Unbeschwerte Abschlussfahrt

Die Zweitliga-Männer des SV Fellbach reisen am vorletzten Spieltag zum ebenfalls schon von allen Abstiegssorgen befreiten Tabellennachbarn TV/DJK Hammelburg.


07.04.2017

Foto: Patricia Sigerist

Yannick Harms ballt nach seinem werweißwievielten Volltreffer die Fäuste. Philipp Arne Bergmann schreit seine Freude heraus. Und Valentino Nadale, stiller Genießer in diesem Moment, streckt nach gelungenem Aufschlag oder Angriff beide Arme in die Luft: Seht her, wir können es noch! Szenen wie diese sind seit Wochen wieder regelmäßig zu erleben, wenn die Volleyballer des SV Fellbach in der zweiten Bundesliga auftreten. Szenen wie diese bebildern und begleiten in reichlicher Zahl die Rückkehr des Meisters 2015 und 2016 aus den Tiefen der Liga. Die Mannschaft um den Trainer Markus Weiß, lange von Verletzungs- und noch länger von Abstiegssorgen geplagt, hat sich zuletzt in jeder Hinsicht verbessert, nahezu unaufhaltsam. Deshalb kann sie am Samstagabend (20 Uhr, Saaletalhalle) beim Tabellennachbarn TV/DJK Hammelburg ein ungewohntes Gefühl auskosten: Die Gäste dürfen – wie die gleichsam über Monate hinweg gefährdeten Gastgeber – ganz und gar unbeschwert blocken und schmettern.

Sechs Siege sind dem Kapitän Marvin Klass und seinen Teamgefährten in diesem Jahr bereits gelungen, seit März dabei wieder drei in Serie. Vor sechs Tagen haben sie mit ganz starker Angriffsleistung und dem ungefährdeten 3:0- Erfolg in Rüsselsheim die letzten Zweifel an der saisonübergreifenden Zweitliga-Zugehörigkeit beseitigt. Ein Klassemoment für Klass und Klassengemeinschaft, für die Gewinner in jener Großsporthalle, in der kaum mehr als drei Dutzend Zuschauer vom Fellbacher Feiertag in der zweiten Liga Kenntnis nahmen.

Die Reisegruppe aus dem Schwäbischen darf da an diesem Samstag eine grundlegend andere Atmosphäre erwarten. Die Hausherren in Hammelburg begrüßen für gewöhnlich 500 oder 600 Zuschauer. Das wird am Samstag wohl eher nicht anders sein, zumal in Franken zwei Teams auflaufen werden, die in diesen Wochen wieder zu den Besten der Liga gehören. Und das ja nicht von ungefähr. In der vergangenen Zweitliga- Saison, vor den vermehrten Verletzungsproblemen auf beiden Seiten, war der SV Fellbach Erster und der TV/DJK Hammelburg Dritter.

„Es treffen zwei Mannschaften in einer emotional aufgeladenen Halle aufeinander, die in Schwung gekommen sind und sich sicher nichts schenken wollen“, sagt Markus Weiß. Deshalb rechnet der Fellbacher Trainer trotz nun unspektakulärer Gesamtsituation mit einem spektakulären Spiel. „Kleinigkeiten werden entscheiden“, sagt der 33-Jährige, der von Platz sieben aus gern noch weiter nach vorn rücken würde. Für den Sieger am Samstag ist unter Umständen selbst der vierte Rang noch drin. Das wäre für Markus Weiß und seine Mannschaft ein ziemlich hübsches Ende einer mitunter gar nicht so hübschen Saison. Aber dazu braucht es in Hammelburg und daheim gegen den VC Dresden (22. April) ein paar Volltreffer mehr von Yannick Harms, Philipp Arne Bergmann oder Valentino Nadale – geballte Fäuste, Freude, die sich sich lautstark entlädt, in die Luft gereckte Arme.

Thomas Rennet   Fellbacher Zeitung


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