Kreativ verbundene Kleingruppe

Der SV Fellbach verliert beim TSV Herrsching mit 0:3, zeigt aber eine ansprechende Leistung.


03.02.2014

Diego Ronconi mit dem unerschrockenen Routinier Markus Hainich. Foto: Patricia Sigerist

Sie können auch anders. Die Fans des TSV Herrsching, die davor im Auswärtsspiel beim TSV Grafing einen Polizeieinsatz provoziert und Schlagzeilen produziert hatten (wir berichteten), beließen es am Samstagabend in heimischer Halle gegen den SV Fellbach beim stimmkräftigen Engagement für ihre Zweitliga-Mannschaft. 'Die Jungs haben super Stimmung gemacht - und das fair. Sie haben uns nicht mal verbal angegriffen', sagte der Gäste-Kapitän Marvin Klass. Der 25-Jährige selbst hat mit seinen Teamgefährten vor den 510 Zuschauern am Ammersee durchaus den Versuch unternommen, den Aufstiegsanwärter anzugreifen. Trotz ihrer meist couragierten Vorstellung sind die Fellbacher Volleyballer am Ende aber doch abgeprallt am robusten Tabellenzweiten. 'Das Einzige, was uns gefehlt hat, war hinten raus die letzte Konsequenz', sagte Marvin Klass nach dieser durchaus beachtenswerten 0:3-Niederlage (21:25, 22:25, 22:25).

Die Volleyballer des SV Fellbach müssen gerade eine schwierige Phase in dieser Zweitliga-Runde durchstehen. Nichts läuft mehr so reibungslos wie etwa noch im Oktober. Damals gewann der Verbund um den Trainer Diego Ronconi in Serie, dabei nach der bis heute besten Saisonleistung auch daheim gegen den TSV Herrsching (3:2). Mittlerweile sind Siege eher die Ausnahme. In diesem Jahr hat der SV Fellbach bis dahin nur das Treffen mit dem Tabellenvorletzten TSV G. A. Stuttgart (3:0) für sich entschieden, zuletzt nun dreimal verloren. Aussichten und Bilanz, der SVF ist jetzt auf den fünften Tabellenplatz zurückgefallen, leiden unter der veränderten Personalsituation. Im Oktober waren alle zwölf Spieler da, fast alle auch voll da - allein Lars Lückemeier bedurfte wegen seiner Schulterblessur der Schonung. Die Reihen haben sich gelichtet. Am Samstag waren zwar zehn Spieler in Herrsching, aber zwei davon saßen auf der Tribüne. Stephan Peéry musste infolge einer Muskelverletzung am Oberschenkelansatz ebenso zuschauen wie Tim Holler wegen seiner anhaltenden Kniebeschwerden. Blieben noch acht. Darunter der Dauerpatient Lars Lückemeier, darunter auch Jonas Hanenberg, der nach einer ganz starken Hinserie derzeit im Training wegen seiner Prüfungsvorbereitungen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg kürzertreten muss. Viel enger darf es dann nicht mehr werden in dieser Sportart. Mit Libero kommt eine Mannschaft um sieben Volleyballer ja gar nicht herum.

Das verbliebene Häuflein um den gänzlich unerschrockenen Routinier Markus Hainich hat sich am Samstag allerdings weder von der gewaltigen Aufgabe noch von der für Zweitliga-Verhältnisse gewaltigen Kulisse beeindrucken lassen. Und das in einer Zusammenstellung, die man so auch noch nicht gesehen hat. Lars Lückemeier übernahm Stephan Peérys Liberopart. Valentino Nadale, an sich ein Blocker, fand sich als Außenangreifer wieder. Einsamer Einwechselspieler an der Bande war Tim Kreuzer. Die gesamte kreativ verbundene Kleingruppe aus dem Schwäbischen bot dem ambitionierten Gegner um die Schmetterriesen Patrick Steffen und Roy Friedrich oder den ehemaligen Nationalspieler Sebastian Prüsener, alle drei schon in der ersten Bundesliga am Ball, Paroli. 'Wir haben in allen drei Sätzen lange sehr gut gespielt', sagte Marvin Klass: 'Schade, dass so ein Spiel dennoch 0:3 ausgeht.'

Der Kapitän hat bei dieser 0:3-Niederlage aber ungeachtet aller Personalprobleme 'eine positive Entwicklung' ausgemacht. 'Wenn wir noch etwas mehr Konstanz in unser Spiel bekommen, werden wir die Saison auch gut zu Ende spielen', sagte Marvin Klass. Die Begegnung am Samstag in Herrsching war ja vielleicht - nicht nur mit Blick auf die Fans des Gegners - ein gutes Signal. SV Fellbach: Klass, Köder, Hanenberg, Koch, Hainich, Nadale, Lückemeier, Kreuzer.

Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


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