen den neuerlichen Sieg in der württembergischen Pokalendrunde an. Danach stehen erst wieder im Herbst Pflichtspiele bevor: zum Zweitliga-Auftakt. Gut möglich, dass dann Jan Jalowietzki den Champion bereichern wird. In Delitzsch hat er für die nächste Saison bereits abgesagt, vieles deutet auf einen Wechsel zum SVF hin. Unter dem Kappelberg sind die Verantwortlichen gerade auf Wohnungssuche für den Begabten mit dem namhaften Vater; Bogdan Jalowietzki war einst Kapitän des VfB Friedrichshafen, siebenmal deutscher Meister und neunmal Pokalsieger. „Jan soll in unserem Kader Tim Kreuzer ersetzen“, sagt der Teammanager Stephan Strohbücker. Der 23-jährige Außenangreifer, zuletzt lange verletzt und dann verwegene Aushilfskraft auf der Diagonalposition, wechselt einer Ausbildung in Baden-Baden wegen zum Drittliga-Zweiten SSC Karlsruhe um den früheren Fellbacher Trainer Diego Ronconi (wir haben berichtet).

Die Fellbacher wollen nach der kommenden Zweitliga-Runde den Aufstieg in die höchste Spielklasse realisieren. Die Konkurrenz allerdings mit dem Erstliga-Absteiger VSG Coburg/Grub wird wohl noch stärker sein als zuletzt. Der SV Fellbach benötigt für den nächsten Schritt vermutlich noch einmal einen Schritt nach vorne: ein starkes, womöglich gar noch stärkeres Aufgebot als zuletzt. Deshalb soll auch der kanadische Vielflieger Christopher Howe, zurück in der Heimat, entsprechend ersetzt werden. „Wir schauen uns nach einem Guten um“, sagt Stephan Strohbücker. Markus Weiß ist an dem anspruchsvollen Thema dran: Ein Blocker soll es sein, beweglich und ein Brecher obendrein.

In der Pokalendrunde, vier Wochen nach dem letzten Saisonspiel, muss der Trainer mit überschaubarem Personal zurechtkommen. Die Beach-Asse Tim Holler und Yannick Harms treten an diesem Wochenende gemeinsam beim Super-Cup in Münster an. Christopher Howe und Tim Kreuzer sind zum Abschluss im Pokal auch nicht mehr im Team. Valters Lagzdins fehlt nach wie vor wegen seiner Knieverletzung.

Markus Weiß ärgert auch mit Blick auf die verfügbaren Spieler der späte Termin. Der 32-Jährige hat – entgegen seinen Vorstellungen – mitten in der Erholungsphase unterm Hallendach vor knapp zwei Wochen wieder Training angesetzt. „Da muss der Verband sich etwas einfallen lassen“, sagt er. Markus Weiß erhofft sich eine zügigere Abhandlung des Pokalgeschehens in Württemberg – auch am finalen Spieltag selbst.

Der SV Fellbach, der TSV G. A. Stuttgart (zweite Liga), der TSV Eningen (Regionalliga) und die TG Bad Waldsee (Oberliga) treten nach der Auslosung in der Hegelhalle von 13 Uhr an zu den Halbfinalspielen an. Das Endspiel ist erst um 19 Uhr vorgesehen. „Eine Zumutung für alle Beteiligten“, sagt Markus Weiß. Der A-Lizenz-Inhaber hätte derzeit viel lieber Volleyball-Pause. Bis zum Vorbereitungsstart in wenigen Wochen. Vielleicht ja mit Jan Jalowietzki.

 

Fellbacher Zeitung   Thomas Rennet


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