Mit Potenzial für Überraschungen

Angeführt vom neuen Trainer Thiago Welter beginnt für die Schlagmänner des SV Fellbach am Samstag, 19.30 Uhr, beim SV Schwaig die Saison in der zweiten Bundesliga.


22.09.2017

Foto: Picture Partners

Sportlich betrachtet steht dem Meister der zweiten Volleyball-Bundesliga am Saisonende das Aufstiegsrecht in die höchste deutsche Spielklasse zu. Ob der Primus diese Möglichkeit aber auch nutzt, ist ihm überlassen. Die vergangenen Titelträger – die L. E. Volleys aus Leipzig (2014), der SV Fellbach (2015 und 2016) und zuletzt die Volleyballer aus Eltmann (2017) – haben aus finanziellen und strukturellen Gründen darauf verzichtet, eine Lizenz für die erste Liga zu beantragen. Ob sich an dieser Gewohnheit in der neuen Runde, die für die Fellbacher Schlagmänner am Samstag, 19.30 Uhr, beim SV Schwaig beginnt, etwas ändert, wird sich im Mai zeigen, wenn die entsprechenden Unterlagen bei der Deutschen Volleyball Liga (DVL) eingereicht werden müssen.

Genügend Kandidaten, die sich das sportliche Aufstiegsrecht sichern wollen, gibt es auf jeden Fall. Mindestens die Hälfte der zwölf berechtigten Teams (die beiden Stützpunkt-Mannschaften aus Frankfurt und Friedrichshafen haben einen Sonderstatus) will nach eigenem Bekunden am Saisonende unter den ersten drei in der Tabelle landen. Der SV Fellbach gehört diesmal nicht dazu. „Ich halte Platz vier bis acht für realistisch“, sagt der neue Trainer Thiago Welter. Schon kurz darauf fügt der 29-jährige Brasilianer allerdings selbstbewusst an: „Wenn wir das Potenzial abrufen, das in unserem Kader steckt und wenn wir unsere Trainingsleistungen aufs Spielfeld bringen, dann gibt es keine Mannschaft, die wir nicht bezwingen können.“

Die Basis für diese Annahme liegt in den Monaten Februar, März und April dieses Jahres, als der SVF unter Thiago Welters Vorgänger Markus Weiß acht der letzten neun Saisonspiele gewann und aus der Abstiegszone noch bis auf Abschlussplatz vier kletterte. „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass der dritte Meistertitel in Folge nach Fellbach gegangen wäre, hätte es in der Hinrunde nicht so ein massives Verletzungspech gegeben“, sagt Thiago Welter, der zu Beginn des Jahres noch als Spieler beim Ligarivalen und späteren Meister Volleys Eltmann unter Vertrag stand. Als neuem Cheftrainer des SVF stehen ihm neun Akteure aus der Vorsaison zur Verfügung. Fehlen wird hingegen der langjährige Kapitän Marvin Klass, zudem ist nicht klar, ob das Beachvolleyball-Duo Yannick Harms und Philipp Arne Bergmann im Laufe der Saison mitwirken wird.

„Ich beschäftige mich allein mit dem Personal, das ich zur Verfügung habe und nicht mit Eventualitäten“, sagt Thiago Welter, der speziell die sportliche Entwicklung von Zugang Manuel Harms, von Jan Jalowietzki und vom erst 17-jährigen Daniel Schön, der aus der zweiten Mannschaft aufgestiegen ist, lobt.

Die Position des Zuspielers wird vorerst einzig Patrick Köder einnehmen, nachdem sich Felix Klaue eine Woche vor dem Saisonstart eine Handverletzung zugezogen hat und voraussichtlich mehrere Wochen ausfällt. Sehr glücklich ist Thiago Welter derweil über den jüngsten Zugang, Tim Holler. Der diesjährige deutsche Meister im Beachvolleyball hat sich nach seiner Ausmusterung aus dem Nationalkader entschieden, seine Karriere unter dem Hallendach wieder zu forcieren. „Er ist aufgrund seiner Erfahrung und seiner  Klasse im Außenangriff gesetzt“, sagt Thiago Welter vor dem Auftaktspiel in Franken. Für alle anderen Positionen – mit Ausnahme des Zuspielers – gibt es mehrere Kandidaten.

„Jeder einzelne im Team hat sich in den vergangenen Wochen der Vorbereitung rasant nach vorne entwickelt. Ich freue mich auf die Saison, auch wenn wir noch jede Menge Luft nach oben haben“, sagt Thiago Welter.

Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung


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