Nach dem Spiel sind die Gastgeber in Eile

Dem Zweitliga-Tabellenführer steht ein umfangreiches Wochenendprogramm bevor: Am Samstag trifft der SV Fellbach um 18.30 Uhr daheim auf die FT Freiburg, am Sonntag folgt um 14.30 Uhr das Auswärtsspiel bei den L. E. Volleys in Leipzig. Thomas Rennet


11.03.2016

Foto: Patricia Sigerist

Für gewöhnlich räumen die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach nach Heimspieltagen selbst und selbstlos in der Halle auf. Später in der Nacht fahren sie dann mit ihren Sporttaschen und der Chance nach Hause, sich von den Anstrengungen der Woche und des Abends zu erholen. An diesem Samstag müssen andere in der Abteilung Trainersofa oder Werbebanden ins betreffende Kämmerlein verfrachten, und daheim werden die Spieler auch nicht auftauchen. Sie fahren von einer Begegnung zur anderen. Nach dem ersten Vergleich des Wochenendes am Samstagabend (18.30 Uhr, Gäuäckerhalle I) mit der FT Freiburg wollen die Akteure um den Kapitän Marvin Klass nicht viel Zeit verlieren; sie werden nach dem Dehnen und Duschen so rasch wie möglich zu den beiden Kleinbussen eilen, die sie zum nächsten – und gar nicht nahe gelegenen – Ligaauftritt bringen werden. Am Sonntagnachmittag (14.30 Uhr, Halle an der Leplaystraße) folgt fünf Autostunden entfernt der Auswärtstermin bei den L.E. Volleys in Leipzig.

Die Spieler können sich in den Fahrzeugen zurücklehnen und über eben Erlebtes, über Meisterleistung oder Missgeschick, sinnieren. Der Cheftrainer Markus Weiß und der Statistikexperte Marcel Frisch sind als Chauffeure auserkoren. Sie werden nach dem ausgeklügelten Plan des Teammanagers Stephan Strohbücker ein Hotel in Plauen ansteuern. Dort, schon in Sachsen, wird die schlagende Verbindung übernachten und am Sonntag nach dem Frühstück die restlichen 150 Kilometer hinter Autofenstern absitzen. Tour, Tortur und Zusatzkosten sind auf die Hallenproblematik in Leipzig zurückzuführen, die sich zuletzt noch einmal verschärft hat. Die L. E. Volleys mussten in partieller Ermangelung einer Wirkungsstätte mehrere Heimspiele verlegen, darunter auch jenes gegen den Ligaersten SV Fellbach, das zunächst am vergangenen Samstag vorgesehen war. Für die Leipziger ist das überhaupt nicht lustig. Auch an diesem Wochenende haben sie es nicht einfacher als ihre Gäste: Der Tabellensiebte schlägt am Samstagabend um 20 Uhr in Dachau auf.

Die L. E. Volleys waren in dieser Saison schon mal sehr viel besser. Sie waren ziemlich lang vorn in dieser Liga bis Ende November. Jetzt ist nichts mehr so, wie es im Herbst war. Der bis dahin letzte Erfolg datiert vom 5. Dezember (3:1 beim TSV G. A. Stuttgart). Seither unterlagen die Sachsen in Serie, insgesamt sechsmal. Auch ihre Heimstärke haben sie in der viel zu kleinen Halle an der Leplaystraße, in der höchstens 199 Zuschauer Aufnahme finden, eingebüßt. Und das mit Spielern wie Sebastian Hähner oder Jannik Kühlborn, die zu den Begabtesten in ihrer Spielklasse gehören. Mit ihnen liegt der Ligaprimus vergangener Wochen jetzt siebzehn Punkte hinter dem SV Fellbach zurück und acht hinter dem Tabellenvierten FT Freiburg, der, seit 2001 in der zweiten Bundesliga, aus guter Gewohnheit eine gute Saison absolviert.

Markus Weiß schaut der Doppelschicht eher mit Vorfreude denn mit Sorge entgegen. „Wir wach- sen mit unseren Herausforderungen“, sagt der Fellbacher Trainer. Tatsächlich ist sein Team in dieser Runde wieder gewachsen, zudem bevorzugt dann zu großer Form aufgelaufen, wenn große Aufgaben zu bewältigen waren. So ist der Meister nun unter der Anleitung von Markus Weiß wieder nahe dran am Zweitliga-Titel. Vier Spiele sind es noch. Der SV Fellbach, bis dahin schon 17-mal erfolgreich, braucht höchstens noch drei Siege für die neuerliche Meisterfete. Zwei davon kann er an diesem Wochenende hinzufügen.

Markus Weiß hat dafür das Training angepasst, die Belastung begrenzt. „Wir versuchen, die Jungs befreit aufspielen zu lassen“, sagt der A-Lizenz-Inhaber. „Wir legen den Fokus vor allem auf unser Spiel, wir müssen unsere Situationen im Spiel gut gestalten.“ Die Planung vor und zwischen den Begegnungen soll ihren Teil dazu beitragen. Nach dem letzten Hieb am Samstagabend werden sich die Akteure um den Diagonalangreifer Timo Koch möglichst rasch auf den Weg in Richtung Leipzig machen, um in Plauen „den nötigen Schlaf zu bekommen“ (Weiß). In der heimischen Halle, auch das ist längst geplant, räumen dafür Stephan Strohbücker und die Volleyballer der dritten Mannschaft des SVF auf.

 

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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