Selbstbewusst im Lernprozess

Der Trainer Thiago Welter arbeitet mit dem unerfahrenen Fellbacher Zweitliga-Team hart an Fortschritten und will daheim dem TSV Unterhaching II die Durchschlagskraft rauben.


02.11.2018

Manuel Harms sieht konzentriert dem nächsten Spiel entgegen. Foto: Patricia Sigerist

Der Trainer Thiago Welter arbeitet mit dem unerfahrenen Fellbacher Zweitliga-Team hart an Fortschritten und will daheim dem TSV Unterhaching II die Durchschlagskraft rauben.   Es wird wohl wieder etwas lauter werden in Fellbach. Der Fanklub Hachinga Hammerblock sammelt schon Leute und Stimmkraft, um am Samstag auswärts den Lärmpegel hochzuregeln. Die Mitreisenden im Mannschaftsbus haben vermutlich auch wieder die Plastikhämmer im Gepäck, die sie schon bei letzter Gelegenheit im März wild schwangen, wenn es mal wieder in ihrem Sinne ordentlich gekracht hatte in der Gäuäckerhalle I. Zur Freude der treuen Gefolgschaft ließen es die Volleyballer des TSV Unterhaching II damals oft genug krachen, sie garnierten die Ausfahrt daher mit einem 3:1-Erfolg beim SV Fellbach. Die Zweitliga-Mannschaft des Gastgebers war vor bald acht Monaten aufgrund einer Reihe von Kranken stark dezimiert. Am Samstagabend (20 Uhr, Gäuäckerhalle I) will sie stark verändert eine neuerliche Niederlage gegen die Gäste aus Oberbayern verhindern.

Die zweite Vertretung des grenzübergreifend in Innsbruck und am Stadtrand in München angesiedelten Erstligisten bietet einigen jungen Spielern Entfaltungsmöglichkeiten. Jeremias Tschannerl ist noch 17, Paul Gehringer und Moritz Emmenlauer sind 18, Eric Paduretu und der starke Diagonalgreifer Hristiyan Dimitrov auch erst 19. Ihnen zur Seite stehen allerdings abgeklärte Kräfte wie Roy Friedrich, 30, lange als Profi in der höchsten Spielklasse am Netz. Oder Aleksandar Milovancevic, 32, ein serbischer Außenangreifer, der ebenso schon im Europapokal aufgespielt hat wie der Rumäne George Alexandru Zahar, 24. Connor Lammey, 23, aus der US-Metropole Philadelphia hat international auch schon ein bisschen etwas erlebt.

Der SV Fellbach gibt gleichfalls unerfahrenen Volleyballern die Chance, sich in ihrer Sportart weiterzuentwickeln. Im Aufgebot finden sich jedoch keine Akteure mehr mit Erstliga- oder gar Europapokal-Vergangenheit zur Unterstützung. Die Fellbacher müssen in der zweiten Bundesliga ohne Mitspieler klarkommen, die den Ball auch schon beruflich übers Netz verfrachtet haben. Die Mannschaft ist in einem Lernprozess. Punkte allerdings will sie auf zweithöchster Ebene in Ausbildung schon sammeln. Zum Beispiel am Samstagabend gegen den TSV Unterhaching II.

In der Tabelle sieht sich der Gegner ungeachtet seines internationalen Personals nicht im Vorteil. Der Fellbacher Verbund ist nach bis dahin zwei Siegen Neunter, der Widerpart punktgleich Zehnter. Thiago Welter sieht den Gegner auch nicht im Vorteil. „Wir haben zuletzt sehr gut trainiert, alle sind fit“, sagt der Zweitliga-Trainer des SV Fellbach: „Wir sind in einer ähnlichen Situation wie die Volleyballer aus Unterhaching. Ich denke, es wird am Samstag ein starkes Spiel von beiden Seiten.“ Der Brasilianer will den Bayern mit Aufschlag- und Abwehrqualität die Durchschlagskraft rauben. Eben in der Defensive hat die Gemeinschaft um den Kapitän Manuel Harms, die sich als rotes Rudel versteht, in den vergangenen Wochen hart an Fortschritten gearbeitet. Am Samstag will sie hart daran arbeiten, den Gästen inklusive der Frauen und Männer des Fanklubs Hachinga Hammerblock den Abend zu verderben.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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