Topform gegen den ersten Titelanwärter

Die Mannschaft um den Trainer Jan Lindenmair entscheidet am Samstag ihr Drittliga-Heimspiel gegen den TV Bliesen nach sehenswerter Vorstellung mit 3:1 für sich. Am Sonntag folgt das Aus im Regionalpokal Süd. Uwe Abel Und Harald Landwehr


07.10.2019

Foto: Patricia Sigerist

Den Drittliga-Volleyballern des SV Fellbach ist am Samstagabend der erste Saisonsieg gelungen. Der 2:3-Niederlage beim MTV Ludwigsburg zum Auftakt am letzten September-Samstag ließen die Fellbacher eine Woche später einen 3:1-Heimsieg (25:17, 13:25, 25:17, 25:22) über den ambitionierten TV Bliesen folgen. Tags darauf, in der Endrunde im Regionalpokal Süd in Meersburg, kam die Formation des SVF dagegen im Halbfinale gegen den gastgebenden Zweitligisten TSV Mimmenhausen um eine 1:3-Niederlage und das Pokal-Aus nicht herum.

„Das war eine sehr gute Leistung des gesamten Kaders“, sagte Alexandra Berger, die Abteilungsleiterin der SVF-Volleyballer, nach dem Erfolg am Samstagabend zufrieden: „Die Mannschaft hat als gute Gemeinschaft funktioniert.“ Schon am Anfang hat so gut wie alles funktioniert beim Absteiger aus der zweiten Bundesliga. Los ging das Kräftemessen mit den als erste Titelaspiranten gehandelten Gästen aus dem Saarland furios. Vor 200 Zuschauern zeigten sich die Hausherren mit dem Anpfiff der von Ina Schultz geleiteten Begegnung sofort hellwach. Nach wenigen Sekunden leuchtete eine 5:0-Führung von der Anzeigetafel, parallel dazu strahlte der SVF-Trainer Jan Lindenmair. Die Gäste des TV Bliesen wirkten dagegen gehemmt. Weder ihre luxemburgischen Nationalspieler Steve Weber und Maurice Van Landeghem noch die nordamerikanischen Kräfte Joshua Lynch und David Hancock schienen richtig angekommen zu sein in der Gäuäckerhalle I. Bei einem 0:4- und einem 15:18-Rückstand brauchte Michael Hefter, Trainer der schwankenden Saarländer, seine beiden Auszeiten auf. Der Gäste-Trainer musste anschließend dem 25:17-Satzgewinn der Vertretung des SV Fellbach quasi tatenlos folgen.

Nicht viel anders als seinem Kollegen erging es danach Jan Lindenmair. Wie aus dem Nichts hatten mit Beginn des zweiten Abschnitts die Akteure aus dem Saarland klare Vorteile. Plötzlich war der TV Bliesen präsent, Fellbachs Volleyballer wirkten abwesend. Jan Lindenmair zog alle Optionen, doch egal ob Auszeiten oder Spielerwechsel, er konnte bei seinen Akteuren nicht mehr die Notbremse ziehen. Die Fellbacher rauschten dem Verlust des zweiten Durchgangs entgegen (13:25).

In der Folge entschied sich Jan Lindenmair dann aber für eine taktisch geschickte, wohl spielentscheidende Umstellung. Im dritten Durchgang wechselte Timo Koch auf die Außenposition, seine Aufgabe als Diagonalangreifer übernahm fortan Ivaylo Spasov. Und siehe da, nächster Halt für den SV Fellbach: Satzgewinn mit 25:17. Im vierten Streckenabschnitt, also im vierten Satz, waren beide Mannschaften lange Zeit gleichauf. Es ging parallel auf die Zielgerade, wobei am Ende die SVF-Vertretung mit 25:22 den entscheidenden Satzgewinn feiern durfte. Nicht unerheblich dabei die taktgenaue Einwechslung von Patrick Köder beim Stand von 23:22. Seine präzisen Aufschläge sollten mithin satzentscheidend und damit siegbringend für die Hausherren sein.

Die Volleyballer des SVF werden auch in dieser Saison kein Spiel im deutschen Pokalwettbewerb bestreiten. Der Drittligist unterlag am Sonntag im Halbfinale des Regionalpokals Süd dem gastgebenden Zweitligisten TSV Mimmenhausen mit 1:3. In der Sommertalhalle in Meersburg gewannen die Fellbacher den ersten Abschnitt mit 25:23, gaben dann aber die folgenden Sätze mit 16:25, 20:25 und 18:25 ab. „Wir haben gut begonnen, aber der Gegner wurde dann immer stärker“, sagte der Zuspieler Felix Klaue. Den Pokalsieg sicherte sich im Finale der SSC Karlsruhe mit einem 3:2-Erfolg gegen den Zweitliga-Konkurrenten TSV Mimmenhausen.SV Fellbach: Mättig, Nadale, Höß, Köder, Spasov, Hirning, von Berg, Klaue, Koch, von Struensee.

Uwe Abel und Harald Landwehr   Fellbacher Zeitung


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