Nummer 5 spielt immer noch

Valentino Nadale, als Einziger seit 2012 dabei, fliegt mit den Gefährten dem Ende der Zweitliga-Zeit entgegen.


01.03.2019

Valentino Nadale Foto: Patricia Sigerist

Das Trikot mit der Nummer 5 hat noch denselben Besitzer. Am 22. September 2012 war der SV Fellbach nach achteinhalbjähriger Abstinenz wieder in der zweiten Bundesliga am Start. Der Aufsteiger unterlag bei den Etablierten vom GSVE Delitzsch mit 0:3. An jenem Abend versuchte sich auch einer am Widerstand gegen die Sachsen, der seither nichts von seinem Engagement eingebüßt hat. Nummer 5 spielt immer noch: Valentino Nadale hat in den vergangenen sechseinhalb Jahren als Einziger beim SV Fellbach ohne Unterlass Zweitliga-Volleyball präsentiert. Er flog am Anfang im Luftraum am Netz – und bald hoch hinaus. Nun fliegt er mit den Teamgefährten dem Ende der Zweitliga-Zeit entgegen. Die um Valentino Nadale herum stark veränderten Fellbacher spielen am Samstagabend (19.30 Uhr, Georg-Schäfer-Halle) bei den Volleys Eltmann, und demnächst spielen sie nicht mehr auf zweithöchstem Level im Land.

Valentino Nadale ist schon sehr lange beim SV Fellbach. Vor der Zweitliga-Premiere an jenem Samstag im September 2012 beim GSVE Delitzsch trug er bereits in der A-Jugend, in der Bezirksliga, in der Oberliga und in der Regionalliga das Trikot seines Vereins. Der nun 31-Jährige, ein Aufsteiger aus den eigenen Reihen, hat sich fortwährend verbessert. Er hat sich auch das Zweitliga-Niveau erarbeitet und ist dabei zum Meisterspieler gereift. Zweimal, 2015 und 2016, feierten die Fellbacher den Titel – mit Valentino Nadale. Lange schon steht er im Berufsleben. Familienvater ist er mittlerweile auch. Dennoch stemmt er sich auch in dieser Saison der Konkurrenz in der zweiten Liga entgegen. Wie stets und ohnehin nur mit sportlichem, ohne finanziellen Anreiz. „Valentino ist ein absoluter Teamplayer, der immer mit an Bord ist“, sagt Alexandra Berger, die Assistenztrainerin und Steuerfrau in der Abteilung.

Die 35-Jährige schätzt die Loyalität des Volleyballgefährten auch und gerade in den schwierigeren Zweitliga-Zeiten. „Als erfahrener Spieler, der Ruhe bewahrt, ist Valentino immens wichtig für uns“, sagt sie. Die Niederlagenserie kann allerdings auch der Mann der Mitte mit seinen Mitteln nicht aufhalten. Andere mit Erfahrung gehören mittlerweile nicht mehr dem Zweitliga-Aufgebot an, Klassespieler wie Marvin Klass, Yannick Harms, Jonas Hanenberg, Philipp Arne Bergmann, Patrick Köder oder Valters Lagzdins. Der Substanzverlust war zu groß. Gute Vor- und Ansätze reichen nicht in dieser Liga, dafür sind die Gegner zu versiert. Die neuformierten Fellbacher sehen deshalb jetzt mit großem Abstand zur besser besetzten Konkurrenz dem Abstieg entgegen. Fünf Spiele sind es noch. Das Trikot mit der Nummer 5 wird in dieser Zweitliga-Periode, die an einem Samstag im September 2012 begonnen hat, keinen neuen Besitzer mehr bekommen.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

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Landespokalsieger 2015

 

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