Regionalliga Herren 2 - Kontinuität als Markenzeichen

Volleyball Wenn Johannes Eller in der Regionalliga beim SVF II an der Seitenlinie steht, ist das für ihn wie Kurzurlaub.

Wer Johannes Eller bei Spielen der Regionalliga-Volleyballer des SV Fellbach II beobachtet, der sieht, dass der Trainer kein Freund von aufgeregtem Handeln ist. Ganz ruhig agiert er an der Seitenlinie.

„Ich stehe für sachliche Arbeit“, sagt der 46-Jährige. Er schätzt solides Herangehen und Vorankom- men. So passt er bestens zum Leitbild der SVF-Volleyballer. Schritt um Schritt wollen diese den Weg in die erste Bundesliga bahnen. Schritt um Schritt soll parallel dazu auch die zweite Mannschaft nach vorne kommen, um talentierten Spielern ein Sprungbrett nach oben zu bieten. Eine Aufgabe, für die Johannes Eller seit gut acht Monaten die Verantwortung trägt.


24.12.2015

Dass der zweifache Familienvater den Weg zum SVF fand, ist eng verknüpft mit Diego Ronconi.

„Ich habe 2014 die B-Lizenz als Trainer gemacht, und Diego war Ausbildungsleiter“, sagt Johannes El ler. Da traf es sich gut, dass Diego Ronconi zu der Zeit auch Zweitliga-Trainer beim SVF war. Johannes Eller, der seit 2008 in Winterbach wohnt, war sich schnell mit Diego Ronconi einig, „dass ich sein Trai- ning begleite und auch meine Hausarbeit dazu schreibe“. So integrierte sich der Sonderschullehrer quasi nebenbei in das Volleyballgeschehen des SV Fellbach. Zuvor hatte er sich seit März 2013 eine Auszeit vom Volleyball gegönnt. Elfeinhalb Jahre war er bis dahin ohne Unterlass Trainer der Volley- baller der SG Schorndorf gewesen. Schmunzelnd sagt Johannes Eller dazu: „Ich stehe eben für Verlässlichkeit und Kontinuität.“

In Schorndorf selbst begann auch die Spielerkarriere von Johannes Eller: „Mit 14 Jahren hatte ich vom Fußball genug und bin zum Volleyball gegangen.“ Sportlich lief es dabei durchaus ansehnlich. Das Studium in Schwäbisch Gmünd führte zu den ansässigen Volleyballern, in der Oberliga spielte Johannes Eller eine gute Rolle. Dann brachte 1992 eine langwierige Adduktorenverletzung alles durch- einander. „Ich war jung und konnte nicht mehr spielen“, sagt Johannes Eller. „Das war Frust pur, ich hatte vom Volleyball genug.“

Wirklich abgerissen ist der Kontakt zu den Schorndorfer Volleyballern aber nie. „So habe ich im De- zember 2001 spontan zugesagt, als Spielertrainer einzusteigen.“ Und wie Johannes Eller einstieg. Von der B-Klasse ging es für die Schorndorfer bis in die Landesliga. Fast hätte es in die Oberliga gereicht.

„Aber dann war irgendwann der Akku leer“, sagt Johannes Eller. Irgendwann? Nach elfeinhalb Jahren! Doch wieder konnte Johannes Eller nicht lange vom Volleyball lassen. Der SVF klopfte an, „und die Chance, in Fellbach mitzuarbeiten, hat mich geehrt.“ In Fellbach sieht man ihn nun ruhig und sach- lich an der Seitenlinie agieren, was Johannes Eller so beschreibt: „Ich tauche bei Spielen ab und genie- ße alles. Es ist für mich wie ein Kurzurlaub.“

Zurück aus seinem persönlichen Kurzurlaub führt der Weg dann gerne ins Elternhaus nach Schorndorf. Dort folgt Johannes Eller seiner zweiten Leidenschaft: „Im Keller steht die Modellbahn mit 120 Weichen und 70 Zügen. Das ist alles noch handgemacht. Ich drücke Knöpfe und drehe an Tra- fos.“ Und lachend ergänzt der Trainer des SV Fellbach: „Manchmal krieche ich auch auf dem Boden herum und suche nach losen Kontakten.“

Und wenn neben Volleyball, Familie, Beruf und Modelleisenbahn noch Zeit bleibt, dann „mache ich noch Stadtführungen in Schorndorf“. Wie lange der Mann mit dem Markenzeichen „Kontinuität“ dies bereits macht? Seit 25 Jahren.

Uwe Abel   Fellbacher Zeitung


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