Punkte, Pasta und Pizza

Die Gäste vom SV Fellbach stärken sich vor der Heimfahrt und davor bereits ihr Selbstvertrauen: Die Zweitliga-Mannschaft um den Trainer Thiago Welter kommt in Sachsen erneut gut zurecht und gewinnt beim GSVE Delitzsch mit 3:0.


06.11.2017

Foto: Patricia Sigerist

Der Tipp kam von Paul Lohrisch. Der Angreifer des GSVE Delitzsch wusste direkt eine Antwort auf die Frage nach einem italienischen Lieferservice. So konnten sich die Volleyballer des SV Fellbach vor der Heimfahrt noch rasch mit Pasta und Pizza stärken. Ihr Selbstvertrauen hatten sie davor schon gestärkt, ihren dritten Saisonsieg in der zweiten Bundesliga erobert. Die Gäste um den Kapitän Patrick Köder überstanden am Samstag auch die schwierige Schlussphase des dritten Durchgangs inklusive der drei Satzbälle des Gegners, um dann selbst mit ihrer vierten Chance die Begegnung zu beenden. „Meine Mannschaft hat das insgesamt sehr gut gemacht und sich generell ein Lob verdient“, sagte der Fellbacher Trainer Thiago Welter kurz nach dem 3:0-Erfolg (25:19, 25:23, 30:28) in Delitzsch. Dem Vordenker gefiel die Steigerung – und der Gedanke an die Pasta.

Wenn Thiago Welter und die ihm Anvertrauten in diesem Herbst den Osten des Landes bereisen, sammeln sie erfreuliche Erkenntnisse. Anfang Oktober bereits gastierten sie in Sachsen und ließen bei der Gelegenheit den L. E. Volleys in Leipzig an diesem Zweitliga-Spieltag nicht einen Zähler. Jetzt haben die Fellbacher Volleyballer erneut etliche Kilometer hinter Autofenstern auf dem Weg Richtung Leipzig verbracht.

Und wieder bestanden sie am Ziel, diesmal in der Nachbarschaft der L. E. Volleys, in Delitzsch, auf drei Punkte.

Eine Woche nach der 0:3-Niederlage daheim gegen den TSV Grafing war der Fellbacher Verbund wieder deutlich verbessert, zudem bereit, auch schwächere Momente zu überspielen. „Wir hatten stabile Phasen, wir hatten aber auch Phasen, in denen wir uns selbst unter Druck gebracht haben“, sagte der Trainer Thiago Welter. Damit konnte sein Team an diesem Abend aber umgehen. „Wir haben Lösungen gefunden“, sagte der A-Lizenz-Inhaber.

Wenn der Spielaufbau nach gegnerischem Aufschlag in Turbulenzen geriet, gelang den Gästen oft auch noch in diffiziler Lage ein trefflicher Hieb. Valters Lagzdins, der Beste auf dem Spielfeld, hat da manches geregelt, was an sich kaum mehr zu regeln war. Auch Tim Holler. Manches allerdings musste gar nicht auf komplizierte Weise geregelt werden, weil die Fellbacher Volleyballer – eben in den stabilen Phasen – dem Gegner, der ohne seinen gesperrten Trainer Frank Pietzonka und auch noch ohne den verletzten Zuspieler Felipe Pardini-Glaser auskommen musste, ein Stück weit voraus waren. Der Außenangreifer Jan Jalowietzki („Ein explosiver Spieler, er macht große Fortschritte“) gefiel dabei ebenso wie der Rest der Flugstaffel auf und über dem Feld, darunter auch der junge Blocker Johannes Leipert. Jan Jalowietzki ist 21, sein Nebenmann erst 20. Tin Tomic, der dem GSVE Delitzsch am Ende des dritten Abschnitts mit geschickten Aufschlägen zu schaffen machte, ist ebenfalls gerade 20.

Die Jüngeren haben in dieser Saison ungleich mehr Verantwortung, weil ein paar jener Akteure nicht mehr im Aufgebot sind, die davor zuverlässig die Verantwortung übernommen hatten: Marvin Klass, Yannick Harms oder Jonas Hanenberg, nun Teammanager. „Das ist jetzt eine andere Rollenverteilung“, sagte Thiago Welter: „Die Jungs müssen Vertrauen in ihr Leistungsvermögen bekommen.“ Dabei hilft ein Abend wie der am Samstag beim GSVE Delitzsch. Mit Punkten, Pasta und Pizza. SV Fellbach: Köder, Lagzdins, Holler, Jalowietzki, Leipert, Nadale, Mättig, Tomic, Koch, Klaue, Filo, Pfeffer.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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