Premierensieg bei der Affenbande

Der SV Fellbach gewinnt


02.02.2015

Valentino Nadale ( links) und Patrick Köder haben erneut Grund zum Jubeln. Foto: Patricia Sigerist

Der Titel war bisher noch kein Thema. Das bestmögliche Ende der Bemühungen war zwar durchaus vorstellbar, ebenso allerdings für die anderen fünf, sechs Kandidaten auf den vorderen Plätzen der zweiten Bundesliga. Am Samstagabend jedoch haben die Volleyballer des SV Fellbach ihre Situation erheblich aufgewertet. Sie haben erstmals überhaupt bei der heimstarken FT Freiburg gewonnen, mit dem 3:1-Erfolg (25:22, 25:22, 26:28, 25:20) den Gastgeber wohl schon für den Rest der Runde distanziert und vorne keine Distanz zugelassen zu jenen, die (noch) etwas besser dastehen. Der Tabellenführer TSV G. A. Stuttgart ist in Reichweite und die Gelegenheit zum Greifen nah: Am nächsten Samstag (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) treten die guten Bekannten aus der Nachbarschaft zum Spitzenspiel in Fellbach an. 'Das ist doch klar, wenn wir die Stuttgarter schlagen, wollen wir natürlich auch die Meisterschaft', sagte Diego Ronconi, der Trainer des SV Fellbach.
Die Burdahalle ist für Gäste der vielleicht unattraktivste Teil Freiburgs. Dort vergeht ihnen nicht selten Hören und Sehen, weil sie in der zweiten Bundesliga vor entschlossenem Publikum einer entschlossenen Mannschaft gegenüberstehen. Die Prüfung hatte vor Samstag in dieser Saison nur der TSV G. A. Stuttgart bestanden, der sich mit 3:2 behaupten konnte und zumindest zwei Zähler mitnahm aus jener Halle, die in Freiburg liebevoll als Dschungel bezeichnet wird, in dem die 'Affenbande' zuschlägt. Drei Punkte hat nun als Erster der SV Fellbach mitgehen lassen. 'Darauf dürfen wir schon ein bisschen stolz sein', sagte Diego Ronconi, der einst, von 1997 bis 2006, selbst Trainer der FT Freiburg war.
An seiner ehemaligen Wirkungsstätte sah er vor exakt 361 Zuschauern 'ein Spiel auf hohem emotionalen Niveau'. Der FT-Spielertrainer Wolfgang Beck baut mit den ihm Anvertrauten gern viel Druck auf. Auch psychischen Druck. Die Freiburger Schlagmänner wollen ihre Gegner direkt über die kümmerlichen Aussichten aufklä ren. Doch die SVF-Akteure um den Kapitän Marvin Klass waren darauf vorbereitet: Sie ließen sich das Selbstvertrauen nicht rauben. Sie hatten ja auch nicht wenig davon eine Woche nach dem 3:1-Erfolg daheim gegen den GSVE Delitzsch, der mit der Niederlage in Fellbach seine Tabellenführung eingebüßt hatte. Sie waren nun auch für die nächste Aufgabe in jeder Hinsicht bereit: kaum einzuschüchtern, kaum unterzukriegen und mit spielerischen Mitteln ohnehin nicht so leicht aufzuhalten auf dem Weg zum zehnten Saisonsieg. 'Wir haben hier als Mannschaft gewonnen', sagte Diego Ronconi.
Alle halfen sie mit im Verbund. Nicht nur diejenigen, die am Samstagabend die Startformation des SVF bildeten: der Passgeber Patrick Köder, die Außenangreifer Marvin Klass und Timo Koch, die Blocker Valentino Nadale und Florian Sellner, der in der Offensive wie in der Defensive einmal mehr überragende Diagonalangreifer Valters Lagzdins und der zum wertvollsten Spieler gekürte Libero Sebastian Mättig. Später arbeiteten auch Tim Kreuzer, Sebastian Heermann, Felix Klaue und Tim Holler am Ärger auf Freiburger Seite. 'Für mich war dieser Sieg der bisher schwerste in der Saison', sagte Diego Ronconi.
Der nächste, es wäre dann schon der dritte der schweren Art in Serie, soll am kommenden Samstag in heimischer Halle gegen den TSV G. A. Stuttgart folgen. Der Gewinner hat ziemlich beste Chancen auf den Titel in der zweiten Bundesliga Süd. SV Fellbach: Klass, Lagzdins, Köder, Koch, Nadale, Sellner, Mättig, Heermann, Klaue, Kreuzer, Holler, Winter, Hainich, Peéry.

Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


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