Mit verstärktem Angriff zu mehr Druck

Der SV Fellbach will nach dem schwachen Start am Samstag, 20 Uhr, im ersten Heimspiel dieser Saison in der zweiten Bundesliga die Gäste des TV/DJK Hammelburg anhaltend beschäftigen und zählt dabei unter anderen auf Valters Lagzdins.


29.09.2017

Foto: Patricia Sigerist

Als Thiago Welter in der vergangenen Saison in der zweiten Volley- ball-Bundesliga auf den TV/DJK Hammelburg getroffen ist, da ging es für sein Team um so etwas wie die inoffizielle unterfränkische Meisterschaft. Rund 70 Kilometer trennen die beiden Konkurrenten in Nordbayern, westlich und östlich von Schweinfurt. Geendet haben beide Duelle jeweils mit einem Sieg der Auswärtsmannschaft, am Schluss der Runde sicherte sich Thiago Welter als Spieler mit den Volleys Eltmann den Meistertitel, während der Nachbar auf Platz sieben landete. Am Samstag (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) trifft der 29-Jährige erneut auf den TV/DJK Hammelburg. Allerdings ist der Brasilianer mittlerweile nicht mehr auf dem Spielfeld aktiv, sondern leitet als Trainer die Volleyballer des SV Fellbach an. Auch ist das Duell kein Derby, schließlich reisen die Gäste aus Bayern knapp 200 Kilometer an. „Ich habe ihre ersten beiden Spiele auf Video analysiert. Sie spielen fast noch das identische System, allerdings sind sie personell noch stärker aufgestellt als in der Vorsaison“, sagt Thiago Welter.

Zwar haben die Gäste im Sommer in Moritz Karlitzek (zum Erstligisten Rhein-Main-Volleys) und dem finnischen Ex-Nationalspieler Kasper Vuorinen (zum österreichischen Vizemeister SK Aich/Dob) zwei Leistungsträger verloren, allerdings haben gleich drei deutsche Juniorennationalspieler das Team verstärkt: Georg und Peter Wolf bringen von den Rhein-Main-Volleys aus Rüsselsheim ebenso Erstligaerfahrung mit wie der in Stuttgart-Plieningen aufgewachsene Moritz Rauber, der in der vergangenen Saison mit dem VC Olympia Berlin in der höchsten nationalen Klasse unterwegs war. „Für uns gilt taktisch das Gleiche wie schon in Schwaig. Wenn wir es schaffen, den Gegner unter Druck zu setzen und nicht zu seinem Spiel kommen zu lassen, dann haben wir eine gute Chance“, sagt Thiago Welter. Bei der 0:3-Niederlage vor den Toren Nürnbergs am vergangenen Samstag gelang dies den Fellbachern über weite Strecken nicht. Das soll im ersten Heimspiel anders werden. Erstens weil seine Spieler im Training „sehr gut und sehr konzentriert“ (Thiago Welter) gearbeitet haben , zweitens weil es in personeller Hinsicht besser aussieht als beim Saisonauftakt. Speziell gilt dies im Angriff: Tim Holler, Anfang des Monats deutscher Meister auf Sand geworden, kam in Schwaig grippegeschwächt nur zu einem Kurzeinsatz. Nun ist er wieder fit. Auch Valters Lagzdins, dessen Einsatzzeit nach einer Wadenverletzung zuletzt noch sehr knapp dosiert werden musste, ist wieder annähernd bei 100 Prozent seiner Kräfte. „Seine Erfahrung ist natürlich für uns ein ganz wichtiger Trumpf“, sagt Thiago Welter, der zudem einem dritten Angreifer, Jan Jalowietzki, eine „sensationelle Trainingswoche“ attestiert.

Ohnehin ist er überzeugt, dass sein Team gegen die Gäste aus dem erweiterten Favoritenkreis gute Chancen hat, wenn es das im Training angedeutete Potenzial auch am Samstag abrufen kann. „Keine Frage, wir stehen nach dem schlechten Spiel in Schwaig schon ein wenig unter Druck, aber ich glaube, dass wir – speziell mit unserem Publikum im Rücken – eine deutlich bessere Leistung zeigen und punkten werden“, sagt Thiago Welter. Die Gäste aus Hammelburg haben schon fünf Zähler auf dem Konto, hatten aber sowohl beim 3:1 gegen den vom ehemaligen Fellbacher Meistercoach Diego Ronconi trainierten Aufsteiger SSC Karlsruhe als auch beim 3:2 in Leipzig viel Mühe.

Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung


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