Test der Heimstärke des Gegners

Volleyball Der Meister SV Fellbach, seit dem vergangenen Wochenende wieder Tabellenführer der zweiten Bundesliga, gastiert am Samstag beim Tabellenvierten Volleys Eltmann.


04.12.2015

Wenn es einen deutschen Volleyball-Zweitligisten gibt, der weiß, wie man die heimische Arena zur Festung macht, dann ist das der SV Fellbach. Am 5. April 2014 ist es dem SV Schwaig als bisher letztem Team gelungen, drei Punkte aus der Gäuäckerhalle I zu entführen. Seitdem haben saisonübergreifend 15 Gäste- teams vergeblich den Versuch unternommen, es den Mittelfranken gleich zu tun. Der neue Fellbacher Trainer Markus Weiß und seine Akteure wissen also ganz genau, was Heimstärke bedeutet.

 

Und genau mit diesem Wissen fährt der Tabellenführer nun am Samstag in die unterfränkischen Haßberge, wo um 19.30 Uhr mit den Volleys Eltmann ein Gastgeber wartet, der seinerseits seit dem 7. Februar in sechs Heimspielen in der Georg-Schäfer-Sporthalle unbesiegt geblieben ist. In den elf Spielen der laufen- den Saison haben die Nordbayern sieben Siege insgesamt gesammelt (fünf da von zu Hause) – sie haben damit schon einen Erfolg mehr zu Buche stehen als in der vergangenen Runde nach 22 Begegnungen. Gestützt auf seine Heimmacht hat sich das Team um den Trainer Jozef Janosik bis auf Platz vier gearbeitet, wo- bei die Volleys Eltmann drei Punkte weniger auf dem Konto, aber auch schon ein Spiel mehr absolviert haben als der Tabellenführer und amtierende Meister aus Fellbach.

Großartig verwundert hat der Aufschwung des Beinahe-Absteigers der ver- gangenen Saison niemanden, der die Transferaktivitäten im Sommer beobachtet hat. Gleich sieben Zugänge wurden verpflichtet, darunter ein Quartett vom frän- kischen Erstliga-Nachbarn VSG Coburg/Grub, dazu der erstligaerfahrene Zuspie- ler Merten Krüger und in Rudolf Dedic ein slowakischer Landsmann des Trainers Jozef Janosik , der 2007 bei der Junioren-Weltmeisterschaft am Ball war.

Markus Weiß traut der Heimstärke des umgebauten Kaders der Gastgeber noch nicht wirklich. „Sie hatten bisher zu Hause nur Gegner aus der unteren Ta- bellenhälfte. Wir sind der erste von oben, mal schauen, wie das gegen uns klappt“, sagt der SVF-Coach, der seit wenigen Tagen mit einer neuen Videosoft- ware ausgestattet ist und so sein Team jetzt noch gezielter auf die anstehenden Aufgaben vorbereiten kann.

Der SVF macht sich mit „zehneinhalb“ (Weiß) einsatzfähigen Spielern auf die Reise. Nicht mit dabei sind der seit Wochen fehlende Hauptangreifer Valters Lag- zdins (Fußverletzung) und der Mittelblocker Florian Sellner (Knieprobleme). Ge handicapt – daher die „zehneinhalb“ – wegen seiner Fingerverletzung fährt der Zuspieler Patrick Köder mit. Markus Weiß ist für die Aufgabe bei den aus fünf Nationen rekrutierten Gastgebern dennoch optimistisch. „Sie haben überragen- de Einzelspieler, wachsen als Mannschaft aber immer noch zusammen. Wenn wir im Aufschlag genügend Druck machen, sehe ich gute Chancen für uns“, sagt der Fellbacher Coach. 

Info Der SV Fellbach II hat in der Regionalliga am Samstag (20 Uhr, Gäuäcker- halle I) eine lösbare Aufgabe zu bewerkstelligen. Zu Gast ist der Tabellenletzte FT Freiburg II. Mit einem Sieg im Duell der Zweitliga-Reserven könnte der Trainer Johannes Eller mit seinem Team auf einen Nichtabstiegsplatz klettern.

Harald Landwehr Fellbacher Zeitung


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Deutscher Vizemeister: 1998

Meister 2. Bundesliga 1995, 2001, 2015, 2016 

Aufstieg 2. Bundesliga: 2012

Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

Sieger Süddeutscher Pokal 2014

Landespokalsieger 2015

 

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