Klass, Köder: Zwei Titel sind nicht genug

Der Kapitän und der Zuspieler bleiben in der zweiten Liga für den Meister SV Fellbach am Netz.


27.05.2016

Fotos Patricia Sigerist

In der Fußball-Bundesliga wechseln Spieler aus unschöner Gewohnheit ein Jahr vor dem Vertragsende den Verein, weil dann noch Ablösesummen zu erzielen sind und die Spieler im Zweifel lieber heute andernorts mehr Geld verdienen als morgen. Die laufenden Abmachungen? Interessieren keinen Söldner.

Bei den Volleyballern des SV Fellbach fragt in diesen Tagen Stephan Strohbücker, der Hauptorganisator im Hintergrund, lieber noch einmal nach, auch wenn die Akteure im Vorjahr für zwei weitere Ligarunden zugesagt haben. Der Grund ist allerdings ein maximal anderer. Die Männer beim Zweitliga- Meister 2015 und 2016 bekommen kein Honorar für ihr Schlagwerk. Da will Stephan Strohbücker doch überprüfen, ob sie die fast täglichen Bemühungen ihrem Körper, ihrer Freundin, ihrem Arbeitgeber oder ihrem Studium tatsächlich noch erklären können.

Deshalb braucht es immer ein bisschen länger, bis die Fellbacher Konkretes zu den Personalien verkünden können. Jetzt aber ist offiziell: Der Kapitän Marvin Klass, 27, bleibt wie beabsichtigt bis 2017 im Team, ebenso der Zuspieler Patrick Köder, 25. Das trifft sich gut angesichts neuerlicher Meister- und gar Aufstiegspläne. Ersterer war in der abgelaufenen Saison der beste Spieler der Liga in der besten Mannschaft der Liga. Zweiterer ist aus der Stadt, aus Oeffingen, ein Passgeber mit Erstliga-Potenzial. Beide werden sich die Strapazen weiterhin antun.

„Das ist eine coole Mannschaft, das macht einfach Spaß“, pflegt Marvin Klass, der ein duales Studium absolviert, seine Leidensfähigkeit zu erklären. Die beiden, seit dem Aufstieg 2012 für die Volleyballer des SV Fellbach in der zweiten Bundesliga am Netz und seitdem zwei Hauptverantwortliche für den anhaltenden Erfolg, wollen sich weiterhin abends unter der Anleitung des Trainers Markus Weiß schinden. Dabei werden sie Christian Bura treffen, den es vom Zweitliga-Absteiger TSV G. A. Stuttgart nach Fellbach zieht (wir haben berichtet).

Thomas Rennet Fellbacher Zeitung


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