Schritt für Schritt öffnen sich die Türchen

Volleyball Der SV Fellbach bezwingt den ASV Dachau in der zweiten Bundesliga dank einer sehr effektiven Leistung mit 3:1. Der amtierende Meister liegt damit zur Saisonhalbzeit schon wieder in der Tabelle vorne. Uwe Abel

Die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach befinden sich weiterhin in der Erfolgsspur. Am Samstag- abend gewann die Mannschaft um den Trainer Markus Weiß zu Hause gegen den ASV Dachau mit 3:1 (25:14, 25:18, 22:25, 25:21). Der Sieg im letzten Hinrundenspiel bedeutete für den Meister um Felix Klaue und Christopher Howe gleichzeitig den Gewinn des inoffiziellen Titels des Herbstmeisters für das beste Team der ersten Saisonhälfte. „Das ist eine schöne vorzeitige Bescherung, über die wir uns sehr freuen“, sagte Markus Weiß. „Heute haben wir nicht spektakulär, aber sehr effektiv gespielt und meistens das umgesetzt, was wir als Vorgaben vor dem Spiel besprochen hatten.“


14.12.2015

Als nicht spektakulär bezeichnet Markus Weiß also das Auftreten seiner Spieler gegen den ASV Dachau. Hohe, sehr hohe Ansprüche. Denn was die Fellbacher auf dem Volleyball-Rechteck boten, war mindestens in den beiden ersten Durchgängen sehr gut. Und manchmal auch spektakulär. Wie beim Öffnen eines Adventskalenders machte die SVF-Formation dabei am Samstag einen Schritt nach dem anderen. Immer mit der Zielrichtung, die Partie nicht im Handstreich, aber doch am Ende zu gewin- nen. Also ganz zum Schluss die 24. Türe am weihnachtlichen Kalender zu öffnen. So ging es etwa im ersten Satz von 3:3 über 8:4 auf 10:5. Und über ein 13:7 bis schließlich zum klaren Satzgewinn (25:14). Die Hausherren wollten dabei nicht zu viel auf einmal. Es kam keine Hektik auf. Die aufsteigende Rei- henfolge im Kalender wurde eingehalten. Keine Zahl wurde übersprungen, nichts wurde vorschnell in Angriff genommen.

Spektakuläres gab es dabei aber auch zu sehen. Nennen wir es im Sinnbild den 6. Dezember, da packte etwa der Nikolaus, pardon, der Fellbacher Außenangreifer Yannick Harms, die Knute aus und hämmerte den Gästen im Raketentempo zwei Asse per Sprungaufschlag ins Feld. Nach zwei gewonne- nen Sätzen wurde es für die Gastgeber dann aber doch noch mühevoll. Auf dem Weg zu einem 3:0- Sieg waren zwei Drittel geschafft. Es kam die Phase, wo 16 Türen bereits geöffnete sind. Das Ziel ist nahe vor Augen, die verbleibenden, noch geschlossenen Türen scheinen dann aber oftmals weit ent- fernt und wollen einfach nicht aufgehen. So in etwa kam es auch der SVF-Vertretung am Samstag- abend vor.

Und die Türen wurden dann auch noch von den wehrhaften Dachauer Volleyballern von innen fest zugehalten. Die Gäste spielten vom Beginn des dritten Durchgangs an gut, sie agierten auf Augenhöhe mit dem SVF und konnten sich in der Endphase des dritten Abschnitts von 19:19 verdient auf einen 25:22-Satzgewinn absetzen. Markus Weiß war nicht amüsiert: „Wir haben im Aufschlag nachgelassen und so auch unseren Spielrhythmus verloren.“

Kurz kamen die Fellbacher außer Tritt, fingen sich aber mit Beginn des vierten Abschnitts wieder. Zwar flogen die Türen nicht mehr in Windeseile auf wie zu Beginn der Partie, doch stimmte wieder viel mehr im Spiel der Gastgeber. So steuerte etwa der Spielführer Marvin Klass mit wuchtigen Sprungaufschlägen zwei Asse in Serie bei. Ein klares Zeichen an die Gäste, dass die SVF-Formation nun den Sack zumachen, also die Partie endgültig gewinnen wollte.

Um 21.39 Uhr war es dann soweit. Der 3:1-Sieg war perfekt, die 24. Türe ging auf: Der inoffizielle Ti- tel des Herbstmeisters ging an den SV Fellbach. Und als dann noch Valentino Nadale– er feierte am Samstag seinen 28 . Geburtstag – von offizieller Seite zum wertvollsten Spieler des Abends gekürt wurde und dafür eine Goldmedaille erhielt, da war für die Volleyballer des SV Fellbach in diesem Mo- ment alles perfekt: eine schöne Bescherung.SV Fellbach: Klaue, Köder, Mättig, Klass, Harms, Winter, Tomic, Nadale, Howe, Hanenberg, Koch.

 

Uwe Abel Fellbacher Zeitung


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