Bundesliga: Lange Nacht nach dem letzten Volltreffer 2015

Der Zweitliga-Tabellenführer SV Fellbach muss zum Abschluss des Jahres noch einmal Schwerstarbeit verrichten und bezwingt vor 580 Zuschauern in der Gäuäckerhalle I den Nachbarn TSV G. A. Stutt- gart mit 3:1.

Das letzte Spiel des Jahres war nicht gerade das beste. Es war eher eines der schwächeren Art. Aber es war dennoch alles gut bei den Volleyballern des SV Fellbach. Trotz einer überschaubaren Leistung ist ihnen am Samstag vor Weihnachten auch noch ein 3:1-Erfolg (25:20, 23:25, 25:18, 25:15) gegen den Tabellenletzten TSV G. A. Stuttgart gelungen.


21.12.2015

Ein zähes Ende mit doch schon gewohnt feinem Ausgang für die Gastgeber. Der amtierende Meister in der zweiten Bundesliga Süd ist auch in dieser Saison wieder Tabellenführer und hat sich nun, bemerkenswerte Zahlen, mit dem 17. Heimsieg nacheinander seit April 2014 und dem 20. Ligasieg im Kalenderjahr in die kurze Pause  überführt.

Die Nacht war dem Vernehmen nach lang. Die Volleyballer des SV Fellbach gingen zum Abschluss 2015 mit dem Trainer Markus Weiß auf die Piste. Einmal Stuttgart – und zurück am frühen Morgen. Die Kondition hatte offenbar nicht so sehr gelitten, obschon die Feiergemeinde am Abend noch einmal Schwerstarbeit hatte verrichten müssen. Das sah erst gar nicht nach Party aus, was die Männer des SV Fellbach da vor den 580 Zuschauern an ihrem angestammten Spielort zusammenbekamen.

„Die Jungs haben wohl gedacht, sie ziehen das mal kurz durch – und es reicht halt“, sagte Markus Weiß. Die Folgen zunächst: Unkonzentriertheiten, Fehler, ja, kleine Fehlerserien und ein Satzverlust. Einige der Vielbeschäftigten, die in den vergangenen Wochen auch der fehlenden Alternativen wegen an ihre Grenzen hatten gehen müssen, hatten am Samstag sichtlich Probleme, das Jahr auch auf ho- hem Niveau abzuschließen. Der Diagonalangreifer Timo Koch, seit Monaten unter Dauerbelastung, konnte nicht an die starken Vorstellungen der vergangenen Wochen anknüpfen. Auch Pascal Winter oder Sebastian Mättig unterliefen Nachlässigkeiten, die es dem nicht minder von Verletzungssorgen geplagten und sichtlich limitierten Gegner aus der Nachbarstadt lange erlaubten, im Geschehen zu bleiben. „Du musst das eben auch gegen den Letzten sauber durchspielen“, sagte der Fellbacher Trainer nach dem Derby.

Halbwegs sauber durchgespielt hat sein Team, in dem der 18-jährige Tim Tomic sein Ligadebüt fei- ern durfte, das Spiel am Samstagabend dann nach dem Satzverlust und der anschließenden Pause. Danach zeigten sich die Fellbacher Volleyballer konstanter – vor allem in der Ballannahme. Und fort- an kam ihnen vollends der Wettbewerbsvorteil entgegen, den eine Mannschaft nun mal hat, wenn sie den mit Abstand besten Spieler des Abends auf ihrer Seite weiß. Der SVF-Kapitän Marvin Klass, der bereits zum fünften Mal in dieser Runde die Auszeichnung als wertvollster Akteur er hielt, zeichnete nicht selten für die soliden und spektakulären Momente gleichermaßen verantwortlich. Ihm war, ein passender Ausklang des Jahres, nicht von ungefähr der krachende finale Hieb vorbehalten.

Der 27-Jährige hat aus guter Gewohnheit meist wieder fabelhaft gespielt, wie er überhaupt auf eine fabelhafte Saison zurückblicken kann. Auf ihn war sowohl in der Defensive als auch in der Offensive fast immer Verlass beim SV Fellbach seit seiner Ankunft vom Erstligisten TV Rottenburg im Sommer 2012. Aber jetzt ist Marvin Klass Profiteur des erhöhten Trainingsumfangs in dieser Zweitliga-Saison – vielleicht noch ein bisschen stärker als zuvor. Zumal als Vielflieger im Angriff. „Marvin schlägt gerade sehr hoch ab“, sagte Markus Weiß. Es lag unbedingt an dem in jeder Hinsicht beispielhaften An- führer des Tabellenersten, zudem an der Steigerung des Zuspielers Patrick Köder bei seiner Rückkehr in die Startformation nach einer langwierigen Fingerblessur, dass die Gäste um die ehemaligen SVF- Volleyballer Stefan Schmid und Sergej Henkel über mehr als den einen Satzgewinn nicht weiter nach- denken mussten. „Wir haben uns erst rein- und dann durchkämpfen müssen, aber es hat ja trotzdem gereicht“, sagte Patrick Köder. „Ein Satz war das Beste, was heute möglich war“, sagte derweil Christoph Janik (früher beim TSV Schmiden), der am Samstag in Fellbach den verhinderten Stuttgarter Trainer Srdjan Veckov vertrat.

Der Ligaprimus hat jetzt erst einmal Pause. Trainingsstart ist am 2. Januar. Vier Tage später, am Dreikönigstag, folgt um 19 Uhr in der Gäuäckerhalle I ein Vorbereitungsspiel gegen den Erstligisten TV Rottenburg. Am 9. Januar um 19.30 Uhr steht beim SV Schwaig das erste Ligaspiel der zweiten Sai- sonphase im Terminkalender. Das Jahr 2016 hat es beim SVF gewiss nicht leicht, weil es unweigerlich an dem außergewöhnlichen Vorgänger gemessen wird.

2015 war quasi alles gut bei den Zweitliga-Volleyballern des SV Fellbach. Bis zuletzt selbst nach einem der schwächeren Ligaspiele des Jahres ganz am Schluss.SV Fellbach: Klass, Nadale, Howe, Köder, Koch, Winter, Mättig, Klaue, Tomic, Hanenberg, Sellner.

Thomas Rennet    Fellbacher Zeitung


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