Knapp dahinter und so weit weg

Der SV Fellbach trifft vor dem Zweitliga-Abstieg Gäste aus Freiburg.

Wie viel die Volleyballer des SV Fellbach gerade von den Teams trennt, die für die nächste Saison in der zweiten Bundesliga planen dürfen, zeigt der Blick auf den Gegner am Samstag, 20 Uhr, in der Gäuäckerhalle I.


08.03.2019

Thiago Welter Foto: Patricia Sigerist

Die Gäste der FT Freiburg müssen in diesen Wochen tatsächlich auch eine schwierige Phase durchstehen. Schon seit Ende Januar haben sie nicht mehr gewonnen. Nach zuletzt vier Niederlagen sehen sie sich auf dem zehnten Tabellenplatz; das ist der letzte, der am Ende noch den Ligaverbleib verspricht. Der SV Fellbach ist Zwölfter, kaum dahinter, aber sehr weit entfernt von der Freiburger Fliegergruppe. Elf Punkte sind ein mächtiger Unterschied. So mächtig ist dieser Unterschied, dass die Mannschaft um den Trainer Thiago Welter nach diesem viertletzten Spieltag bereits als Absteiger feststehen wird, wenn sie auch am Samstag, zum 17. Mal in der laufenden Runde, dem Gegner den letzten Punkt überlassen muss. Selbst ein 3:2-Erfolg reicht nicht und besiegelt das ohnehin längst Unabwendbare.

Die Freiburger Volleyballer müssen sich schon auch noch um den Ligaverbleib sorgen. Der VC Gotha kann sich in der Schlussphase dieser Saison anders als der SV Fellbach zum hartnäckigen Widerpart aufschwingen. Der Aufsteiger findet sich mit bloß vier Punkten Rückstand auf dem elften Tabellenplatz wieder, kann seinen Abstiegsplatz – das Stützpunktteam aus Friedrichshafen darf auf diesem Niveau ungeachtet seiner Resultate Erfahrungen sammeln – mithin noch verlassen. Die zweite Liga wäre ohne Männer im Dress der FT Freiburg aber nicht recht vorstellbar. Sie kamen im Jahr 2001, um zu bleiben. Mittlerweile absolvieren die Freiburger ihre 18. Zweitliga-Saison nacheinander. Mit einer hochklassigen Nachwuchsarbeit als Basis erneuern sie sich immer wieder selbst. Aus guter Gewohnheit sind ganz junge, jüngere, erfahrenere und ganz erfahrene Kräfte beisammen.

Der SV Fellbach hat nach dem Aufstieg 2012 auch bald zum geschätzten Stamm der zweiten Liga gehört. Doch der Meister 2015 und 2016 hat 2017 und 2018 zu viel Substanz verloren – ohne hochklassige Nachwuchsarbeit im Hintergrund. Thiago Welter hat – seit Januar meist auch als Mitspieler – versucht, sein Team heranzubringen. Ein zu ambitioniertes Unterfangen. Aber der Brasilianer arbeitet losgelöst vom bevorstehenden Abstieg nach wie vor daran, sein Team generell voranzubringen: „Wir haben viel in der Abwehr trainiert. Ich werde es nicht aufgeben, aus den Jungs eine abwehrstarke Mannschaft zu machen.“

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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Hall of Fame

Deutscher Vizemeister: 1998

Meister 2. Bundesliga 1995, 2001, 2015, 2016 

Aufstieg 2. Bundesliga: 2012

Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

Sieger Süddeutscher Pokal 2014

Landespokalsieger 2015

 

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