Klarheit aus eigener Kraft

Die Fellbacher Zweitliga-Mannschaft um den Trainer Markus Weiß überzeugt erneut, gewinnt mit 3:0 in Rüsselsheim und kann jetzt definitiv nicht mehr in die dritte Liga absteigen.


03.04.2017

Foto: Patricia Sigerist

In diesem April entscheidet sich demnächst noch, wer den TSV G. A. Stuttgart auf dem Weg in die dritte Liga begleiten wird. Um den zweiten Abstiegsplatz in der zweiten Bundesliga kandidieren unfreiwillig die Volleyballer aus Grafing, Leipzig, Dresden – und Rüsselsheim. Ein vormaliger Stammgast in dieser Reihe gehört nicht mehr zu den Besorgten: Der Verbund des SV Fellbach hat am Samstag die Restzweifel an der sommerübergreifenden Ligazugehörigkeit beseitigt und schon vor den letzten beiden Spieltagen aus eigener Kraft Klarheit geschaffen. Die Gäste verordneten mit ihrem 3:0-Erfolg (25:22, 25:22, 25:19) der TG Rüsselsheim II noch ein wenig länger Ungewissheit über die weitere sportliche Zukunft. Sie selbst haben sich dabei zum wiederholten Mal in diesen Wochen auf einem Niveau präsentiert, das den Abstieg an sich ausschließen sollte. Und diesmal hat dieses Niveau, der dritte Sieg in Serie, den Abstieg auch ausgeschlossen.

Dieser Abend war ein besonderer für die Reisenden des SV Fellbach. Sie hatten viel mitgemacht in der laufenden Saison, mussten eine umfangreiche Verletzungs- und Niederlagenserie überstehen. Der Meister 2015 und 2016 war in ungeahnten Schwierigkeiten, aber er hat sich aus diesen Schwierigkeiten befreit. Das war nicht einfach, weil auch die Konkurrenten nicht daran dachten, nachzugeben. In wenigen Wochen muss deshalb ein Team in die dritte Liga, das da gewiss nichts verloren und seit September kaum weniger oft gewonnen hat als der SV Fellbach. Vielleicht sogar jenes aus Leipzig, 2014 noch Meister. Doch im Gegensatz zum Widersacher aus Sachsen haben die Männer um den Trainer Markus Weiß eine schlechte Ausgangssituation – Mitte, fast Ende Januar saßen sie noch auf einem Abstiegsplatz fest – in eine gute verwandelt. Nach der drittletzten Begegnung ist sie in Anbetracht dessen, was da war – zehn Niederlagen in Serie bis Januar –, sehr gut. So gut, dass mit einem Abstieg jetzt nur noch die Leipziger und andere zu rechnen haben.

Im Nachholspiel in Rüsselsheim, ein Heizungsschaden hatte Anfang Januar den Schlagabtausch verhindert, knüpften die Fellbacher Volleyballer an die erfolgreichen Vorstellungen zuletzt beim TSV Grafing und gegen die FT Freiburg an. „Wir haben eine sehr, sehr gute Leistung gezeigt“, sagte Markus Weiß. Konzentriert und konsequent von Beginn an, stark nicht nur in Aufschlag und Angriff. Der Kapitän Marvin Klass, der erneut überragende Yannick Harms, der später zum wertvollsten Akteur gekürte Zuspieler Patrick Köder, Philipp Arne Bergmann, Jonas Hanenberg, Valentino Nadale und der Libero Sebastian Mättig hielten die davor punktgleichen Gastgeber auf Distanz. „Wir waren dem Gegner stets einen Tick voraus“, sagte der Fellbacher Trainer. Auch Johannes Leipert und Jan Jalowietzki durften dazu in kurzen Spielphasen beitragen, zudem gab Markus Weiß dem zweiten Libero Daniel Schön, 16 Jahre jung, Gelegenheit, seine Zweitliga-Premiere zu feiern. 14 Akteure gehörten am Samstag insgesamt der Fellbacher Fahrgemeinschaft an. „Der Trainer hat wieder die Qual der Wahl, und das ist gut so“, sagte Markus Weiß. der Trainer. Er weiß ja aus schlechter Erfahrung: Die Personal- und Tabellensituation kann – über Monate hinweg – weit unerfreulicher sein.

Ein unerfreuliches Ende haben die Fellbacher Volleyballer in dieser Runde nun definitiv vermieden. Es darf aber noch ein bisschen erfreulicher werden. „Wir wollen so weit wie möglich nach vorne“, sagte Markus Weiß. Siebter ist der SVF gerade. Nächsten Samstag, 19.30 Uhr, folgt die Partie beim Tabellensechsten TV/DJK Hammelburg. Den Abschluss bildet zwei Wochen später das Heimspiel gegen den VC Dresden. In diesem April entscheidet sich für Marvin Klass und seine Teamgefährten jetzt aber bloß noch, welchen Platz sie vor den Abstiegsplätzen erreichen werden.SV Fellbach: Klass, Harms, Köder, Bergmann, Hanenberg, Nadale, Mättig, Jalowietzki, Leipert, Schön, Lagzdins, Welsch, Koch, Bura.

 

Thomas Rennet Fellbacher Zeitung


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