Lädiert dem Abschluss entgegen

Die Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach kommt am Ende einer insgesamt guten Saison etwas mitgenommen daher und kämpft sich am Samstag bei der TG Rüsselsheim ins Ziel. Thomas Rennet/Fellbacher Zeitung


12.04.2014

Timo Koch muss mit einem Bänderriss zuschauen.

So etwas passiert. Aber es ist nicht schön, wenn es passiert. Gerade wollte Diego Ronconi vor acht Tagen das kleine Fußballprogramm zur Eröffnung des Trainingsabends beenden, da war daraus geschwind noch eine unerfreuliche Geschichte entstanden. Mit der letzten Aktion zog sich Timo Koch vom Volleyball-Zweitligisten SV Fellbach einen Bänderriss am rechten Fuß zu. Deshalb saß der 21-Jährige am vergangenen Samstag lädiert auf der Tribüne, als seine Teamgefährten ihr finales Heimspiel der Saison unter arg ungünstigen Voraussetzungen gegen den SV Schwaig (0:3) zu bestreiten hatten. Timo Koch wird auch zum Ausklang am Samstagabend (19.30 Uhr, Großsporthalle) beim Tabellendritten TG Rüsselsheim nur zuschauen können. In gewisser Weise ist das Abschlussbild schon ein bisschen symptomatisch für die Rückrunde des SV Fellbach in der zweiten Bundesliga.

In dieser Rückrunde hinterließ nicht selten das gesamte Gefüge einen etwas lädierten Eindruck. Der Trainer Diego Ronconi musste verwegen zusammengestellte Mannschaften in das Zweitliga-Geschehen schicken. Weil mehrere Kräfte des Kaders nach dem Jahreswechsel aus verschiedenen Gründen nicht oder kaum mehr zur Verfügung standen (Raimund Abele, Tim Holler, Lars Lückemeier), waren Einwechselspieler oft die Ausnahme. Und auf dem Spielfeld übte sich der Passgeber Patrick Köder schon mal als Diagonalangreifer oder der Blocker Valentino Nadale als Außenangreifer. Zuletzt versuchte sich gar der Libero Stephan Peéry, mithin kein Riese von Gestalt, als Außenangreifer - weil in Timo Koch noch einer unglücklich ausfiel, der bis dahin gar nie ausgefallen war.

So hat der SV Fellbach die bemerkenswerte Hinserie auch in dieser Saison nicht bestätigen können. Neun Siegen vor Weihnachten folgten danach noch vier. Bildeten zunächst meist zwölf Akteure eine belastbare Gruppe, blieb nachher oft nur ein überschaubares Häuflein übrig, das vermehrt um Konkurrenzfähigkeit rang. In mehreren Fällen vergebens wie auch vor sechs Tagen i m Heimspiel gegen den nun punktgleichen SV Schwaig. Der Tabellenfünfte hatte schlicht keine Chance. Aus nachvollziehba ren Gründen. Aber ideal ist das nicht, wenn 350 Zuschauer in Fellbach sind, die vielleicht noch einmal ein packendes Erlebnis mitnehmen wollen in die fast halbjährige Wartezeit auf die nächste Zweitliga-Runde.

'In der Summe können wir mit dieser Saison immer noch zufrieden sein', sagt der Trainer Diego Ronconi. 'Organisatorisch und sportlich', wie der Abteilungsleiter Toni Pesch hinzufügt. Der SVF gehört im zweiten Jahr nach dem Aufstieg unbedingt in diese Liga. Der Kapitän Marvin Klass und der Zuspieler Patrick Köder, eine starke Achse, tragen das Team. Die beiden sind Spieler von hohem Format in dieser Liga. Wie auch Jonas Hanenberg, der mächtige Blocker. Erfreulich für den Verein ist auch der Aufbau der Talente aus der zweiten Mannschaft: Tim Kreuzer, 21, Tim Holler, 23, Felix Klaue, 21, und Timo Koch, 21, sind - wie vor Jahren schon Raimund Abele, Patrick Köder, Valentino Nadale oder Stephan Peéry - allesamt vereinsintern aufgerückt. 'Die vier haben gezeigt, dass es richtig war, sie in die zweite Liga hochzuziehen', sagt Toni Pesch.

Fehlt noch die Mischung für mehr Ausdauer in einer eben auch ziemlich langen Saison mit diesmal 26 Begegnungen. Die Erfahrungen werden bei den weiteren Planungen eine Rolle spielen, daraus macht Diego Ronconi keinen Hehl. 'Das Ziel muss sein, 14 oder gar 15 Spieler im Aufgebot zu haben und nicht mehr nur zwölf', sagt der Trainer. Damit ein unglückliches Fußballspiel auch in der zweiten Phase der Spielzeit nicht dazu führt, dass ein wackerer Libero am Netz gegen Größen wie Matej Cickovic oder Christian Schwabe vom SV Schwaig antreten muss. Der eine hat wie der andere schon in der ersten Liga gespielt, der eine in Kroatien, der andere in Deutschland. Vorne als Angreifer, nicht hinten als Libero.


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