Maximales Engagement wird nicht belohnt

Der unerfahrenen Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach unterlaufen zu viele Ungenauigkeiten, weshalb sie ungeachtet einer beherzten Vorstellung auch das Heimspiel gegen den TSV Unterhaching II – mit 1:3 – verliert.


05.11.2018

Die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach halten zusammen und auch mit den bayerischen Gästen lange gut mit, noch sind aber zu oft zu schnell Punkte weg. Foto: Patricia Sigerist

Die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach haben am Samstagabend vor heimischer Kulisse mit 1:3 (14:25, 25:18, 16:25, 22:25) gegen den TSV Unterhaching II verloren. Dabei waren Parallelitäten zum vorhergehenden Heimauftritt, der 0:3-Niederlage gegen den SV Schwaig, zu erkennen. Denn erneut boten die Fellbacher einen beherzten Auftritt mit maximalem Engagement. Doch erneut fehlte es der jungen Mannschaft an Erfahrung und Konstanz, um Vorteile und gute Momente im Spiel am Ende auch in einen Sieg gegen die bayerischen Gäste umwandeln zu können. So musste die Fellbacher Abteilungsleiterin Alexandra Berger nach 98 Minuten Spielzeit und dem Abpfiff des Schiedsrichters Bernd Seiter aus Remchingen feststellen: „Der Einsatz hat gestimmt, das war klasse. Es war vor allem im dritten und vierten Satz ein Spiel auf Augenhöhe. Alles in allem war der Gegner aber konstanter und hat seine Routine ausgespielt.“

So gab am Ende erneut – wie schon gegen den SV Schwaig – die Prise mehr an Routine den Ausschlag. Der Fellbacher Trainer Thiago Welter konnte zum Beispiel nicht auf Akteure wie Roy Friedrich, 30, oder Aleksandar Milovancevic, 32, zurückgreifen. Dem 30-jährigen Brasilianer fehlten damit – im Gegensatz zu seinem Pendant Jürgen Pfletschinger – viele, ja, sehr viele Erfahrungswerte aus erster Bundesliga und Europapokal. Im Spielverlauf machte sich dies immer wieder bemerkbar. Gut, der erste Satz war aus Sicht der Hausherren ein Totalausfall. Einem schwachen Start folgte eine noch schwächere Fortsetzung, schnell war der erste Durchgang so mit 14:25 verloren. Dann aber wachten die SVF-Volleyballer auf. Seite an Seite ging es mit den Gästen in den zweiten Abschnitt, beim Stand von 9:9 übernahmen dann aber die Thiago Welter Anvertrauten das Geschehen. Sie setzen sich vom Gegner ab und münzten ihren Vorsprung schließlich solide in den 1:1-Satzausgleich um.

So sollte es aus Fellbacher Sicht weiterlaufen. Im dritten Abschnitt lief es dann in der Tat zunächst kaum schlechter. Zunächst! Die SVF-Vertretung schob sich mit 10:7 nach vorne, ehe eine Auszeit der Gäste den erfolgreichen Tatendrang jäh bremste. Was gerade noch akkurat funktionierte, wollte plötzlich nicht mehr gelingen. Dabei spielte es auch keine Rolle, wen und wie oft Thiago Welter wechselte. Die SVF-Akteure gerieten in gewisser Weise außer Rand und Band: 12:15, 13:18 – schließlich 16:25. Oder anders gesagt: 6:18 Punkte in Serie – und Satz drei war dahin. Und im Folgedurchgang wendete sich erneut bei einer 10:7-Führung für den SVF das Geschehen: 11:12, 17:20 – der Schlusspfiff kam beim Stand von 22:25. „Bei uns sind zu viele Fehler gehäuft aufgetreten“, sagte Alexandra Berger. „Eine Ungenauigkeit kommt zur anderen, und schon sind schnell viele Punkte weg.“

Stimmt. So war es zu Hause gegen den SV Schwaig, so war es am Samstagabend auch gegen den TSV Unterhaching II. Doch was auch stimmt: Mit jedem Spiel, mit jedem Ballwechsel gewinnen die SVF-Akteure an Erfahrung. So stellt sich einzig die Frage, wie steil die Lernkurve der Mannschaft sein wird. Fleiß, Einsatz, Moral und Teamgeist passen. Geduld beim Trainer ist vorhanden. Die Zeit spielt also an sich für die SVF-Vertretung. Allerdings endet die Spielrunde Mitte April. Endlos Zeit ist also dann doch nicht vorhanden. SV Fellbach: Harms, Maser, Epple, Nadale, Pfeffer, Leipert, Blötscher, Benz, Peemüller, Spasov, Peéry, Hirning, von Berg, Klaue.

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung

 


Ansprechpartner Presse


Presse & Öffentlichkeitsarbeit
SV Fellbach, Abteilung Volleyball
mail

Hall of Fame

Deutscher Vizemeister: 1998

Meister 2. Bundesliga 1995, 2001, 2015, 2016 

Aufstieg 2. Bundesliga: 2012

Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

Sieger Süddeutscher Pokal 2014

Landespokalsieger 2015

 

Ehemalige Fellbacher Volleyballsternchen:

Karlo Striegel, Frank Bachmann, Christian Pampel, Holger Werner,Alexander Haas, Alexander Walkenhorst, Goran Iliev, Matthias Pompe, Simon Tischer, Christian Metzger, Dirk Oldenburg, Michael Dornheim, Jörg Ahmann, Stepan Masic, Ronny Pietsch, Christian Kilgus, Dirk Taubert, Robert Jetschina, Ronald Rietz, Paul Duerden, Petri Sainio, Marc Blaich, Michael Raddatz, Adis Katanovic, Simo Hanaoui, Gregory Hansen, Jochen Schmid, Adis Katanovic, Edgar Tetsuekoue ...