Reifeprüfung mit einem A- und einem B-Teil

Das Zweitliga-Team des SV Fellbach spielt heute Abend in Friedrichshafen, und nach der Übernachtung dort im Leistungszentrum folgt am Samstag die Begegnung in Freiburg.


22.11.2013

Tim Holler, Marvin Klass und der Libero Stephan Peéry (von rechts) sehen gespannt einer Doppelprüfung entgegen. Foto: Patricia Sigerist

Die Volleyballer des SV Fellbach bleiben heute den ganzen Abend unter dem Dach der Arena in Friedrichshafen. Sie bleiben dann auch über Nacht und für einen ordentlichen Teil des nächsten Tages. Es ist jetzt nicht so, dass sie als Dauerspieler in die Geschichte eingehen wollen. So wie die Tennis-Rekordmänner John Isner und Nicolas Mahut, die sich im Jahr 2010 beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon über drei Tage verteilt mehr als elf Stunden lang auf dem Platz vergnügten. Die Gäste aus Fellbach planen zwar einen längeren Aufenthalt an der Wirkungsstätte des Gegners - ungeachtet dessen aber, wie viel Zeit die Begegnung heute Abend (20.30 Uhr) bei den VYS Friedrichshafen tatsächlich in Anspruch nehmen wird. Denn die Akteure des SV Fellbach beziehen in der Arena auch Quartier - ganz oben unterm Dach: im Leistungszentrum der Erstliga- und Champions-League-Spielstätte. Dort wollen sich die Reisenden erholen und in einem Zug auch gleich wieder auf die nächste Aufgabe in der zweiten Bundesliga vorbereiten: Am Samstagabend (20 Uhr, Burdahalle) treten sie zwei Autostunden weiter bei der FT Freiburg an.

Das Spielwochenende im Gesamten wird für die Volleyballer des SV Fellbach vielleicht das bisher anspruchsvollste in dieser Saison. 'Jetzt wird es knackig', sagt Diego Ronconi, der Cheftrainer des Tabellenzweiten: 'Die beiden Auswärtsspiele werden zeigen, wo wir stehen.' Die Doppelprüfung beinhaltet einen A-Teil mit dem Auftritt bei den Nachwuchskräften des Volleyball-Standorts Friedrichshafen. Die Begabten vom Bodensee haben zwar vor knapp drei Wochen erst das Hinspiel in Fellbach mit 0:3 verloren. Die Talente um den verwegenen Sprungaufschläger Jan Jalowietzki, einem der vier U-19-Nationalspieler im Team, lagen dabei aber im ersten Satz mit 24:21 vorn. Sie sind stark genug für jeden Gegner in der zweiten Bundesliga, nur manchmal fehlt ihnen aus nachvollziehbaren Gründen noch die Konstanz. So haben sie bisher vier Spiele für sich entschieden und fünf abgegeben. Alles kann passieren gegen die VYS Friedrichshafen, zumal in der bei Zweitliga-Spielen eher gespenstischen Atmosphäre der Arena, die rund 4000 Zuschauern Platz bietet.

Der B-Teil dieser Reifeprüfung wartet dann am Samstagabend in Freiburg. Dort war Diego Ronconi neun Jahre lang Trainer, von 1997 bis 2006. Der A-Lizenz-Inhaber kennt einige der Aktivposten beim Tabellendritten noch aus eigener Anleitung: Sascha Helwig, Marcus Gensitz oder den Spielertrainer Wolfgang Beck, der vor siebeneinhalb Jahren seine Nachfolge antrat. Die Freiburger, scheinbar schon immer in der zweiten Liga, wissen, was zu tun ist auf diesem Niveau. Fehler sind ihre Sache nicht. Wer sie besiegen will, kommt um eine (sehr) gute Vorstellung nicht herum.

Da kommt Diego Ronconi davor die Aufenthaltsverlängerung in Friedrichshafen gelegen: 'Es ist sehr angenehm im Leistungs zentrum: professionell - und doch wie Urlaub.' Die Mannschaft um den Kapitän Marvin Klass wird am Samstag nach dem Frühstück noch einmal vor Ort trainieren, Mittagessen zubereiten und später nach Freiburg fahren. Ausgeruht vermutlich. An der Arena soll es nicht liegen. Selbst die Betten im Volleyball-Leistungszentrum sind auf die sportspezifischen Anforderungen abgestimmt und 2,20 Meter lang - auch Jonas Hanenberg (2,05 Meter) oder Tim Holler (2,02 Meter) werden da wohl ausgeschlafen im Sportpark in Freiburg eintreffen.

Quelle: Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


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