Laue Abschiedsvorstellung - 0:3

Der Zweitligist SV Fellbach spielt in Raimund Abeles letztem Saisonspiel gegen den ASV Dachau schwach. Uwe Abel


27.01.2014

Raimund Abele (Mitte) und sein Fellbacher Mitspieler Jonas Hanenberg strecken sich gegen die Dachauer vergeblich. Foto: Holger Strehlow

Nichts war es für die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach mit einem Sieg zum Abschied des Diagonalangreifers Raimund Abele. Am Samstagabend mussten sie - nach einem schwachen Auftritt - zu Hause eine 0:3-Niederlage (17:25, 22:25, 14:25) gegen den ASV Dachau hinnehmen. Beim Spielstand von 6:14 gegen die SVF-Volleyballer verließ Raimund Abele im dritten Satz das Spielfeld der Fellbacher Gäuäckerhalle I. Für ihn kam Tim Kreuzer auf der Diagonalposition.

Für Raimund Abele war es, nach fast zehn Jahren beim SVF, der letzte Auftritt in der laufenden Zweitliga-Saison im roten Fellbacher Trikot. Ihn zieht es beruflich nach Australien (wir berichteten). Und für Diego Ronconi, den Trainer des SV Fellbach, war es der letzte, eigentlich hoffnungslose Versuch, der lauen Darbietung seiner Mannschaft nochmals frischen Wind einzuhauchen.

Was die Fellbacher zuvor auf dem Volleyball-Rechteck abgeliefert hatten, war keine Augenweide für die Zuschauer. Die Hausherren agierten in einer Art und Weise, die deutlich machte, dass sie die Partie natürlich gerne gewinnen wollten. Wirklich bemühen mochten sie sich dafür allerdings nicht. Der Gegner sollte möglichst durch Fehler helfen und es den SVF-Volleyballern leicht machen.

Treffend beschrieb es Werner Hofmann, Mitglied im Vorstand des SVF, von der Tribüne aus: 'Unsere Spieler sind mit hängenden Köpfen willenlos über das Feld geschlichen. Diese Körpersprache sagte schon alles aus.' Zumal, wenn man dagegen die Gäste um ihren Trainer Klaus Dam-mann betrachtete. Mit großer körperlicher Präsenz hielten sie lautstark die SVF-Volleyballer klein. Nahezu jede Chance zum Punktgewinn nutzen sie schwungvoll mit wuchtigen Angriffen aus. Den Gästen machte es sichtlich Spaß, in der Gäuäckerhalle I Volleyball zu spielen. Das lasche Geplänkel der Hausherren kam ihnen zum Siegen dazu natürlich bestens entgegen.

'Der ASV Dachau hat sehr gut gespielt', sagte so hernach Diego Ronconi, 'aber wir haben auch alles erlaubt.' Einzig im zweiten Abschnitt waren die Fellbacher an einem Satzgewinn dran. Bei einer 16:12-Führung stieß die SVF-Formation dann aber plötzlich wieder auf Dachauer Widerstand. Auch das noch, Widerstand, musste das sein!? Und schwups, schon stand es 17:17 - und bald war der zweite Durchgang für den SV Fellbach auch verloren.

Es war die Vorentscheidung. Im dritten Satz mussten die Hausherren bei einem 9:22-Rückstand gar befürchten, noch einstellig abgestraft zu werden. Gestört hätte es am Samstagabend auf Fellbacher Seite wohl wenige. Am Ende war auch Diego Ronconi fast sprachlos. 'Was soll ich sagen? Wir sind gerade in einer schwierigen Phase. Im Training fehlen zu oft Spieler. Es ist viel Stückwerk', sagte der SVF-Coach. Als Konsequenz trainieren die Fellbacher in dieser Woche nur einmal. Das soll für kommenden Samstag reichen - dann gastieren sie beim Tabellenzweiten TSV Herrsching. Ohne Raimund Abele. SV Fellbach: Hanenberg, Klaue, Lückemeier, Nadale, Kreuzer, Peéry, Köder, Abele, Klass, Holler, Hainich, Koch.


Quelle: Fellbacher Zeitung


Ansprechpartner Presse


Presse & Öffentlichkeitsarbeit
SV Fellbach, Abteilung Volleyball
mail

Hall of Fame

Deutscher Vizemeister: 1998

Meister 2. Bundesliga 1995, 2001, 2015, 2016 

Aufstieg 2. Bundesliga: 2012

Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

Sieger Süddeutscher Pokal 2014

Landespokalsieger 2015

 

Ehemalige Fellbacher Volleyballsternchen:

Karlo Striegel, Frank Bachmann, Christian Pampel, Holger Werner,Alexander Haas, Alexander Walkenhorst, Goran Iliev, Matthias Pompe, Simon Tischer, Christian Metzger, Dirk Oldenburg, Michael Dornheim, Jörg Ahmann, Stepan Masic, Ronny Pietsch, Christian Kilgus, Dirk Taubert, Robert Jetschina, Ronald Rietz, Paul Duerden, Petri Sainio, Marc Blaich, Michael Raddatz, Adis Katanovic, Simo Hanaoui, Gregory Hansen, Jochen Schmid, Adis Katanovic, Edgar Tetsuekoue ...