Nach zwei Matchbällen nicht mehr gut genug

Die Drittliga-Mannschaft des SV Fellbach führt daheim gegen den Aufsteiger MTV Ludwigsburg deutlich, hat nach dem dritten Durchgang aber keine Chance mehr und unterliegt am Ende ohne nennenswerte Gegenwehr mit 2:3.


16.12.2019

Max von Berg (im Angriff ) kann sich mit seinen Fellbacher Teamgefährten nur in der ersten Phase der Begegnung mit dem MTV Ludwigsburg durchsetzen. Foto: Maximilian Hamm

Die Drittliga-Volleyballer des SV Fellbach können gegen den MTV Ludwigsburg offenbar nicht gewinnen. Wie schon bei der 2:3-Auswärtsniederlage zum Saisonauftakt mussten sich die Fellbacher auch am Samstagabend vor heimischer Kulisse mit 2:3 (25:12, 25:22, 31:33, 17:25, 3:15) geschlagen geben. Dabei hat sich das SVF-Team gegen den Aufsteiger fast schon selbst besiegt.

2:0 für die Gastgeber um Max von Berg, so war es am Samstag kurz nach 21 Uhr in der Gäuäckerhalle I auf der Anzeigetafel zu lesen. Und unter der 2 stand eine 24, während unter der 0 eine 22 zu entziffern war. Die SVF-Formation hatte also zwei Matchbälle. „Wir hatten klare Chancen, das Spiel mit 3:0 zu gewinnen“, sagte nach Spielende, kurz nach 22 Uhr, Alexandra Berger. Die Abteilungsleiterin der SVF-Volleyballer, gleichzeitig auch Assistenztrainerin von Jan Lindenmair in der dritten Liga, ergänzte: „Wir schaffen den entscheidenden Punkt aber nicht. Dann ging es hin und her, alles war möglich.“ Möglich machten dabei vor allem die Hausherren selbst die sportliche Wiederauferstehung der Gäste. Denn wirklich im Spiel waren diese erst, als alles fast vorbei war.

Zunächst gingen die Ludwigsburger im ersten Abschnitt zwar mit 4:0 in Führung, dann waren aber die Fellbacher am Zug. Sie legten mit neun Punkten in Serie satzentscheidend vor. „Wir lagen dann auch im zweiten Durchgang immer ein wenig vorne“, sagte Alexandra Berger: „So kamen wir souverän zu einem 2:0-Vorsprung.“ Und auch im dritten Abschnitt ließen sich die Fellbacher Drittliga-Akteure zunächst nicht beirren. Die Gäste um ihren Trainer Frank Racky hielten dabei aber Schritt. Erst gegen Ende des Satzes konnten sich die Hausherren in der Gäuäckerhalle I – vermeintlich spielentscheidend – ein wenig absetzen. Doch der Durchgang sollte schließlich doch, nach verbissenem Kampf um jeden Punkt, mit 33:31 an den MTV Ludwigsburg gehen. „Nach den vielen vergebenen Möglichkeiten zum Sieg war der Satzverlust der Knackpunkt“, sagte Alexandra Berger. „In den Köpfen war die Begegnung danach verloren.“

Wieso die Volleyballer des SVF nach dem Verlust des dritten Durchgangs, bei einer 2:1-Satzführung, das Kräftemessen in der Gäuäckerhalle I dann verloren gaben, das mag und muss das Geheimnis von Alexandra Berger und Co. bleiben. Der Druck lag bei den Gästen, sie durften sich keinen Satzverlust mehr leisten. Die Hausherren waren immer noch im Vorteil. Gut, der Verlust des dritten Durchgangs war bitter, warum musste im Anschluss daran aber mit 17:25 und 3:15 der komplette volleyballerische Offenbarungseid folgen? Das mag verstehen, wer will, die Anhänger der SVF-Vertretung verstanden es am Samstagabend nicht.

Was bleibt zum Jahreswechsel? Die Fellbacher stehen nunmehr im Niemandsland der Tabelle. Nach oben kann, auch bei zwei ausstehenden Nachholspielen, kaum mehr etwas gehen. Denn ohne Moral sind eher keine engen Spiele gegen die spielstarken Mannschaften zu gewinnen. Nach unten sollte im Klassement auch nichts passieren. Die individuelle Klasse der SVF-Spieler sollte ausreichen, um auch noch zu weiteren Siegen zu kommen. Also irgendwie ist alles ausreichend, aber nicht gut genug. So wie am Samstagabend: ausreichend für fast drei Satzgewinne, aber nicht genug für diesen Sieg. SV Fellbach: Höß, Mättig, Nadale, Lückemeier, Moritz Hirning, Spasov, von Berg, Klaue, Koch.

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung


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