Note sechs an einem tristen Novemberabend

Die zunächst so forsch auftrumpfende Zweitliga-Mannschaft des SV Fellbach erlebt ihren Tiefpunkt in dieser Saison. Der Gastgeber muss gegen den TuS Durmersheim nach ganz schwacher Vorstellung eine 0:3-Niederlage hinnehmen.


02.12.2013

iego Ronconi leidet sichtlich unter der erschreckend schwachen Leistung seiner Fellbacher Mannschaft gegen den TuS Durmersheim. Foto: Patricia Sigerist

Die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach laufen im Moment ihrer davor noch guten Form hinterher. So mussten die Fellbacher am Samstagabend zu Hause gegen den TuS Durmersheim eine heftige 0:3-Schlappe (18:25, 19:25, 17:25) hinnehmen. Es war der spielerische Tiefpunkt im zuletzt deutlichen Abflauen der bis vor wenigen Wochen noch so forsch auftrumpfenden SVF-Volleyballer.

Nach sieben Spielen wies die Fellbacher Bilanz sechs Siege aus. Ein gelungener Auftritt folgte dem nächsten. Die unbekümmert agierende SVF-Formation schmetterte sich mit Spielfreude und starken Leistungen bis an die Spitze der zweiten Liga. Mit der 2:3-Heimpleite gegen die TGM Mainz-Gonsenheim zeigten sich dann bereits die ersten dunklen Wolken am bis dahin tiefblauen Fellbacher Horizont. Der folgende solide 3:0-Heimerfolg gegen den GSVE Delitzsch schien die SVF-Akteure dann wieder auf die richtige, erfolgreiche Spur zu bringen. Doch es sollten Niederlagen in Friedrichshafen und Freiburg folgen. Und nun am Samstag gegen den TuS Durmersheim ging vor den 200 Zuschauern in der Gäuäckerhalle I auf Fellbacher Seite endgültig gar nichts mehr zusammen. 'Ich bin fassungslos', sagte der Teammanager Stephan Strohbücker nach der schnellen Niederlage in gerade 61 Spielminuten. 'Verlieren kann man ja, aber nicht so.'

Gemeinhin werden nach Partien wie der am Samstag Allgemeinplätze gebraucht: keine Einstellung, kein Wille, kein Zusammenhalt, keine Mannschaft - das sind auszugsweise die üblichen Formulierungen, die nach einem schwachen Auftritt schnell über die Lippen kommen. Greifbares liefern diese Pauschalierungen jedoch nicht. Der SVF-Trainer Diego Ronconi beschreibt den überaus schwachen Auftritt seiner Mannschaft am Samstag ganz anders: 'So wie man trainiert, so spielt man am Ende auch. Und das heute war das Ergebnis von rund vier Wochen schwacher Trainingsleistung.' Der A-Lizenz-Trainer stellt seinen Spielern also kein gutes Zwischenzeugnis für den November aus. Nicht vergessen sollte man in der aktuellen Situation aber sicher auch das Zeugnis bis zum November.

Da waren die Fellbacher Volleyballer zeitweise Klassenbeste, mit Belobigungen von allen Seiten. Es gilt nun den Mittelweg zu finden - auch wieder die Rolle in der Mitte der Liga. 'Wir sind mit der Situation an der Spitze nicht zurechtgekommen', sagte Diego Ronconi. 'Wir stehen weit vorne - und der TuS Durmersheim reist als Tabellenvorletzter an.' So spielten die Gäste munter los, locker und konzentriert zogen sie ihr Spiel durch. Die Fellbacher dagegen spielten gar nicht. Diego Ronconi musste in roter Farbe und mit doppelter Unterstreichung ins Klassenbuch schreiben: 'Sie waren bemüht'. Also: Note sechs, ungenügend. So waren an diesem tristen Novemberabend auch nicht mehr als magere 17, 19 und 18 Punkte möglich. Etwaige Ausreden ließ der Trainer des SV Fellbach dabei nicht gelten. 'Klar, wir waren geschwächt, weil Tim Holler wegen Kniebeschwerden nicht spielen konnte. Aber der breite Kader wurde uns bislang immer als unser Plus attestiert. Also bitte keine Entschuldigungen suchen.' Am Ende gab es eine krachende 0:3-Pleite, über die der Teammanager Stephan Strohbücker 'maßlos enttäuscht war'.

Diego Ronconi sah das Debakel als einen weiteren Eintrag ins Klassenbuch. 'Wir müssen jetzt wieder richtig gut trainieren, denn darin liegt die Basis des Erfolgs', sagt der Trainer. Zweimal noch sind die Volleyballer des SV Fellbach vor der kurzen Winterpause in der zweiten Bundesliga am Ball. Noch besteht die Chance, sich mit einem guten Halbjahreszeugnis in die Weihnachtstage zu verabschieden. SV Fellbach: Hanenberg, Klaue, Lückemeier, Nadale, Kreuzer, Peéry, Köder, Abele, Klass, Hainich, Koch, Holler.

 

Quelle: Uwe Abel, Fellbacher Zeitung


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