Thiago Welters Rückkehr nach Eltmann

Der Zweitliga-Verbund des SV Fellbach tritt am Samstag an der vorherigen Wirkungsstätte seines Trainers an.


13.10.2017

Foto: Fellbacher Zeitung

Die Volleys Eltmann können jetzt, das ist unbedingt ein Nachteil, nicht mehr auf diesen Spieler zurückgreifen, der die Nummer sieben trug und im Zweifel auch die Verantwortung. Dieser Spieler kam oft erst dann, wenn die Situation außer Kontrolle geriet. Für gewöhnlich verhalf er seinem Team zurück zur Ordnung und zurück zum Erfolg, was auch daran lag, dass er sich höchstens zweimal im Jahr bei einem Fehler ertappen ließ. Auch seinetwegen ist der Verbund aus Eltmann 2017 Meister geworden in der zweiten Volleyball-Bundesliga und 2016 auch schon Zweiter – hinter dem SV Fellbach, gegen den der Mann für die schwierigen Fälle sehr zuverlässig seine Qualitäten einsetzen musste. Doch das wird am Samstag (19.30 Uhr, Georg-Schäfer-Sporthalle) in Eltmann nicht mehr passieren. Denn Thiago Welter, dieser außergewöhnliche Spieler, ist nun Trainer der Gäste des SV Fellbach.

Die Volleys Eltmann können jetzt, das ist unbedingt ein Vorteil, immer noch auf eine ganze Reihe versierter Spieler zurückgreifen. Nach allem, was man weiß, haben sie das größte Budget der Liga. Das erleichtert die Aufgabe, einen schlagkräftigen Kader zu komponieren mit Akteuren wie dem Diagonalangreifer Mircea Peta. Zudem sind die Stammkräfte in ihrer Mehrheit schon seit zwei Jahren zusammen. Doch einer der Besten, der Ruhepol, ist nun eben nicht mehr dabei. Er kommt am Samstag als Trainer des Gegners. „Das wird Spaß machen“, sagt Thiago Welter: „Die Jungs in Eltmann sind stark. Aber ich kenne die Lücken.“

Die gibt es auch beim Titelverteidiger. „Manchmal schon“, sagt der 29- Jährige und lächelt verschmitzt. Der Brasilianer kommt in dieser Zweit- liga-Saison nicht mehr, um sie zu schließen. Er kommt am Samstag mit seinem Team aus Fellbach, um daraus Ertrag zu ziehen. „Ich habe im Alltag in Eltmann alle Stärken und Schwächen erlebt“, sagt Thiago Welter:

„Wenn wir die Schwächen nutzen und druckvoll Volleyball spielen, haben wir gute Karten.“

Der A-Lizenz-Inhaber muss nach wie vor und noch ein paar Wochen länger ohne den Rückkehrer Felix Klaue (Handverletzung) planen. Der 17-jährige Nachwuchsspieler Daniel Schön, der auf der Liberoposition zuletzt im Halbfinale der Regionalpokalendrunde gegen den TSV Mimmenhausen (3:1) zu überzeugen vermochte, ist in der zweiten Liga noch nicht spielberechtigt. Dafür hat Johannes Leipert seine Fußverletzung auskuriert; der junge Blocker, 20, ist wieder im Training. Er wird am Samstag mit seinem Team in Eltmann aufschlagen. An der ehemaligen Wirkungsstätte seines Trainers, der jetzt zurückkehrt, um den Nebenleuten der vergangenen beiden Jahre samt den Zugängen der Volleys Eltmann die Punkte zu rauben. Unter den Zugängen in Unterfranken ist   der Zuspieler Daniel Schmitt, der nunmehr das Trikot mit der Nummer sieben trägt.

Info Das zweite Team des SV Fellbach tritt in der dritten Liga beim Mitaufsteiger SG U.N.S Rheinhessen an, der 2014 noch in der Landesliga gespielt hat und seither dreimal nach oben geklettert ist. Spielbeginn am Samstag in der Heinz-Kerz-Halle in Nieder-Olm ist um 19 Uhr. „Die Trainingsbeteiligung war sehr gut, alle sind an Bord“, sagt der Trainer Michael Dornheim vor der Reise nach Rheinland-Pfalz.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


Ansprechpartner Presse


Presse & Öffentlichkeitsarbeit
SV Fellbach, Abteilung Volleyball
mail

Hall of Fame

Deutscher Vizemeister: 1998

Meister 2. Bundesliga 1995, 2001, 2015, 2016 

Aufstieg 2. Bundesliga: 2012

Regionalligameister: 2012

Oberligameister: 2011, 2012

Landespokalsieger: 2010

Sieger Süddeutscher Pokal 2014

Landespokalsieger 2015

 

Ehemalige Fellbacher Volleyballsternchen:

Karlo Striegel, Frank Bachmann, Christian Pampel, Holger Werner,Alexander Haas, Alexander Walkenhorst, Goran Iliev, Matthias Pompe, Simon Tischer, Christian Metzger, Dirk Oldenburg, Michael Dornheim, Jörg Ahmann, Stepan Masic, Ronny Pietsch, Christian Kilgus, Dirk Taubert, Robert Jetschina, Ronald Rietz, Paul Duerden, Petri Sainio, Marc Blaich, Michael Raddatz, Adis Katanovic, Simo Hanaoui, Gregory Hansen, Jochen Schmid, Adis Katanovic, Edgar Tetsuekoue ...