Überzeugend und wieder mit Überzeugung

Die Mannschaft des SV Fellbach verabschiedet die Gäste vom GSVE Delitzsch zügig in Richtung Heimat. Beim 3:0-Erfolg gegen den Meister des Jahres 2012 knüpft der Tabellenzweite an die guten Vorstellungen dieser Zweitliga-Saison an.


18.11.2013

Jonas Hanenberg (links) ist mit dem SV Fellbach weiterhin sehr weit oben in der zweiten Liga, darüber freut sich Stephan Peéry (dunkles Trikot) mit den Teamgefährten. Fotos: Patricia Sigerist

Die Männer in Schwarz standen schon bald in dieser Nacht in Mannschaftsstärke draußen vor der Tür. Im Reisebus mit dem Vereinsnamen an der Seite - und mit laufendem Motor - wartete der Fahrer. Die Volleyballer des GSVE Delitzsch hatten ja einen langen Heimweg vor sich. Aber so schnell hätten sie am Samstag dann doch nicht wieder gebürstet und geduscht zurück nach Hause wollen. Die Zweitliga-Mannschaft aus dem Osten des Landes hatte soeben beim SV Fellbach mit 0:3 (21:25, 19:25, 23:25) verloren. 'Wir waren ganz einfach zu unkonzentriert', grummelte der Trainer Frank Pietzonka am Ende des Abends in der Fellbacher Gäuäckerhalle I. Die zügige Verabschiedung der Akteure aus Sachsen hatte aber mindestens genauso sehr mit den konzentrierten Gastgebern zu tun.

Den Fellbacher Volleyballern war zuletzt ihr schlechtestes Saisonspiel unterlaufen. Sie hatten bei der 2:3-Niederlage gegen die TGM Mainz-Gonsenheim vieles von dem vermissen lassen, was sie zuvor in dieser bis dahin höchst bemerkenswerten Runde ausgezeichnet hatte. 'Es gibt Tage, an denen läuft es nicht', sagte der Abteilungsleiter Toni Pesch. So etwas passiert. Die SVF-Männer litten indes unter dem vorübergehenden Ausfall der Systeme und dem konsequent vollendeten Mainzer Überfall. Ihnen war sehr daran gelegen, dass so etwas nicht gleich wieder passiert; das war am Samstag in jeder Sequenz der Partie gegen den GSVE Delitzsch zu spüren. Und es spricht unbedingt für die Formation um den Trainer Diego Ronconi, dass sie diesen Druck in positive Energie umgewandelt hat. Die Startsieben mit dem Libero Stephan Peéry bespielte ohne Unterbrechung bis zum letzten Ballwechsel den Gegner, weil jeder Einzelne wieder überzeugend auftrat - auch mit einer anderen Überzeugung als am Samstag davor gegen die TGM Mainz-Gonsenheim.

Der Kapitän Marvin Klass rackerte sich mit dem Zuspieler Patrick Köder, Raimund Abele, Tim Holler, Jonas Hanenberg und Stephan Peéry an diesem Abend zielstrebig dem Sieg entgegen. Dazu kam gegen den GSVE Delitzsch noch Markus Hainich. Der Teamälteste, 32, ließ der Beförderung in die Anfangsformation eine durchweg gelungene Vorstellung folgen. Er half tatkräftig mit beim siebten Saisonsieg. Nicht nur mit vier Blockpunkten, auch mit einer Lockerheit, die dem Verbund guttat nach dem vorhergehenden Rückschlag. 'Ich freue mich sehr über seine Leistung', sagte Diego Ronconi.

Mit vereinten Kräften haben sich die Fellbacher gegen den GSVE Delitzsch, der davor drei Begegnungen hintereinander für sich entschieden hatte, direkt wieder berappelt. Sie konnten dabei, das war die Basis, Fehlerserien vermeiden. Nach einem Missgeschick fanden sich immer rasch Mitstreiter, entschlossen, Schlimmeres zu verhindern. Es war neben der wieder verbesserten Aufschlagqualität vor allem auch diese kämpferische Attitüde, die dem Tabellenzweiten den Erfolg zurückbrachte. Marvin Klass, ein klasse Beach-Volleyballer, ging dabei mit spektakulären Defensivaktionen voran. Und Tim Holler hielt die Kugel einmal sogar mit dem Fuß - das ist im Volleyballsport erlaubt - im Spiel: Markus Hainich belohnte die kühne Kickeinlage des Gefährten mit einem seiner Blockpunkte.

Unfreiwillige Unterstützung erfuhren die Gastgeber um den starken Hauptangreifer Raimund Abele von den Widersachern aus Delitzsch, denen Ungeschicklichkeiten die Abendgestaltung erschwerten. Der GSVE Delitzsch, im Frühjahr 2012 noch Zweitliga-Meister, ist im Umbruch. Die verjüngte Mannschaft kann noch immer gut spielen, ihr fehlt aber die Konstanz. So war sie am Samstag vor den 260 Zuschauern nur im dritten Abschnitt wirklich dran am SV Fellbach. 'Wenn der dritte Satz kippt, kann das ganze Spiel kippen', sagte Frank Pietzonka. Der Gastgeber wollte an diesem Tag aber partout nichts kippen lassen. Und so standen die Volleyballer des GSVE Delitzsch schon bald in dieser Nacht in Mannschaftsstärke draußen vor der Tür. SV Fellbach: Klass, Abele, Hanenberg, Köder, Hainich, Holler, Peéry, Nadale, Kreuzer, Lückemeier, Koch, Klaue.

Thomas Rennet, Fellbacher Zeitung


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