Mit guten Bekannten in der dritten Liga

Die zweite Mannschaft des SV Fellbach hat vor der nächsten Saison zwar keinen allein verantwortlichen Trainer gefunden, kann dafür aber auf Marvin Klass und den einen oder anderen mehr mit Zweitliga-Vergangenheit setzen.


28.07.2018

Marvin Klass (links) unterstützt fortan die zweite Vertretung des SV Fellbach in der dritten Liga, der Angreifer Timo Koch will das vielleicht auch machen. Fotos: Patricia Sigerist

Knapp zwei Monate vor dem ersten Pflichtspiel sind die Volleyballer des SV Fellbach II am Dienstagabend in die Vorbereitung auf ihre zweite Saison in der dritten Liga eingestiegen. Wenn sich dann am 22. September zum Auftakt der Regionalliga-Meister und Aufsteiger TSG Blankenloch in der Gäuäckerhalle I vorstellen wird, ist noch nicht klar, wer genau an diesem Tag bei den Gastgebern an der Seitenlinie die Leitung übernehmen wird. Die Suche nach einem festen Trainer und damit einem Nachfolger von Michael Dornheim, der im Januar sein Amt aufgegeben hatte, war bis zuletzt erfolglos.

Die Verantwortlichen der Zweitvertretung des SV Fellbach haben sich deshalb eine bemerkenswerte Notlösung einfallen lassen, mit der sie wohl auch in die nächste Runde starten. „Der Trainermarkt in der Region ist sehr klein. Wir hatten ein paar Interessenten, aber über eine erste Kontaktaufnahme sind wir nicht hinausgekommen“, sagt Tim von Struensee. Der Libero und Sportliche Leiter beim SV Fellbach II, der vor Kurzem geheiratet hat (zuvor: Tim Rainer), ist nach seiner überstandenen Verletzung (Handgelenksbruch), die ihn zuletzt in der Rückrunde zum Zuschauen verurteilt hat, wieder einsatzbereit und selbst ein Teil des Dreigestirns, das in den nächsten Wochen und Monaten gemeinsam das Sagen haben wird. „Sofern uns nicht doch noch durch eine glückliche Fügung ein fester Trainer zufliegt“, wie Tim von Struensee einschränkt. Zusammen mit den beiden Ex-Kapitänen der ersten Mannschaft, Marvin Klass, 29, und Patrick Köder, 27, wird er die Trainingseinheiten vorbereiten und auch die Übungen beaufsichtigen. „Das ist ein Experiment, auf das wir uns in der Mannschaft bei einer Sitzung geeinigt haben. Wie es funktioniert und wer genau an den Spieltagen das Amt des Coaches übernehmen wird, ist noch offen“, sagt Tim von Struensee.

Sollten alle drei im Trainerteam gleichzeitig als Aktive auf dem Feld stehen, was durchaus möglich sein kann, dann stünden eventuell auch die Abteilungsleiterin Alexandra Berger oder Jörg Ahmann, der Interimscoach der Rückrunde, bereit, um zu helfen, sagt Tim von Struensee.

Deutlich klarer ist die Situation im Personalbereich auf dem Spielfeld beim Drittligisten: So ist Richard Peemüller, der letztjährige Zugang aus Dresden, mittlerweile komplett in den Zweitliga-Kader der Fellbacher Volleyballer aufgerückt. Der in der vergangenen Saison überragende Mittelblocker Florian Sellner, davor auch schon in der zweiten Bundesliga am Blocken, tritt kürzer und geht nur noch für die dritte Vertretung des SVF ans Netz. Marco Hentschel wird demnächst als Gegner auflaufen, nachdem er ein Studium in Hessen begonnen und sich dem Ligarivalen TV Waldgirmes angeschlossen hat. Thomas Ranner und Martin Freundt, die schon in der vergangenen Drittliga-Saison nur sporadisch mitgewirkt haben, behalten ihre Spielerpässe in Fellbach, werden aber nur im äußersten personellen Notfall aushelfen. Damit bleiben vom bisherigen SVF-Kader, der sich im Drittliga-Abstiegskampf behauptet und die abgelaufene Runde auf dem achten Tabellenplatz abgeschlossen hat, folgende Akteure übrig: Simon Wich, Ole Lepthin, Matthias Welsch, Tim von Struensee, Benjamin Heumann, Johannes Mattig, Moritz Hirning, Oliver Pesch und der Franzose Mathieu Imbert.

Neu hinzu kommen Patrick Köder und Marvin Klass, die langjährigen Topkräfte der ersten Formation, die – wie eingangs geschildert – auch abseits des Spielfelds mit eingebunden werden. Und auch Timo Koch, der sich wie Patrick Köder und noch einige andere mehr in den vergangenen Wochen aus dem Zweitliga-Aufgebot zurückgezogen hat, ist eine Klasse tiefer ein Thema. „Wir sind sehr interessiert und haben schon mehrere Gespräche mit ihm geführt, bislang fehlt aber seine endgültige Zusage“, sagt Tim von Struensee, der auch einen externen Zugang vermelden kann: Vom TV Bühl hat sich der 18-jährige Andac Tümkaya der Zweitformation der Fellbacher, die sich als rotes Rudel verstehen, angeschlossen. Der 1,87 Meter große Außenangreifer trainierte in der vergangenen Saison regelmäßig mit dem Erstliga-Team der Nordbadener und stand auch schon im Aufgebot der Bühler, kam aber ausschließlich im Jugendteam und in der zweiten Mannschaft, in der Oberliga, zum Einsatz.

Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung


Ansprechpartner Presse


Presse & Öffentlichkeitsarbeit
SV Fellbach, Abteilung Volleyball
mail

Hall of Fame

Deutscher Vizemeister: 1998

Meister 2. Bundesliga 1995, 2001, 2015, 2016 

Aufstieg 2. Bundesliga: 2012

Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

Sieger Süddeutscher Pokal 2014

Landespokalsieger 2015

 

Ehemalige Fellbacher Volleyballsternchen:

Karlo Striegel, Frank Bachmann, Christian Pampel, Holger Werner,Alexander Haas, Alexander Walkenhorst, Goran Iliev, Matthias Pompe, Simon Tischer, Christian Metzger, Dirk Oldenburg, Michael Dornheim, Jörg Ahmann, Stepan Masic, Ronny Pietsch, Christian Kilgus, Dirk Taubert, Robert Jetschina, Ronald Rietz, Paul Duerden, Petri Sainio, Marc Blaich, Michael Raddatz, Adis Katanovic, Simo Hanaoui, Gregory Hansen, Jochen Schmid, Adis Katanovic, Edgar Tetsuekoue ...