Thiago Welter wird wohl aufhören

Der Spielertrainer des stark abstiegsgefährdeten Fellbacher Zweitliga-Teams sieht dem Abschied entgegen.


01.02.2019

Thiago Welter Foto: Patricia Sigerist

Ein Drittel der Saison steht noch aus. Acht Begegnungen, in denen sich im Optimalfall 24 Punkte sammeln ließen. Doch die Zweitliga-Volleyballer des SV Fellbach haben bis dahin bloß zwölf Zähler erbeuten können. Der Rückstand auf jenen zehnten Tabellenplatz, der am Ende den Ligaverbleib verspricht, ist nach dem ersten und dem zweiten Drittel der Saison groß, eher klein daher die Hoffnung auf eine kühne Wende. Zumal das Restprogramm knackige Aufgaben birgt. Starke Konkurrenz wartet noch auf die gemeinsame Abendgestaltung –  nicht nur der fünftplatzierte SV Schwaig, bei dem der erste Abstiegskandidat am Samstag (19.30 Uhr, Hans-Simon-Halle) wacker auftreten will.

Die Mannschaft um den Kapitän Manuel Harms ist noch mit den drei besten Teams der Liga verabredet – mit den Volleys Eltmann (2. März), mit der TGM Mainz-Gonsenheim (6. April) und zum Ausklang mit dem Titelverteidiger TSV Grafing (13. April). Gegen diese drei und vier weitere der verbliebenen Widersacher haben die im Gesamten zu unerfahrenen Akteure des SV Fellbach in der Hinserie verloren. Für den Meister 2015 und 2016 waren und sind nach dem Rückzug der meisten Meisterspieler die Anforderungen auf diesem Niveau zu hoch. Die siebte Saison in der zweiten Liga nach dem Aufstieg 2012 wird, wenn nicht noch verwegene Verrücktheiten passieren, die letzte sein.

Die Abteilungsleiterin Alexandra Berger muss sich in diesen Wochen vorausschauend mit einer Zukunft beschäftigen, in der die zweite Bundesliga bis auf Weiteres nicht mehr vorkommen wird. Die 35-Jährige wird in dieser Zukunft nach Lage der Dinge Thiago Welter, 30, dem die A-Lizenz-Anwärterin selbst auch assistiert, nicht mehr an ihrer Seite haben. Der ehemalige Profi aus Brasilien wird wohl nach zwei Zweitliga-Jahren als Trainer, nun Spielertrainer, aufhören. Er will sein Studium der Automobiltechnologie nach der Bachelorarbeit, die er gerade schreibt, um einen Masterabschluss ergänzen. „Ich werde sehr wahrscheinlich keine Zeit mehr für Volleyball haben“, sagt Thiago Welter.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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