Souveräner Sieg vor dem Sahnehäubchenspiel

Der SV Fellbach bezwingt in der zweiten Bundesliga den achtplatzierten Meister L. E. Volleys aus Leipzig mit 3:0 und rückt auf den dritten Tabellenplatz vor. Am Dienstagabend empfängt die Mannschaft im Pokal-Viertelfinale den Erstligisten SVG Lüneburg.


20.12.2014

Die volle Härte: Philipp Arne Bergmann (rechts) schlägt energisch zu und ist von den Leipziger Blockern nicht zu stoppen. Foto: Holger Strehlow

Die Volleyballer des SV Fellbach haben am Samstagabend mit einem 3:0-Heimsieg (25:17, 26:24, 26:24) über die L.E. Volleys aus Leipzig ihre Aufgaben in der zweiten Liga im Jahr 2014 abgeschlossen. Am Dienstagabend (19.30 Uhr) sind sie aber trotzdem nochmal gefordert. Die Fellbacher um ihren Trainer Diego Ronconi empfangen dann den Erstligisten SVG Lüneburg im Viertelfinale des nationalen Pokalwettbewerbs in der Gäuäckerhalle I.

Das Cupspiel als herausragendes Ereignis im Hinterkopf, die Gäste aus Leipzig vor Augen. So konnte man am Samstag die Situation beschreiben, die die Fellbacher vorfanden. Ein ungutes Gefühl hätte Diego Ronconi da beschleichen können - dass seine Spieler mit den Gedanken vielleicht schon beim Pokalspiel sind, dass der Fokus nicht zu 100 Prozent auf den amtierenden Zweitliga-Meister aus Leipzig gelegt wird. 'Die Spieler werden das richtige Maß an innerer Anspannung finden', sagte dazu der Fellbacher Trainer vorab. Und er sollte Recht behalten.

Die Hausherren fanden schnell in die Partie, setzen sich ebenso schnell ab und blieben bis zu einer 1:0-Satzführung konsequent obenauf. In der Folge zeigten jedoch auch die Leipziger ihre Klasse - wieso sie in der vergangenen Saison den Titel gewannen. Und Schwächen - wieso sie aktuell nur auf dem achten Tabellenplatz stehen. Zum einen ließen die spielerisch guten Gäste den Fellbachern keine ruhige Sekunde (Diego Ronconi: 'Wir mussten immer auf hohem Niveau spielen'). Zum anderen klemmte es aber, wie erwartet, immer mal wieder beim Spielaufbau. Dort zeigten Niclas Ivenz und Roman Metelskiy solides Handwerk, den vor der Saison zum VC Dresden abgewanderten Ole Schwerin konnten beide aber nicht ersetzen.

'Wenn es im Angriff nicht richtig klappt, dann kommt Frust ins Spiel', sagte Diego Ronconi. 'So passieren dann unnötige Fehler.' In der Tat, immer wieder machten die Leipziger den Hausherren kleine Geschenke. Sie leisteten sich leichte Fehler, sie vergaben gute Chancen. Manchmal wohl aus Frust, ein wenig schien es aber auch am letzten Quäntchen Siegeswillen zu fehlen.

In dieser Facette waren die Fellbacher klar überlegen, sie wollten den Sieg unbedingt. So hatten sie immer ein wenig die Nase vorne. Und sie hatten in Philipp Arne Bergmann den überragenden Angreifer der Partie. Er war bei seinen harten Angriffsschlägen nicht zu stoppen. Auch nicht, wenn jeder in der Halle - auch die Blockspieler der Leipziger - bereits vorab wussten, dass er den Ball vom SVF-Passgeber Patrick Köder zugespielt bekommen wird. Am Ende konnte sich Diego Ronconi über einen 3:0-Sieg freuen und zufrieden Bilanz ziehen: 'Wir sind in der Saison bislang Schritt um Schritt vorangekommen und stehen jetzt verdient auf dem dritten Platz. Wir machen eine gute Entwicklung.'

Einen Fernblick und eine zeitnahe Aussicht auf den Dienstagabend gab der Fellbacher Trainer dann auch noch. 'In der zweiten Liga haben wir noch sieben Heimspiele und nur vier Aufgaben auswärts. Das ist eine gute Basis. Und wenn wir die ersten vier Spiele im neuen Jahr positiv gestalten, dann müssen wir ernsthaft über Platz eins als Ziel nachdenken', sagte der Coach. Zunächst kommt es aber am Dienstagabend noch zum Pokalspiel gegen die SVG Lüneburg. 'Wir freuen uns riesig. Auf eine bisher gute Runde ist dieses Spiel das Sahnehäubchen obendrauf. Unsere Chancen sind verschwindend gering - ich denke zehn Prozent.' SV Fellbach: Bergmann, Köder, Lagzdins, Mättig, Nadale, Klass, Kreuzer, Klaue, Peéry, Koch, Winter, Hainich, Heermann, Sellner.

Uwe Abel, Fellbacher Zeitung


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