Jan Lindenmair unterstützt den SV Fellbach

Der frühere Trainer der Erstliga-Frauen von Allianz MTV Stuttgart berät und begleitet fortan Thiago Welter und das Zweitliga-Team, zu dem Christian Bura nicht mehr gehören wird. Markus Weiß kehrt als Statistikexperte zum TV Rottenburg zurück.


16.07.2017

Foto: Tom Bloch

Der namhafteste Neue bei den Volleyballern des SV Fellbach ist in diesem Sommer kein Spieler. Sondern ein Berater und Begleiter. Einer, der im Hintergrund wirken wird. Einer, der dem Cheftrainer Thiago Welter assistieren und zuarbeiten wird. Dabei war er über Jahre hinweg selbst Cheftrainer. Von März 2009 bis April 2013 ging er den Erstliga- Volleyballerinnen von Allianz MTV Stuttgart voran. Danach war er in leitender Funktion beim Spitzenklub Voléro Zürich in der Schweiz – und später, bis 2016, Bundestrainer der Juniorinnen in Berlin. Jetzt übernimmt der geschätzte Experte mit A-Lizenz die eine oder andere Aufgabe rund um das Zweitliga-Team des SV Fellbach: Jan Lindenmair heißt der grenzübergreifend bekannte Neue. „Er wird uns mit seiner Erfahrung und seinem Wissen in dem Umfang zur Seite stehen, der ihm möglich ist, und auch bei dem einen oder anderen Spiel mit dabei sein und sich einbringen“, sagt der Teammanager Jonas Hanenberg.

Nach dem Ende seines Engagements als Bundestrainer der Juniorinnen in Berlin hat sich der Sportwissenschaftler Jan Lindenmair aus familiären Gründen wieder zurück nach Stuttgart orientiert – und ein Stück weit weg vom Volleyball fürs Erste. Der 38-Jährige hat sich in der Sportberatungsbranche ein neues berufliches Standbein aufgebaut. Seine Lieblingsdisziplin vergangener Tage war aber vielleicht doch ein Stück zu weit weg für einen wie ihn, für einen mit seiner Vita. „Volleyball hat mir viel gegeben“, sagt der langjährige Profitrainer. Volleyball bedeutet Jan Lindenmair immer noch viel. Daher hat er vor einigen Wochen Kontakt zu Jonas Hanenberg aufgenommen. „Er hat signalisiert, dass er gern wieder etwas machen würde“, sagt der Fellbacher Teammanager. Nicht in verantwortlicher Rolle aufgrund der beruflichen Tätigkeiten, sondern in zweiter Reihe. So wird er jetzt die Zweitliga-Mannschaft des SVF unterstützen. „Davon werden wir ungemein profitieren“, sagt Jonas Hanenberg. „Thiago Welter war ein Superspieler, der nun am Anfang seiner ersten richtigen Trainerstation steht. Ich glaube, dass ich ihm und den Spielern helfen kann“, sagt Jan Lindenmair, der vor rund zehn Jahren bereits dem Frauen-Bundestrainer Giovanni Guidetti Aufgaben abnahm. Ab sofort will er Thiago Welter den Rücken stärken.

Die Mannschaft hinter und neben der Mannschaft hat sich an verschiedenen Stellen verändert. Markus Weiß gab nach zwei Jahren sein Traineramt beim SV Fellbach aus familiären Gründen ab, wird nun dem Volleyballsport aber doch direkt verbunden bleiben und als Statistikexperte zum Erstligisten TV Rottenburg zurückkehren. „Er ist einer der besten Scouts in Deutschland und wird die Qualität der Vor- und Nachbereitung unserer Begegnungen deutlich verbessern“, sagt der Rottenburger Manager Philipp Vollmer. Marcel Frisch, der Fellbacher Zahlendeuter an der Seite von Markus Weiß, hat die Zweitliga-Männer ebenfalls verlassen und wird künftig beim Frauen-Zweitligisten Allianz MTV Stuttgart II Details auswerten. „Wir haben uns sehr um ihn bemüht und hätten gern mit ihm weitergearbeitet“, sagt Jonas Hanenberg, der noch keinen Nachfolger für die aufwendige Datenermittlung und -analyse gefunden hat. Der Athletiktrainer Karim El Azzazy und der Physiotherapeut Daniel Burgard setzen derweil ihre Arbeit mit den Zweitliga-Akteuren fort. Georgia Sarantou, die Teamärztin, steht dem SV Fellbach aus beruflichen und privaten Gründen nurmehr eingeschränkt zur Verfügung.

Entschieden hat sich mit Blick in die Zukunft mittlerweile auch Christian Bura, 24. Der Zuspieler verteilt nach einem Jahr in Fellbach wieder für den TSV G. A. Stuttgart die Bälle. „Thiago und ich hätten gern mit Christian weitergearbeitet und mit drei Zuspielern den Konkurrenzkampf angeheizt“, sagt Jonas Hanenberg. Jetzt bleibt es bei Patrick Köder und Felix Klaue, bei insgesamt 14 Spielern im Zweitliga-Aufgebot des SVF.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung

 


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