Starke Vorstellung zur rechten Zeit

Die Mannschaft des SV Fellbach kann mit dem 3:0-Erfolg bei der TGM Gonsenheim ihre Ausgangslage in der zweithöchsten Spielklasse erheblich verbessern.


26.03.2018

Foto: Heiko Potthoff

Der Besuch in Mainz kann nicht nur zur Fastnacht Spaß bringen. Die Volleyballer des SV Fellbach hatten am Samstag kurz nach neun einen überaus gelungenen Abend hinter sich und eine vergnügliche Heimfahrt vor sich. Der Trainer war nach dem Meenzer Gastspiel bestens aufgelegt – eben so wie davor sein Zweitliga-Team in der Sporthalle Weserstraße. „Wir haben diszipliniert und insgesamt hervorragend gespielt“, sagte Thiago Welter nach dem 3:0-Erfolg (25:20, 25:22, 25:20) bei der TGM Gonsenheim. Die Fellbacher Schlagmänner, personell wieder gestärkt nach verbreiteten Krankheitsfällen im Team, waren nicht wiederzuerkennen im Vergleich zum vorherigen Ligaauftritt gegen den TSV Unterhaching II (1:3). Eine überzeugende Vorstellung zur rechten Zeit: Mit dem 13. Saisonsieg haben Welter und Weggefährten ihre Ausgangslage in der zweithöchsten Spielklasse erheblich verbessert.

Ganz im Gegensatz zum Heimspiel zwei Wochen davor gegen die Bayern haben die Akteure des SV Fellbach nach Busfahrt und Ankunft am Samstag in Mainz direkt und durchweg sehr gut aufgeschlagen. Der Anfang vom erfreulichen Ende für die Reisegruppe um den A-Lizenz-Inhaber Thiago Welter. Denn mit ihrem Service haben die Gäste den Gegner im Spielaufbau massiv unter Druck gesetzt. Das hat ihnen vieles erleichtert, voran die Blockarbeit.

Tibor Filo und Johannes Leipert, die an diesem Abend die Mitte der Fellbacher Flugstaffel bildeten, konnten deshalb immer wieder die Mainzer Angreifer stoppen. Das Duo zeigte eine Klasseleistung – wie der gesamte Zweitliga-Verbund aus dem Schwabenland. Manuel Harms etwa. Der Zuspieler Felix Klaue, der später die dem wertvollsten Spieler der Begegnung vorbehaltene Trophäe erhielt. Auch Timo Koch, der nach dem Langzeitausfall des Kniepatienten Valters Lagzdins die Aufgaben auf der Diagonalposition gegen die ebenfalls nicht vollzähligen Mainzer wieder auf hohem Niveau bewältigte. Oder Jan Jalowietzki. Dazu der genesene Libero Sebastian Mättig. Und Mario Maser, bis dahin mit der vierten Vertretung des Vereins in der Landesliga am Netz, durfte im zweiten Abschnitt für einen Kurzauftritt aufs Spielfeld und seine Zweitliga-Premiere feiern.

„Die Mannschaft hat super gespielt“, sagte Thiago Welter, der mit den ihm Anvertrauten bereits am Freitagabend zum Halbfinale des württembergischen Pokalwettbewerbs nach Brackenheim hatte reisen müssen; die Gäste gewannen dort beim Landesligisten TV Hausen nicht ohne Mühe mit 3:1 (25:15, 25:20, 21:25, 25:16).

In der zweiten Bundesliga, ungleich bedeutsamer für die Männer in Rot, sind sie vom neunten auf den siebten Tabellenplatz vorgerückt. Sie können nicht mehr auf einen der beiden Plätze zurückfallen, die definitiv den Abstieg versprechen; die L. E. Volleys und nun auch der GSVE Delitzsch haben keine Chance mehr, zum SV Fellbach aufzuschließen. Nicht auszuschließen ist derzeit allerdings, dass noch ein Dritter in die dritte Liga durchgereicht wird. Erster Kandidat dafür – die Internatsschüler aus Frankfurt und Friedrichshafen dürfen an Ort und Stelle ungeachtet ihrer Ergebnisse Erfahrungen sammeln – ist der SSC Karlsruhe. Der Tabellenzehnte hat jetzt vier Punkte Rückstand auf den SVF, der nach Ostern, am 7. April, um 20 Uhr beim badischen Konkurrenten antreten wird. Bringt der Besuch dort ebenfalls Spaß und Sieg – oder zumindest zwei Sätze – für Thiago Welter und die Fellbacher Volleyballer, können sie auch vom Karlsruher Konkurrenten um den ehemaligen SVF-Trainer Diego Ronconi nicht mehr eingeholt werden. SV Fellbach: Klaue, Koch, Harms, Jalowietzki, Filo, Leipert, Mättig, Tomic, Maser, Schön, Köder, Nadale, Pfeffer, Peemüller.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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