Neuaufbau unter neuem Namen

Die SVF-Akteure treten in der zweiten Bundesliga offiziell als „#RotesRudel Fellbach“ an. Zum Saisonauftakt gastiert das Team um den Trainer Thiago Welter in Rüsselsheim.


14.09.2018

Foto: Patricia Sigerist

Noch sind sie den Volleyball-Fans in der Region und in Süddeutschland einigermaßen präsent: Die bei-den Meistertitel in der zweiten Bundesliga Süd, die der SV Fellbach 2015 und 2016 gesammelt hat, ohne allerdings anschließend in die deutsche Eliteklasse aufzurücken. Jedoch verblasst die Erinnerung an diese Höhepunkte mehr und mehr. Zuletzt gab es in der Abschlusstabelle die Ränge vier sowie zehn, und auch vom einstigen Personal ist nicht mehr viel übrig: In Felix Klaue und Valentino Nadale gehen am Sonntag (16 Uhr, Großsporthalle) zum Saisonauftakt bei der TG Rüsselsheim II noch zwei Akteure aus dem 16-köpfigen Meisterkader des Jahres 2016 in die neue Runde.

Davon, nach 24 Spieltagen, Mitte April noch einmal das Klassement anzuführen und sich Gedanken über einen Start in der ersten Bundesliga zu machen, spricht unter dem Kappelberg momentan niemand. „Wir waren schon in der vergangenen Saison keine Spitzenmannschaft, nur müssen wir es jetzt auch schaffen, überall klar und deutlich zu kommunizieren, dass wir andere Ziele haben, als vom Aufstieg und vom Profivolleyball zu träumen“, sagt der brasilianische Ideengeber Thiago Welter, der in seine zweite Saison mit dem SVF startet. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Jan Lindenmair und den Abteilungsvorderen hat der Südamerikaner deshalb für die erste Mannschaft einen Strategie- und Philosophiewechsel ange-kündigt und einen Neuaufbau eingeleitet. Zum einen selbst gewollt, zum anderen aber auch aufgrund personeller und monetärer Möglichkeiten sowie Notwendigkeiten. „Wir haben im Vergleich zur Konkurrenz nicht wenig Geld – wir haben gar kein Geld. Deshalb muss ich mir gar nicht erst Gedanken darüber machen, wie ich ehemalige Erstligaspieler beziehungsweise ausländische Profis anlocken könnte“, sagt der Fellbacher Übungsleiter.

So hat sich das Trainergespann eine sportliche Herausforderung geschaffen: „Wir wollen ehrgeizigen, talentierten Spielern, die an unser Konzept glauben, die Chance geben, sich zu entwickeln und von Übungseinheit zu Übungseinheit besser zu werden“, sagt Thiago Welter, der sein 14-köpfiges Aufgebot nach der Vorbereitung schon auf einem guten Weg sieht. Acht Spieler, darunter Leistungsträger wie der Lette Valters Lagzdins und der Kapitän Patrick Köder haben das erste SVF-Ensemble im Sommer verlassen. Geblieben sind neben Felix Klaue und Valentino Nadale nur Manuel Harms, Johannes Leipert, und Patrick Pfeffer. Gemeinsam mit neun Zugängen, größtenteils aus tieferen Spielklassen und weitgehend ohne Erfahrung in der zweithöchsten deutschen Liga, bilden sie den neuen Kader. „Bei uns gibt es keine Stars mehr. Bei uns wird jeder gleich behandelt und jeder hat seine Chancen, sich in den Vordergrund zu spielen“, sagt Thiago Welter, der in Manuel Harms einen neuen Mannschaftsführer gefunden hat.

Der schon seit längerem propagierte Teamname „Rotes Rudel“ wurde derweil mit einem Hashtag versehen. So finden sich die SVF-Volleyballer in den offiziellen Dokumenten der Liga nun als „#RotesRudel Fellbach“ wieder. Auch diese Änderung soll dazu beitragen, enger zusammenzurücken und nach den Er-folgen auf dem Spielfeld, mit den Meistertiteln 2015 und 2016, eine neue Identität zu schaffen. „Wenn es sportlich nicht zum Klassenverbleib reichen sollte, dann müssen wir das akzeptieren. Aber ich bin op-timistisch und glaube, dass wir gute Voraussetzungen haben, um viele Experten, aber auch einige Gegner zu überraschen“, sagt der Trainer Thiago Welter.

Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung


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