Jubelstimmung in Rot und Weiß

Nach zuvor fünf Niederlagen in Folge freut sich die Mannschaft des SV Fellbach über den 3:1-Sieg gegen die Gäste aus Gotha, mit dem sie sich am unteren Ende des Klassements der zweiten Bundesliga vor den Konkurrenten schiebt.


03.12.2018

Richard Peemüller (Nummer 10) und seine Teamgefährten des SV Fellbach feiern gemeinsam den Erfolg gegen den VC Gotha. Foto: Maximilian Hamm

Den ersten Satz hatten die Volleyballer des SV Fellbach gerade mit 20:25 verloren, da gingen sie im zweiten Durchgang mit 8:7 in Führung und versammelten sich in einer Auszeit um ihren Trainer Thiago Welter. Der Wortführer ermahnte sie am Samstagabend, die positive Körpersprache genau so beizubehalten. Und das war wohl der entscheidende Schritt zum späteren 3:1-Sieg (20:25, 25:13, 25:13, 26:24) in der zweiten Bundesliga gegen den VC Gotha: Die Gastgeber hielten sich an die Vorgabe ihres Übungsleiters, sie schlugen präzise, aber nicht zu schnell auf, sie bauten ihre Angriffe konzentriert, aber nicht zu kompliziert auf, und sie zeigten ebendiese positive Körpersprache, die Thiago Welter eingefordert hatte. Wenig später führten sie in diesem zweiten Satz mit 12:7, mit 16:8 und gewannen ihn vor den 150 Zuschauern in der heimischen Gäuäckerhalle I schließlich souverän mit 25:13. Weil die Mannschaft um den Kapitän Manuel Harms auch den dritten Abschnitt nach Startschwierigkeiten dominierte, glaubte sie verstärkt an ihre Siegchance; keine Selbstverständlichkeit nach zuletzt fünf deutlichen Niederlagen in Folge. „Wir hatten schlecht trainiert in der vergangenen Woche, das Team hat mich im Spiel überrascht“, sagte Thiago Welter.

Vielleicht waren die Fellbacher Akteure auch selbst ein wenig überrascht, wie gut das Zusammenspiel im zweiten und dritten Durchgang funktionierte. Bei den Gästen aus Gotha dagegen schlichen sich immer wieder technische Fehler ein, sowohl bei der Ballannahme als auch bei den Angriffsbemühungen. Sie unterstützten ungewollt den Konkurrenten im Abstiegskampf. Doch dieser nutzte ganz bestimmt auch die eigenen Stärken, wie etwa die Außenangreifer Max von Berg und Richard Peemüller, die maßgeblich am erfolgreichen Auftritt der Fellbacher Volleyballer beteiligt waren. Mit ihren Zählern entlasteten sie sich und ihre Mitspieler bei der Ballannahme, da der Druck, punkten zu müssen, entsprechend nachließ.

Im vierten Satz deutete zunächst alles auf eine Verlängerung dieser Begegnung hin, die Mannschaft des VC Gotha bäumte sich noch mal auf und führte mit 10:5. Doch wieder kämpften sich Richard Peemüller und seine Fellbacher Mitspieler zurück, ein Block von Patrick Pfeffer führte zum 13:13-Ausgleich. Der Abschnitt blieb bis zum Schluss spannend, am Ende setzten sich die Volleyballer des SV Fellbach mit 26:24 durch und überholten in der Tabelle der zweiten Bundesliga den jüngsten Gegner; sie haben nun wieder Anschluss an das untere Mittelfeld.

Der Einfluss von Thiago Welter auf das Spielgeschehen hielt sich in den finalen Minuten in Grenzen, da er seine Auszeiten bereits aufgebraucht hatte. „Ich habe auch nicht mehr viel sagen müssen, weil ich mir sicher war, dass wir gewinnen. Das habe ich an der Körpersprache erkannt“, sagte der Fellbacher Ideengeber, der genau dieses Auftreten bei der Unterbrechung im zweiten Durchgang eingefordert hatte. SV Fellbach: Harms, Maser, Epple, Nadale, Pfeffer, Leipert, Blötscher, Peemüller, Spasov, Hirning, von Berg, Klaue.

Maximilian Hamm   Fellbacher Zeitung


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